The Abandons auf Netflix: Blutiger Western-Hype jetzt auch in Österreich
Netflix startet heute mit „The Abandons“ eine neue Western-Serie – und ganz ehrlich: So viel Staub, Blut und starke Frauenrollen gab es im Wilden Westen schon lange nicht mehr. In den USA wird schon heiß diskutiert. Zeit, dass wir uns in Österreich das Spektakel genauer anschauen.
Worum geht es in „The Abandons“?
Die Serie spielt Mitte des 19. Jahrhunderts in der amerikanischen Wildnis. Statt einsamer Cowboys steht eine ungewöhnliche Familie im Mittelpunkt: Fiona Nolan, eine tief gläubige irische Einwanderin, die keine eigenen Kinder bekommen kann, baut sich ihre Familie aus Waisen und Ausgestoßenen auf. Gemeinsam versuchen sie, sich ein Stück Land und ein besseres Leben zu sichern.
Doch natürlich gilt im Western eine einfache Regel: Wo es Land gibt, gibt es Gier. Und genau hier kommt Constance Van Ness ins Spiel, eine eiskalte Minenbesitzerin, die das Gebiet kontrollieren will – koste es, was es wolle. Zwischen den beiden Frauen entwickelt sich ein brutaler Machtkampf um Boden, Ehre und Familie.
Stars, die du garantiert kennst
Allein der Cast macht „The Abandons“ für viele schon zur Pflichtserie:
- Lena Headey (bekannt als Cersei aus „Game of Thrones“) spielt Fiona Nolan, die schroffe, aber herzliche Anführerin ihrer Patchwork-Familie.
- Gillian Anderson (u.a. „Akte X“, „Sex Education“, „The Crown“) verkörpert Constance Van Ness, die knallharte Gegenspielerin mit viel Geld und noch mehr Ehrgeiz.
- Dazu kommen junge Talente und bekannte Gesichter wie Nick Robinson und Aisling Franciosi.
Die Mischung aus Emmy-Stars und Newcomern sorgt dafür, dass jede Szene schauspielerisch sitzt – selbst dann, wenn die Story mal etwas dünn wirkt.
Wer steckt hinter „The Abandons“?
Die Serie stammt von Kurt Sutter, dem Mann hinter „Sons of Anarchy“. Wer seine Biker-Saga kennt, weiß: Sutter liebt brutale Familiengeschichten, moralische Grauzonen und plötzliche Gewaltspitzen. Genau das bringt er jetzt in den Western.
Spannend: Kurz vor Ende der Dreharbeiten ist Sutter wegen „kreativer Differenzen“ bei Netflix ausgestiegen. Das fühlt man der Serie an manchen Stellen auch an – manche Kritiker nennen sie „zersplittert“ oder „halbherzig“, andere loben gerade die raue, unpolierte Art.
Wie brutal ist „The Abandons“ wirklich?
Wer bei „Western“ an gemütliche Lagerfeuer und romantische Sonnenuntergänge denkt, wird hier ziemlich schnell auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt.
- Es gibt Schießereien, Messerstechereien und blutige Racheaktionen.
- Der Kampf um Land ist hart, dreckig und oft gnadenlos.
- Die Serie zeigt klar, wie mächtig Geld schon damals war – und wie wenig ein Menschenleben zählt, wenn Bodenschätze im Spiel sind.
Das Ganze ist nichts für zarte Nerven, aber genau das macht den Reiz aus. „The Abandons“ versucht, den Western nicht zu romantisieren, sondern so dreckig zu zeigen, wie das Leben an der Grenze vermutlich war.
Starke Frauen im Wilden Westen
Einer der spannendsten Punkte: Hier bestimmen nicht Cowboy-Helden, sondern Frauen die Geschichte. Gleich zwei Matriarchinnen prallen frontal aufeinander – Fiona und Constance.
Fiona steht für Glauben, Familie und Zusammenhalt. Sie ist moralisch, aber keineswegs weich. Wenn es um ihre Kinder geht, kann sie extrem brutal werden.
Constance repräsentiert Macht, Kapital und Kontrolle. Sie lächelt selten, aber wenn, dann weiß man: Es wird unangenehm.
Gerade für Zuschauerinnen, die von den üblichen Western-Klischees genervt sind, bietet „The Abandons“ eine erfrischend andere Perspektive: Frauen als Strippenzieherinnen, nicht als Anhängsel.
Wie sind die ersten Kritiken?
Hier wird es spannend – und ein bisschen gemein. Internationale Medien sind sich nicht einig:
- Einige Magazine kritisieren, die Serie sei „zu dünn erzählt“ und verliere sich in ihrer eigenen Schwere.
- Andere loben die düstere Stimmung, die starken Hauptdarstellerinnen und die Gewalt als bewusst eingesetztes Stilmittel.
- Oft fällt das Urteil: optisch stark, inhaltlich durchwachsen.
Die „Hollywood Reporter“ und „Variety“ sprechen von einer „enttäuschend leichten“ bzw. „halbherzigen“ Western-Serie, die weniger liefert, als der große Cast verspricht. Die „Guardian“-Kritik bemängelt einen ernsten Ton mit „holprigen“ Dialogen, betont aber auch, dass die Serie sich im Laufe der Folgen steigert.
Und genau hier kommst du ins Spiel: Die Frage ist, ob „The Abandons“ für dich ein lauwarmer Western ist – oder genau die Art blutige Familiensaga, auf die du gewartet hast.
„The Abandons“ in Österreich: Lohnt sich das Einschalten?
Wenn du in Österreich Netflix hast, kannst du „The Abandons“ ab sofort bequem streamen. Die Serie ist ab heute (4. Dezember 2025) auch im österreichischen Katalog verfügbar.
Für wen lohnt sie sich besonders?
- Für Fans von „Sons of Anarchy“, die Sutter-typische Gewalt und gebrochene Familien lieben.
- Für alle, die Lena Headey oder Gillian Anderson sowieso alles schauen.
- Für Zuschauer, die Western mögen, aber genug von klassischen Cowboy-Märchen haben.
- Für alle, die Lust auf eine düstere, serielle Dramaserie mit viel Schlamm und wenig Glamour haben.
Wenn du hingegen eher auf leichte Unterhaltung, Humor oder romantische Storys stehst, könnte dir „The Abandons“ zu schwer und zu brutal sein.
Persönliche Einordnung: Western für Binge-Nächte?
Stell dir vor, du sitzt an einem grauen Winterabend in Wien, Linz oder Graz auf der Couch. Draußen ist es nass, drinnen braucht es etwas, das dich komplett wegbeamt. Genau hier funktioniert „The Abandons“ ziemlich gut:
- Die Folgen sind intensiv, visuell stark und emotional aufgeladen.
- Die Serie ist wie ein Mix aus Western, Gangsterdrama und Familienfehde.
- Sie zwingt dich, Parallelen zu heute zu ziehen: Landraub, Macht von Konzernen, hilflose Gemeinschaften – klingt irgendwie vertraut, oder?
Natürlich ist nicht jede Szene perfekt. Manche Dialoge wirken gestelzt, manche Wendung übertrieben. Aber mal ehrlich: Ein Boulevard-Western wie dieser lebt eher von Emotion und Tempo als von feinster Drehbuch-Feinarbeit.
Was macht „The Abandons“ besonders?
Im Vergleich zu anderen aktuellen Serien punktet „The Abandons“ vor allem mit:
- Starker Bildsprache: raue Landschaften, dreckige Kostüme, intensive Farben.
- Fokus auf „gefundenen Familien“: Menschen, die sich aus Not zusammenfinden – wie viele Patchwork-Familien heute.
- Konflikt auf Augenhöhe zwischen zwei Frauen, nicht zwischen Gut und Böse, sondern zwischen zwei Blicken auf Macht und Gerechtigkeit.
Wenn du Serien magst, bei denen du mit den Figuren mitfieberst, obwohl (oder gerade weil) sie Fehler machen, könnten dir Fiona und Constance im Gedächtnis bleiben.
Wie viele Folgen hat „The Abandons“?
Die erste Staffel umfasst eine überschaubare Anzahl an Episoden, jede rund 35 bis 50 Minuten lang. Perfekt, um sie über ein Wochenende durchzubingen – oder jeden Abend eine Folge zu schauen. So hast du genug Zeit, dich in die Welt von Jasper Hollow, den Konflikt um das Land und die „verlorenen Seelen“ hineinzuziehen.
Wo kannst du „The Abandons“ streamen?
„The Abandons“ läuft exklusiv auf Netflix. Wenn du noch kein Abo hast, kannst du es direkt bei Netflix abschließen oder über Kombiangebote wie Magenta TV in Österreich bekommen. Ein Überblick findest du auf der österreichischen Netflix-Seite unter Netflix oder bei deinem TV- und Internetanbieter.
Fazit: Einschalten oder weiterreiten?
„The Abandons“ ist keine perfekte Serie – aber eine, über die man reden wird. Sie ist düster, heftig, laut und emotional. Genau die Art von Western, die lieber aneckt, als brav im Hintergrund zu laufen.
Wenn du Lust auf:
- einen modernen Western,
- zwei grandiose Hauptdarstellerinnen,
- familiäre Dramen mit viel Dreck unter den Nägeln
hast, dann gib „The Abandons“ eine Chance. Vielleicht bist du am Ende einer der Zuschauer, die sagen: „Ja, etwas chaotisch – aber genau das macht den Reiz aus.“
Und jetzt Hand aufs Herz: Drückst du heute Abend auf Play – oder lässt du diesen Zug ohne dich in den Sonnenuntergang reiten?




































