Sturmschäden Kärnten: Was jetzt wichtig ist und hilft
Am Donnerstagabend, 23. Oktober 2025, hat eine Unwetterfront Kärnten mit kräftigem Sturm erwischt. Die Folge: rund 140 Feuerwehreinsätze, umgestürzte Bäume und teils lange Stromausfälle. Am Abend waren bis zu 8.000 Haushalte ohne Strom, am Freitagmorgen noch etwa 1.200. Betroffen waren vor allem Mittel- und Unterkärnten. Diese Zahlen meldeten die Landesalarm- und Warnzentrale sowie die Kärnten Netz GmbH.
Besonders stark traf es die Bezirke Villach-Land, Klagenfurt-Land, Feldkirchen, St. Veit, Völkermarkt und Wolfsberg. Vielerorts fielen Bäume auf Straßen und Stromleitungen, zusätzlich kam es zu kleinräumigen Überflutungen, weil Laub die Einläufe verstopfte.
Ein Blick auf einzelne Vorfälle zeigt das Ausmaß: In Ossiach landete ein Baum auf einem Auto, auf der Saualpenstraße blockierten mehrere Bäume die Fahrbahn. Medien berichteten außerdem von tausenden Haushalten ohne Strom.
Aktuelle Warnlage und Quellen
Für die Nacht auf Freitag wies die ZAMG im Bezirk Völkermarkt eine gelbe Windwarnung aus. Solche amtlichen Warnungen helfen, die Lage einzuschätzen – am besten regelmäßig prüfen.
Auch redaktionelle Wetterdienste berichteten am Donnerstag, 23. Oktober, über erhöhte Unwettergefahr und Warnstufen für Kärnten.
Was tun nach Sturmschäden? Eine einfache Checkliste
- Sicherheit zuerst: Halten Sie Abstand zu heruntergerissenen Leitungen und gesperrten Bereichen. Rufen Sie im Notfall 112.
- Schäden dokumentieren: Machen Sie Fotos und kurze Videos – auch Detailaufnahmen.
- Versicherung informieren: Melden Sie den Sturmschaden rasch Ihrer Eigenheim- bzw. Haushaltsversicherung. Notieren Sie Schadennummern.
- Provisorisch sichern: Decken Sie offene Stellen am Dach ab, räumen Sie Glas und Äste weg – aber nur, wenn es sicher ist.
- Stromausfall melden: Prüfen Sie Sicherungen und melden Sie Störungen an die Kärnten Netz GmbH (Störungsdienst). Info zu Hotlines finden Sie auch bei Selectra.
- Nachbarn checken: Fragen Sie kurz nach, ob Hilfe gebraucht wird – gerade bei älteren Personen.
Versicherung: Wer zahlt bei Sturmschäden?
Als Sturm gilt in der Regel Wind mit Spitzen über 60 km/h. Wird etwa ein Dach abgedeckt, greift normalerweise die Sturm‑Deckung in der Eigenheimversicherung. Schäden am Hausrat (z. B. durch eindringenden Regen) deckt meist die Haushaltsversicherung. Hagelschäden gelten als Zertrümmerungsschäden und sind in der Sturmdeckung oft mitversichert. Details können je nach Polizze variieren – daher immer in die Bedingungen schauen oder bei der Beratung nachfragen.
Prävention: So machen Sie Haus & Garten sturmsicher
- Lose Teile sichern: Gartenmöbel, Blumentröge, Trampoline und Mülltonnen festmachen oder reinholen.
- Bäume prüfen: Fachlich kontrollieren lassen, ob Äste bruchgefährdet sind – vor allem entlang von Einfahrten und Leitungen.
- Rinnen & Einläufe reinigen: Laub entfernen, damit Starkregen besser abfließt.
- Notfall-Set bereitlegen: Taschenlampe, Powerbank, Batterien, Ladegeräte, ein kleines Radio und Wasser.
- Dokumente digital sichern: Versicherungen, Fotos, Rechnungen in einer Cloud oder auf einem Stick.
- Auto geschützt abstellen: Wenn möglich nicht unter großen Bäumen.
Ein kurzer persönlicher Moment
Gestern Abend, als im Gailtal die Böen auffrischten, habe ich noch schnell die Gartenmöbel ins Carport getragen. Fünf Minuten Arbeit – und heute Früh lag bei der Nachbarin ein Topf zerbrochen am Weg. Kleine Dinge machen einen großen Unterschied. Haben Sie auch so einen „Zum‑Glück‑noch‑gemacht“-Moment?
Wichtige Links für Kärnten
- Kärnten Netz – Störungsdienst & Infos
- ZAMG Wetterwarnungen – amtliche Warnkarte
- Österreichische Unwetterzentrale (UWZ) – Warnungen & App
- Bericht: 140 Einsätze in Kärnten (VOL.AT)
- Lagebericht & Stromausfälle (Die Presse)
- Feuerwehr im Dauereinsatz (TT.com)
- Sturm über Kärnten: Beispiele aus den Bezirken (Krone)
Fazit
Sturmschäden in Kärnten treffen uns oft unverhofft. Mit klaren Schritten nach dem Ereignis, der richtigen Absicherung und ein paar einfachen Vorsorgemaßnahmen sind Sie beim nächsten Unwetter in Kärnten besser gewappnet. Bleiben Sie informiert, bleiben Sie vorsichtig – und helfen wir einander, wenn’s drauf ankommt.




































