Lilli Tagger: Österreichs Tennis-Sensation 2025 im Porträt
Ganz Österreich spricht über Lilli Tagger. Die 17-jährige Osttirolerin gewann heuer den Juniorinnen-Titel bei den French Open – ohne Satzverlust. Ein Meilenstein für den heimischen Tennis-Nachwuchs und ein Moment, der viele Kids plötzlich zum Schläger greifen lässt.
Wer ist Lilli Tagger?
Lilli kommt aus Lienz in Osttirol und ist Jahrgang 2008. Sie gilt als bescheiden, fokussiert und unglaublich ehrgeizig. Schon als Teenager sammelte sie auf der ITF-Tour wichtige Erfahrungen – mit rasch sichtbaren Ergebnissen.
Die größten Meilensteine 2025
- Juniorinnen-Sieg in Paris: Finale 6:2, 6:0 gegen Hannah Klugman – und das gesamte Turnier ohne Satzverlust. Erster österreichischer Juniorinnen-Einzeltitel bei Roland-Garros überhaupt.
- Erster Profititel: Im März triumphierte sie beim ITF W35 Terrassa in Spanien – ein wichtiger Durchbruch auf Profiniveau.
- Spielerin des Monats: Die ITF kürte Tagger am 2. Oktober 2025 zur ITF World Tennis Tour Player of the Month – nach einem starken September.
- Auszeichnung in Österreich: Bei der Lotterien-Sporthilfe-Gala am 8. Oktober in Wien erhielt sie den NIKI als „Aufsteigerin des Jahres“.
Spielstil: Einhändige Rückhand, viel Touch – und die „Queen of Clay“ im Team
Was sofort auffällt: Lilli spielt eine einhändige Rückhand – im Damentennis selten und wunderschön anzuschauen. Trainiert wird sie von Francesca Schiavone, der Roland-Garros-Siegerin 2010. Dieses Duo passt: Schiavone gilt als „Queen of clay“, und Lilli glänzte 2025 gerade auf Sand.
Wie fühlt sich das auf dem Platz an? Stell dir vor, du malst nicht mit dem dicken Pinsel, sondern mit einem feinen – jeder Strich sitzt. Genau so wirken ihre Rückhand-Slices, Stopps und Winkel. Und wenn der Ball doch höher kommt, kann sie auch zupacken.
Österreich schaut hin: Heimturniere und Hype
Im Spätsommer spürte man den Boom auch daheim: Beim Alpstar Ladies Open Vienna (W75, 1.–7.9.2025) stand Lilli in Wien im Rampenlicht, sprach offen über Erwartungen – und zeigte, wie sie mit Druck umgeht. Medien und Verband berichteten ausführlich.
In Interviews blieb sie bodenständig, gewährte Einblicke in Ziele und Vorbilder – und nahm den Hype mit Humor. Genau diese Mischung macht sie so sympathisch.
Warum Lilli Tagger mehr ist als ein Hype
Erfolge sind das eine. Entscheidend ist, wie sie zustande kommen: variabel, mutig, clever. Als erste Österreicherin einen Juniorinnen-Einzeltitel bei Roland-Garros zu holen, setzt ein klares Signal – für Vereine, Nachwuchs und Sponsoren. Auch Ex-Profi Jürgen Melzer traut ihr „einiges“ zu. Kurz: Die Tür zur Profikarriere steht weit offen.
So bleibst du am Ball
- Verfolge Turnier-Updates und Ranglisten auf den Seiten von ITF und WTA.
- Für österreichische Perspektiven lohnt sich der Blick auf ORF Tirol und regionale Medien aus Osttirol.
Kurz-FAQ zu Lilli Tagger
- Alter: 17 (Jahrgang 2008).
- Heimat: Lienz, Osttirol.
- Coach: Francesca Schiavone.
- Größter Titel 2025: French-Open-Juniorinnen.
- Markenzeichen: Einhändige Rückhand und viel Spielwitz.
Mein Eindruck nach diesem Jahr: Lilli Tagger ist nicht nur ein Talent – sie ist ein Versprechen. Und wir in Österreich dürfen live miterleben, wie dieses Versprechen Schritt für Schritt eingelöst wird.




































