Miriam Fussenegger startet als neue Wiener Tatort-Kommissarin
Die Linzerin erobert jetzt den „Tatort“
Miriam Fussenegger ist in Österreich längst kein Geheimtipp mehr – aber jetzt wird es richtig ernst: Die Schauspielerin aus Linz soll ab 2027 die neue Wiener „Tatort“‑Kommissarin werden – an der Seite von Laurence Rupp, wie mehrere Medien berichten und der ORF nun offiziell bestätigt hat.
Plötzlich stellt sich ganz Österreich die Frage: Wer ist diese Frau, die in die Fußstapfen von Harald Krassnitzer und Adele Neuhauser tritt?
In diesem Artikel schauen wir uns Miriam Fussenegger genauer an: ihren Weg von Linz auf die großen Bühnen, ihre wichtigsten Rollen – und warum sie perfekt in den neuen Wiener „Tatort“ passt.
Wer ist Miriam Fussenegger?
Miriam Fussenegger wurde am 12. Oktober 1990 in Linz geboren. Sie ist also noch relativ jung – aber ihre Film- und Theaterliste liest sich schon jetzt beeindruckend.
Schon früh war klar: Diese Frau gehört auf die Bühne. In Linz besuchte sie einen musisch‑kreativen Schulzweig, später ging es direkt dorthin, wo viele große Schauspielkarrieren starten: ans Max‑Reinhardt‑Seminar in Wien.
Dort lernte sie übrigens auch ihren zukünftigen „Tatort“-Partner Laurence Rupp kennen – die beiden kennen einander also nicht nur vom Set, sondern schon aus Studienzeiten.
Von der Theaterbühne ins Wohnzimmer der TV-Zuschauer
Während andere noch Prüfungen lernten, stand Miriam Fussenegger schon auf der Bühne: Sie spielte u. a.
- „Kasimir und Karoline“ im Kulturhaus Bruckmühle
- „Maries Leben“ im Schönbrunner Schlosstheater
- Titania in Shakespeares „Sommernachtstraum“
- den Ariel in „Der Sturm“
Diese Theatererfahrung merkt man ihr vor der Kamera an: Sie wirkt präsent, klar, sehr direkt – genau diese Mischung, die man von einer „Tatort“-Kommissarin erwartet.
Bekannte Rollen von Miriam Fussenegger
Vielleicht denkst du dir: „Den Namen kenne ich, aber woher?“ Hier ein Überblick über ein paar ihrer auffälligsten Projekte – viele davon liefen oder laufen im ORF und sind damit dem österreichischen Publikum bestens vertraut.
„Alles finster“ – wenn plötzlich der Strom weg ist
In der ORF‑Serie „Alles finster“ spielt Miriam Fussenegger eine Hauptrolle: Eine europaweite Stromkrise legt alles lahm, und plötzlich geht es um nacktes Überleben, Nachbarschaft, Angst – und auch ein bisschen um Humor in der Katastrophe. In Staffel 1 und 2 steht sie im Zentrum der Handlung und zeigt, wie gut sie Spannung und Emotion verbinden kann.
„Hals über Kopf“ – romantische Verwicklungen made in Austria
Im österreichischen Spielfilm „Hals über Kopf“ (2023) spielt sie die Rolle der Ella Lannau. Ein romantischer, leicht chaotischer Film, wie man ihn an einem verregneten Sonntag gern schaut. Zusammen mit Otto Jaus sorgt sie hier für Tempo, Witz und Gefühl – auch das ein guter Beweis dafür, wie vielseitig sie ist.
„Schächten“ – schwere Kost mit Tiefgang
Ganz anderes Kaliber: der Film „Schächten“ (2022). Hier geht es um dunkle Kapitel österreichischer Geschichte, Schuld, Gerechtigkeit und Rache. Miriam Fussenegger spielt Anna Stöger, eingebettet in ein starkes Ensemble rund um Jeff Wilbusch, Paulus Manker und Christian Berkel. Gerade solche Produktionen zeigen, dass sie auch harte, komplexe Themen tragen kann.
TV-Filme, Serien, Landkrimi
Wer ORF schaut, ist wahrscheinlich schon öfter über sie gestolpert:
- Rollen in TV‑Filmen wie „Für dich dreh ich die Zeit zurück“
- Auftritte in Serien wie „Walking on Sunshine“
- Mitwirkung bei ORF-Landkrimis, etwa „Der Tote am Teich“ oder „Der Tote im See“
Gerade diese Landkrimi-Erfahrung wirkt wie eine kleine Vorübung für den „Tatort“: österreichische Schauplätze, spezielle Typen, der typische Schmäh – und dazwischen ernsthafte, manchmal brutale Kriminalfälle.
Neues „Tatort“-Duo: Was wir schon wissen
Der „Tatort“ ist in Österreich fast so etwas wie eine Institution. Am Sonntag um 20:15 Uhr herrscht in vielen Wohnzimmern Fernsehplicht. Umso größer war die Aufregung, als klar wurde: Harald Krassnitzer und Adele Neuhauser hören auf.
Ihr Duo Moritz Eisner und Bibi Fellner prägte über ein Jahrzehnt lang das Bild des Wiener „Tatorts“. Umso wichtiger ist die Frage: Wer übernimmt?
Nun ist es offiziell: Miriam Fussenegger und Laurence Rupp werden ab 2027 das neue österreichische Ermittler-Team bilden. Ihre Rollen heißen laut ersten Berichten Charlie Hahn und Alex Maleky. Der ORF hat das Duo inzwischen bestätigt und will gegen Ende 2025 weitere Details präsentieren.
Warum gerade Miriam Fussenegger?
Schaut man sich ihren Weg an, wirkt die Entscheidung plötzlich sehr logisch:
- Starke Theaterbasis: Sie kommt aus dem ernsthaften Schauspiel, kann Figuren von innen heraus bauen.
- Viel TV‑Erfahrung: Serien, Filme, Landkrimi – sie kennt das Arbeiten fürs Fernsehen in- und auswendig.
- Österreichische Wurzeln: Geboren in Linz, ausgebildet in Wien, präsent in heimischen Produktionen – sie bringt den lokalen Blick mit.
- Chemie mit dem Kollegen: Sie kennt Partner Laurence Rupp schon seit dem Studium – das hilft für ein glaubwürdiges Ermittlerduo enorm.
Ganz ehrlich: Ein „Tatort“-Team steht und fällt mit der Beziehung zwischen den zwei Hauptfiguren. Wenn die zwei sich nichts zu sagen haben, schaltet das Publikum ab. Wenn aber Funken sprühen – ob als Freundschaft, Reiberei oder unterschwellige Spannung – dann bleibt man dran.
Genau hier könnte Fussenegger punkten.
Was bedeutet das für den Wiener „Tatort“?
Viele Fans fragen sich jetzt: Wird der „Tatort“ ganz anders werden?
Wahrscheinlich ja – und nein.
Was bleiben dürfte
Typisch Wiener „Tatort“ ist seit Jahren eine Mischung aus:
- Gesellschaftskritik
- schwarzem Humor
- menschlich ziemlich kaputten, aber liebenswerten Figuren
- und natürlich Mord und Totschlag
Es wäre überraschend, hätte der ORF plötzlich vor, daraus einen komplett sterilen Hochglanz-Krimi zu machen. Eher ist zu erwarten, dass der spezielle Wiener Tonfall bleibt, aber frisch aufgeladen wird.
Was sich ändern könnte
Mit einem neuen Duo kommen fast automatisch neue Themen und neue Stimmungen:
- Andere Generation, andere Probleme: Miriam Fussenegger ist Jahrgang 1990 – da kommen Themen wie Wohnen, prekäre Jobs, Social Media, digitale Spuren etc. auf natürliche Weise ins Spiel.
- Mehr Gegenwart, weniger Nostalgie: Statt „früher war alles besser“ eher „wie kommen wir da jetzt lebend raus?“
- Neue Dynamik im Team: Vielleicht weniger Vater‑Tochter‑Vibe, mehr gleichberechtigte Partner auf Augenhöhe.
Als Zuschauerin oder Zuschauer kannst du dir das ein bisschen vorstellen wie einen neuen Lieblingswirt: Das Lokal bleibt gleich, aber in der Küche steht wer anderer. Manche Gerichte schmecken plötzlich anders – aber im besten Fall genauso gut oder sogar besser.
Warum Miriam Fussenegger so gut zu Österreich passt
Wenn man sich die Karriere von Miriam Fussenegger anschaut, fällt eines auf: Sie ist kein Superstar, der nur für den roten Teppich lebt. Sie wirkt eher wie jemand, der seine Arbeit ernst nimmt, sich aber selbst nicht zu wichtig.
Genau dieser Typ kommt im österreichischen Fernsehen gut an. Wir mögen keine überhöhten Figuren, sondern Menschen, die ein bissl so sind wie wir – nur halt mit mehr Text.
Drei Punkte, warum sie so gut ins österreichische TV‑Universum passt:
- Vertrautes Gesicht: Viele haben sie schon irgendwo gesehen – sei es im Landkrimi, in ORF‑Filmen oder Serien.
- Glaubwürdige Figuren: Sie spielt keine Schablonen, sondern Menschen mit Brüchen.
- Dialekt- und Sprachgefühl: Wie viele österreichische Schauspielerinnen kann sie mit Hochdeutsch und Dialekt spielen – ein großer Vorteil für Authentizität.
Wie sich der Hype um ihre Person entwickelt
Spannend ist, wie Medien und Publikum auf sie reagieren. Als erste Gerüchte die Runde machten, war die Reaktion oft: „Auf sie wäre ich nicht gekommen.“ Genau das könnte ihr größter Vorteil sein.
Stell dir vor, du suchst eine neue Wohnung. Alle reden nur von denselben Topadressen. Und dann findest du plötzlich einen etwas versteckten Altbau, der genau zu dir passt. So ähnlich fühlen sich einige Kommentare zu Miriam Fussenegger als neue „Tatort“-Kommissarin an: keine naheliegende, aber eine sehr stimmige Wahl.
Wo du mehr über Miriam Fussenegger findest
Wer tiefer eintauchen will, findet Infos und Hintergründe u. a. hier:
- Biografische Daten und Filmografie bei Wikipedia
- Artikel zur „Tatort“-Nachfolge etwa beim Standard oder bei der Tageszeitung Die Presse
- Streaming‑Infos und Hintergrundberichte zu „Tatort“ z. B. auf Joyn
Fazit: Miriam Fussenegger – vom Geheimtipp zur „Tatort“-Heldin
Miriam Fussenegger ist keine Schauspielerin, die über Nacht berühmt geworden ist. Ihr Weg führt über Theater, ORF‑Serien, TV‑Filme und österreichische Kinoproduktionen – Schritt für Schritt, Rolle für Rolle.
Jetzt steht sie vor dem größten Sprung ihrer Karriere: als neue Wiener „Tatort“-Kommissarin. Ob sie das Publikum genauso für sich gewinnen kann wie ihre Vorgänger? Das entscheidet sich erst ab 2027.
Aber eines ist schon jetzt klar: Österreich hat mit Miriam Fussenegger eine starke, vielseitige Schauspielerin, die das Potential hat, den „Tatort“ in ein neues Kapitel zu führen.
Und vielleicht sagst du in ein paar Jahren beim sonntäglichen „Tatort“-Schauen: „Weißt noch, damals? Da hat noch kaum wer ihren Namen gekannt.“




































