Alisha Lehmann überrascht mit Como-Wechsel und neuer Frauenfußball-Power
Vom Glamour-Star zur Projektspielerin: Was steckt hinter dem Transfer?
Alisha Lehmann sorgt wieder einmal für Schlagzeilen. Die Schweizer Nationalspielerin, Instagram-Star mit zig Millionen Followern und eine der bekanntesten Gesichter im Frauenfußball, hat Juventus Turin nach nur einer Saison verlassen und ist zum FC Como Women gewechselt.
In Italien rieben sich viele die Augen: Warum geht eine Meisterspielerin von einem Topklub zu einem deutlich kleineren Verein? Und was bedeutet das für den Frauenfußball – auch aus Sicht von Fans in Österreich?
Schauen wir genauer hin.
Wer ist Alisha Lehmann eigentlich?
Von der Schweiz auf die große Bühne
Alisha Lehmann wurde 1999 im Kanton Bern geboren und spielte sich früh in den Fokus: zuerst beim BSC YB Frauen, dann ging es nach England in die Women’s Super League – unter anderem zu West Ham United und Aston Villa. Dort entwickelte sie sich zur Flügelspielerin mit viel Tempo und Show-Faktor.
2024 folgte der große Schritt nach Italien: Wechsel zu Juventus Turin, wo sie zusammen mit Mittelfeldstar Douglas Luiz für ein echtes „Fußballer-Traumpaar“ in Turin sorgte.
Mehr als nur „Instagram-Star“
Klar, viele kennen sie zuerst von Social Media. Mit rund 17 Millionen Followern auf Instagram und Millionen auf TikTok ist Alisha Lehmann eine Marke für sich. Doch hinter den perfekt inszenierten Fotos steckt eine ehrgeizige Profisportlerin, die seit Jahren auf höchstem Niveau spielt und für die Schweizer Nationalmannschaft regelmäßig bei großen Turnieren aufläuft, zuletzt auch bei der Heim-EM 2025, wo die Schweiz das Viertelfinale erreichte.
Die Saison bei Juventus: Titel, Tore – und dann der Abschied
Meistertitel und Pokal mit den Bianconere
Bei Juventus Women lief es sportlich durchaus erfolgreich. In der Saison 2024/25 holte Lehmann mit Juve das Double aus Meisterschaft und Pokal. In der Liga kam sie auf insgesamt 22 Einsätze und traf zwei Mal – unter anderem direkt bei ihrem Debüt gegen Sassuolo. Damit wurde sie die erste Schweizerin, die für Juventus in der Serie A traf.
Sie war zwar oft Jokerin von der Bank, aber immer wieder wichtig, wenn es darum ging, von außen Tempo zu bringen.
Ein Jahr, zwei Titel – warum dann der Wechsel?
Trotz der Erfolge war nach nur einer Saison Schluss. Juventus bestätigte ihren Abschied, kurz darauf stand fest: Alisha Lehmann unterschreibt beim FC Como Women bis 2028.
In einem emotionalen Abschiedspost bedankte sie sich bei Fans und Mitspielerinnen – auch ihr Ex-Partner Douglas Luiz reagierte darauf öffentlich, was die Klatschspalten zusätzlich füllte.
Warum ausgerechnet Como? Die überraschende Entscheidung
„Ein Zeichen von Stärke“
Sportlich wirkt der Schritt von einem Titelkandidaten wie Juventus zu einem kleineren Klub zuerst wie ein Rückschritt. Doch Lehmann selbst sieht das anders. Zum Wechsel sagte sie, Como sei zwar ein junger Verein, habe aber eine klare Vision und scheue sich nicht, Dinge anders zu machen – das sei für sie ein Zeichen von Stärke.
Der FC Como Women wurde in den letzten Jahren von einer Investorengruppe übernommen, die sich ganz bewusst auf Frauenfußball konzentriert. Ein „female first“-Ansatz, der im europäischen Klubfußball noch selten ist.
Projekt statt Prestige
Was reizt eine Spielerin wie Lehmann an so einem Projekt? Schauen wir auf ein paar mögliche Gründe:
- Mehr Verantwortung: Bei Juve war sie oft Einwechselspielerin. In Como könnte sie zur Leitfigur werden.
- Klare Ausrichtung auf Frauenfußball: Der Klub ist nicht nur Anhängsel einer großen Männerabteilung, sondern stellt das Frauenteam in den Mittelpunkt.
- Langfristiger Vertrag: Der Kontrakt bis 2028 zeigt, dass beide Seiten eine längere gemeinsame Reise planen.
- Persönliche Entwicklung: Weniger Glamour, mehr Aufbauarbeit – das kann sportlich wie menschlich spannend sein.
In einem Interview betonte sie, sie sei nicht nur für Marketing oder Fotos da, sondern wolle auf dem Platz Leistung bringen und mithelfen, einen neuen Standard im Frauenfußball zu setzen.
Zwischen Ibiza, Kritikern und Karriereplanung
Urlaub mit Schlagzeilen
Wer Alisha Lehmann auf Instagram folgt, kennt die Bilder: Sonne, Meer, Ibiza, Luxus-Yacht. Nach der Euro 2025 gönnte sie sich gemeinsam mit Teamkolleginnen eine Auszeit auf der spanischen Partyinsel – inklusive Backflip von der Yacht, der prompt in den Sportnachrichten landete.
Natürlich kamen sofort Kommentare: „Zu viel Show, zu wenig Fußball“ – die übliche Kritik, die besonders Spielerinnen mit großer Reichweite abbekommen. Lehmann reagierte mit einer klaren Botschaft an ihre „Hater“ und stellte klar, dass sie hart arbeite und sich ihre Pausen verdient habe.
Warum solche Reaktionen vielen bekannt vorkommen
Vielleicht kennst du das auch aus deinem eigenen Umfeld: Wer auffällt, wird schnell beurteilt. Egal ob im Job, in der Schule oder im Sportverein – sobald jemand aus der Masse hervorsticht, gibt es Kommentare.
Genau das passiert bei Lehmann in XXL-Version: Jede Story, jedes Outfit, jeder Urlaub wird öffentlich bewertet. Das macht sie zur Projektionsfläche – für Fans, Medien und Kritiker.
Was ihr Wechsel für den Frauenfußball bedeutet
Mehr Aufmerksamkeit für „kleinere“ Vereine
Dass eine Spielerin mit dieser Reichweite zu einem Verein wie Como geht, kann viel bewegen:
- Neue Fans: Viele ihrer Follower werden plötzlich Como-Spiele verfolgen – live, im TV oder über Social Media.
- Sponsoren: Marken lieben Reichweite. Je mehr Aufmerksamkeit, desto eher fließt Geld in den Klub.
- Signalwirkung: Spielerinnen entscheiden sich bewusst für Projekte, nicht nur für große Namen.
Gerade für Länder wie Österreich, wo der Frauenfußball im Aufschwung ist, ist das spannend: Es zeigt, dass man nicht unbedingt zum größten Klub der Welt muss, um etwas zu bewegen. Auch in der ÖFB-Frauenliga setzen kleinere Vereine zunehmend auf klare Konzepte, Nachwuchsarbeit und Social-Media-Präsenz.
Vorbild für junge Spielerinnen in der DACH-Region
Für junge Mädchen in Österreich, Deutschland und der Schweiz ist Alisha Lehmann längst ein Vorbild – ob man ihren Stil mag oder nicht. Sie steht für:
- Selbstbewusstsein – auf dem Platz und daneben
- Eigenständige Entscheidungen – auch wenn sie nicht allen gefallen
- Vereinbarkeit von Sportkarriere und Medienpräsenz
Aus AT-Sicht ist das spannend: Viele österreichische Nationalspielerinnen sind inzwischen in Topligen unterwegs, von Deutschland bis England. Eine Figur wie Lehmann zeigt, wie groß die Bühne geworden ist – und dass man lernen muss, mit Öffentlichkeit umzugehen.
Die private Seite: Beziehung, Trennung, Neustart
Von der „Traumpaar“-Story zur Trennung
Als Lehmann 2024 zu Juventus wechselte, war das auch privat ein großes Thema: Sie zog zu Douglas Luiz, der damals ebenfalls nach Turin gekommen war. Medien sprachen vom „Power Couple“ im italienischen Fußball.
Doch die Realität holte beide ein: Sportlicher Druck, viel Öffentlichkeit und schließlich die Trennung. Als sie ihren Abschied von Juventus verkündete, reagierte Luiz noch auf ihren Post – Futter für alle Boulevardportale.
Solche Geschichten klingen glamourös, sind aber für die Betroffenen oft anstrengend. Jede Gefühlsregung landet in der Presse, jede Interaktion auf Social Media wird analysiert.
Warum das auch für Fans spannend – und zugleich gefährlich – ist
Natürlich: Viele Menschen lieben genau diese Geschichten. Wer hat wen geliked? Wer ist mit wem im Urlaub? Auch in Österreich klicken sich Fans gerne durch solche Meldungen.
Aber es lohnt sich, sich selbst zu fragen:
- Interessiert mich die Spielerin nur wegen ihres Privatlebens?
- Oder schaue ich mir auch ihre Spiele an?
- Würde ich mit derselben Härte über eine Freundin oder einen Freund urteilen?
Diese Fragen helfen, die Grenze zwischen berechtigtem Interesse und unnötigem Hineinfunken ins Privatleben zu sehen.
Was können wir aus der Geschichte von Alisha Lehmann lernen?
1. Karrierewege müssen nicht geradlinig sein
Erst England, dann Juventus, jetzt Como: Auf dem Papier wirkt das wie ein Zickzack-Kurs. Doch genau so sehen moderne Karrieren oft aus – im Fußball und im normalen Berufsleben.
Manchmal ist der Schritt zu einem kleineren Unternehmen oder Verein
kein Rückschritt, sondern eine Chance, mehr Verantwortung zu übernehmen und etwas Neues aufzubauen.
2. Social Media ist Chance und Risiko zugleich
Lehmann nutzt Instagram & Co. sehr geschickt. Sie verdient damit Geld, steigert ihren Marktwert und kann ihre eigene Geschichte erzählen. Gleichzeitig wird jeder Fehler sofort sichtbar – und gnadenlos kommentiert.
Das gilt auch im Kleinen: Wer viel auf Social Media unterwegs ist, kennt den Druck, immer „perfekt“ zu wirken. Wichtig ist, sich nicht nur über Likes zu definieren.
3. Frauenfußball ist längst Big Business – aber anders
Der Wechsel zu Como zeigt, wie sich der Frauenfußball verändert:
- Vereine mit klarer Vision ziehen Starspielerinnen an.
- Investoren setzen gezielt auf Frauen-Teams.
- Spielerinnen wie Lehmann werden zu Marken, die Vereine mittragen.
Für Fans in Österreich heißt das: Die Entwicklung hierzulande wird weiter Fahrt aufnehmen – mehr TV-Spiele, mehr Profiverträge, mehr Vorbilder.
Wie geht es mit Alisha Lehmann bei Como weiter?
Sportliche Erwartungen
Mit ihrem Vertrag bis 2028 ist klar: Der FC Como Women plant langfristig mit ihr. Ihre Aufgaben dürften klar sein:
- Offensive stärken
- junge Spielerinnen mitziehen
- Verein international sichtbarer machen
Schon in frühen Einsätzen im Como-Trikot zeigte sie, dass sie auch dort schnell im Mittelpunkt stehen kann – inklusive ihres bekannten „Fishing“-Torjubels, der bereits aus Juventus-Zeiten viral ging.
Was bedeutet das für Fans in Österreich?
Für heimische Fußballfans – egal ob Rapid, Sturm, Austria oder Salzburg – bietet sich eine einfache Gelegenheit:
- mehr Frauenfußball zu schauen
- nicht nur auf EM und WM zu warten
- auch internationale Ligen wie die italienische Serie A Women oder die englische WSL zu verfolgen
Viele Spiele sind bereits über Streaming-Plattformen oder internationale Sender abrufbar. Wer Lust hat, kann etwa auf den Seiten von Eurosport oder Goal regelmäßig News zu Alisha Lehmann und Co. nachlesen.
Fazit: Mehr als nur ein Transfer
Der Wechsel von Alisha Lehmann von Juventus zum FC Como Women ist viel mehr als eine einfache Meldung im Transfer-Ticker. Er erzählt eine Geschichte von:
- Mut, einen ungewöhnlichen Weg zu gehen
- dem Spagat zwischen Social-Media-Star und Profiathletin
- der rasanten Entwicklung des Frauenfußballs in Europa
Ob man nun Fan ihrer Instagram-Posts ist oder nur ihre Leistungen am Platz bewertet: An Alisha Lehmann kommt man im modernen Fußball kaum vorbei.
Vielleicht ist genau jetzt der richtige Zeitpunkt, sich ein Spiel von Como Women anzusehen – und dabei zu entdecken, wie spannend Frauenfußball inzwischen geworden ist.
Eines ist sicher: Die Geschichte von Alisha Lehmann ist noch lange nicht zu Ende.




































