Po-Biss und TV-Erfolg – Wer ist Anna Werner Friedmann?
In Österreich spricht gerade jeder über Schauspielerin Anna Werner Friedmann. Die 33-jährige Wienerin sorgt gleichzeitig für TV-Erfolg und Gerichtsschlagzeilen – ein Mix, wie ihn sonst nur Boulevard-Stars kennen. Doch wer ist diese Frau wirklich, die im ZDF-Hit „Die Toten vom Bodensee“ ermittelt und in Neunkirchen wegen eines Po-Bisses vor Gericht stand? Schauen wir uns das in Ruhe an.
Wer ist Anna Werner Friedmann?
Auf ihrer offiziellen Profilseite als Schauspielerin wird sie als österreichische Schauspielerin mit Jahrgang 1992 und Geburtsort Wien geführt. Sie lebt heute zwischen Berlin und Wien und arbeitet für Film, TV und Theater. Mehr Infos im Branchenprofil.
- Nationalität: österreichisch
- Geboren: 1992 in Wien
- Wohnorte: Berlin und Wien
- Bekannt aus: „Die Toten vom Bodensee“, Theaterrolle in „Alma – A Show Biz ans Ende“
Auf der Bühne ist sie seit Jahren aktiv, besonders im Theater. Viele im deutschsprachigen Raum lernten sie außerdem über Kinderfernsehen kennen – etwa durch Auftritte in Formaten rund um „Siebenstein“.
Deutsche Medien heben sie inzwischen als eine der spannendsten neuen TV-Gesichter hervor.
Der ungewöhnliche Name – was steckt hinter „Werner“?
Viele fragen sich: Warum heißt sie nicht einfach Anna Friedmann oder Anna Werner? In Interviews mit der dpa, zitiert u.a. von DIE ZEIT, erklärt sie, wie ihr Künstlername entstanden ist.
- „Anna“ – ihr eigener Vorname
- „Werner“ – der Vorname ihres Vaters
- „Friedmann“ – ein Familienname aus der Linie ihrer Mutter
Sie sagt, ihr Vater habe sie schauspielerisch stark geprägt, und er sei bereits 80 Jahre alt. Weil es noch keine Enkelkinder gibt, wollte sie seinen Namen anders ehren – also trägt sie ihn als zweiten Vornamen im Künstlernamen. Das erzählte sie im dpa-Interview.
Gleichzeitig war es ihr wichtig, privaten und beruflichen Namen zu trennen. Was sie auf der Bühne zeigt, ist sehr persönlich – der Künstlername schafft Distanz. Oder wie sie sinngemäß sagt: Wenn es einen Klaus Maria Brandauer gibt, kann es auch eine Anna Werner Friedmann geben.
Die neue Ermittlerin in „Die Toten vom Bodensee“
Spätestens seit Herbst 2025 kennt sie fast jeder Krimi-Fan im deutschsprachigen Raum: Anna Werner Friedmann ist die neue Ermittlerin in der beliebten ZDF/ORF-Reihe „Die Toten vom Bodensee“. In der Episode „Der Wunschbaum“, die Ende Oktober ausgestrahlt wurde, hatte sie ihren ersten Auftritt als Kriminalinspektorin Mara Eisler. Infos zur Reihe gibt es beim ZDF.
- Rolle: Kriminalinspektorin Mara Eisler
- Sender: ZDF / ORF
- Partner vor der Kamera: Matthias Koeberlin als Micha Oberländer
- Besonderheit der Figur: Sie zeigt kaum Gefühle – wegen einer Kopfverletzung in ihrer Vorgeschichte
Spannend ist: Privat gilt Anna Werner Friedmann als warmherzig, naturverbunden und eher nostalgisch. In Porträts, etwa in der „Welt“, wird sie als technikkritisch beschrieben – sie mag soziale Medien nicht, schreibt lieber Briefe und vergleicht ihr Leben ein wenig mit „Die fabelhafte Welt der Amélie“. Genau dieser Kontrast macht sie so interessant für Fans.
Warum kommt Mara Eisler so gut an?
Die Rolle der Mara Eisler ist nicht die typische TV-Kommissarin, die ständig coole Sprüche klopft. Sie wirkt kontrolliert, fast unterkühlt. Das liegt an der fiktiven Kopfverletzung, die die Figur laut Berichten geprägt hat. Kritiken loben die komplexe Figur.
Für eine Schauspielerin ist so eine Rolle ein Geschenk: wenig äußere Emotionen, aber innerlich brodelt es. Wer die erste Folge mit ihr gesehen hat, merkt schnell – da steckt viel Feinarbeit in Blicken, Pausen und Gesten.
Wenn du gern Krimis mit psychologischem Tiefgang schaust, ist es spannend zu beobachten, wie Anna Werner Friedmann diesen Charakter weiterentwickelt. Viele Zuschauerinnen und Zuschauer fragen sich schon jetzt: Wird Mara Eisler mit der Zeit weicher? Oder bleibt sie die stille, kühle Ermittlerin am Bodensee?
Der Po-Biss am Semmering – was ist da passiert?
So viel zur Karriere. Doch warum ist Schauspielerin Anna Werner Friedmann momentan in so vielen Schlagzeilen? Der Grund: ein Gerichtsverfahren in Neunkirchen mit einem sehr ungewöhnlichen Vorwurf.
Im August 2023 spielte sie im Stück „Alma – A Show Biz ans Ende“ im historischen Südbahnhotel am Semmering. Sie verkörperte dort die berühmte Alma Mahler-Werfel, bekannt für ihr bewegtes Liebesleben. Das berichten mehrere Medien übereinstimmend.
Bei einer Aufführung soll Anna Werner Friedmann einem Kollegen auf der Bühne zu fest in den Po gebissen haben. Der Biss war Teil der Szene – aber offenbar schmerzhafter als sonst. Später wurden außerdem Brandverletzungen durch eine Fackel thematisiert, die laut Verteidigung auf ein Stolpern zurückgehen sollen.
Das Urteil in Neunkirchen
Am 2. Dezember 2025 endete der Prozess vor dem Bezirksgericht Neunkirchen in Niederösterreich. Mehrere Medien, darunter Heute.at, MOPO und andere berichten:
- Sie muss eine Geldbuße von 2.100 Euro zahlen.
- Das Verfahren wurde im Rahmen einer Diversion beendet – also ohne Verurteilung.
- Vom Vorwurf der sexuellen Belästigung wurde sie freigesprochen.
Wichtig: Eine Diversion bedeutet rechtlich gesehen keine Verurteilung. Die Richterin sah zwar eine Körperverletzung, aber im Rahmen des Strafprozessrechts gibt es die Möglichkeit, Verfahren mit Zahlung einer Geldbuße zu beenden, ohne dass ein Schuldspruch im Strafregister landet.
Der Vorwurf der sexuellen Belästigung wurde verworfen – unter anderem, weil das bloße Herunterziehen einer Hose auf der Bühne laut Gericht nicht ausreicht, um diesen Tatbestand zu erfüllen. Das bestätigen Berichte mehrerer Agenturen.
Was sagt Anna Werner Friedmann dazu?
Vor Gericht räumte sie ein, dass der Biss „wesentlich intensiver als normalerweise“ gewesen sei. Sie erklärte, dass das Spiel in dieser Aufführung generell intensiver war als sonst. Ihr Anwalt sprach von einem Unglück auf der Bühne, nicht von Absicht.
Medien zitieren den Verteidiger mit den Worten, sie sei erleichtert, dass der „Spuk“ nun vorbei sei. Man kann sich gut vorstellen, was so ein Verfahren für eine Schauspielerin bedeutet: Schlagzeilen, Social-Media-Kommentare (auch wenn sie selbst keine Fan von Social Media ist) und die Sorge, wie sich das auf ihre Karriere auswirkt.
Bühne, Risiko und Körperkontakt – wo sind die Grenzen?
Der Fall wirft eine Grundsatzfrage auf, die weit über Anna Werner Friedmann hinausgeht: Wie weit darf Theater gehen? Auf der Bühne werden oft Grenzen verschoben – körperlich, emotional, moralisch. Gerade in modernen Inszenierungen ist körperlicher Einsatz Alltag: Umarmungen, Raufen, Küsse, Stürze, manchmal auch Schläge.
Ein Schauspieler hat mir einmal erzählt, dass er bei einer Probe versehentlich so heftig gestoßen wurde, dass er sich zwei Rippen angebrochen hat. Niemand wollte ihm wehtun – aber wenn Adrenalin und Emotionen hochfahren, kann es schnell passieren, dass eine Bewegung stärker wird als geplant.
Ähnlich klingt es nun auch bei Anna Werner Friedmann: Der Po-Biss gehörte offenbar schon länger zum Stück. An diesem Abend war er eben zu kräftig. Dass so etwas vor Gericht landet, zeigt, wie heikel die Mischung aus Kunstfreiheit, körperlichem Risiko und persönlichen Grenzen sein kann.
Was lernen wir als Publikum daraus?
- Auf der Bühne ist vieles abgesprochen – aber nie völlig risikofrei.
- Auch Profis können im Eifer des Gefechts über das Ziel hinausschießen.
- Grenzen und Einverständnis müssen im Ensemble immer wieder klar besprochen werden.
Vielleicht wirst du beim nächsten Theaterbesuch etwas anders hinschauen: Wie viel Vertrauen braucht es, sich so nah zu kommen? Wie viel Mut, den eigenen Körper als Werkzeug der Kunst einzusetzen?
Zwischen Skandal und Star-Rolle – was bedeutet das für ihre Karriere?
In der Öffentlichkeit prallen jetzt zwei Bilder aufeinander: die neue TV-Kommissarin am Bodensee und die Schauspielerin mit dem Po-Biss. Für Boulevardmedien ist das natürlich ein gefundenes Fressen. Schlagzeilen wie „wilde Szenen“ oder „Po-Biss vor Gericht“ machen sofort neugierig.
Ob das ihrer Karriere langfristig schadet oder sie sogar bekannter macht, wird sich erst zeigen. Fernsehen liebt starke Geschichten – und der Weg von der Theaterkünstlern zur TV-Ermittlerin mit Skandalnote bleibt in den Köpfen.
Fest steht: Talent, Ausbildung und Erfahrung bringt Anna Werner Friedmann reichlich mit. Ihr Profil als Schauspielerin zeigt jahrelange Theaterarbeit, körperlich fordernde Rollen und eine breite Palette an Fähigkeiten – von Bühnenkampf bis Reiten. Das belegt ihre Branchenvita.
Fazit: Mehr als nur der „Po-Biss“
Wer nur die Schlagzeile „Schauspielerin beißt Kollegen in den Po“ liest, bekommt ein verzerrtes Bild. Dahinter steckt eine hoch ausgebildete Schauspielerin aus Wien, die sich ihren Künstlernamen bewusst gewählt hat, ihren Vater ehrt, soziale Medien meidet und gerade den Sprung in eine der beliebtesten Krimireihen im deutschsprachigen Fernsehen geschafft hat.
Ja, der Vorfall am Semmering war heftig genug, um vor Gericht zu landen. Ja, sie zahlt eine Geldbuße von 2.100 Euro. Aber nein, sie wurde nicht verurteilt und vom Vorwurf der sexuellen Belästigung freigesprochen.
Vielleicht ist das die spannendste Seite an dieser Geschichte: Dass ein Mensch gleichzeitig Fehler machen, Grenzen überschreiten und trotzdem künstlerisch wachsen kann. Und dass hinter einer lauten Schlagzeile oft ein viel leiserer, komplexerer Mensch steckt – in diesem Fall: Anna Werner Friedmann, die neue, umstrittene, aber bemerkenswerte Ermittlerin vom Bodensee.
Hast du „Die Toten vom Bodensee“ mit ihr schon gesehen? Vielleicht lohnt es sich, beim nächsten Mal genauer hinzusehen – auf die Schauspielerin, nicht nur auf die Schlagzeilen.




































