Franziska Gritschs Comeback: Top-10 in Sölden, neue Ziele
Die Tirolerin Franziska Gritsch hat zum Weltcup-Auftakt in Sölden ein starkes Zeichen gesetzt: Platz zehn im Riesentorlauf – und beste ÖSV-Läuferin. Für viele Fans kam das genau zur richtigen Zeit. Ein gelungener Start in einen Winter, der für sie wichtiger kaum sein könnte.
Wer ist Franziska Gritsch?
- Jahrgang 1997, geboren in Innsbruck, aufgewachsen im Ötztal.
- Startet für den SC Sölden-Hochsölden, stark in Riesenslalom und Slalom.
- Team-Silber bei der Ski-WM 2019 in Åre.
Mit ihrer offensiven Fahrweise hat Gritsch schon mehrfach aufgezeigt – vom Europacup bis zu Weltcup-Top-10s. Die WM-Teammedaille 2019 war ihr bisher größter internationaler Erfolg.
Saison 2025/26: Neustart unter Druck
Im Mai 2025 kam die Ernüchterung: Gritsch schaffte die ÖSV-Kaderkriterien (Top‑30 in einer Disziplin) nicht und rutschte aus dem Nationalteam. Sie nahm die Entscheidung selbstkritisch, kündigte aber an, weiterzukämpfen.
Seit ihrer Trennung von den ÖSV-Strukturen setzt sie auf ein Privatteam – ein mutiger Weg, der Organisation, Reiseplanung und Finanzierung anspruchsvoller macht. Laut eigenen Aussagen hält sie daran fest, weil das Setup für sie passt.
Zusätzlicher Druck: Laut einem TV-Kommentar beim Saisonstart hat der Verband eine Deadline bis Weihnachten formuliert – acht Rennen (vier Slaloms, vier Riesentorläufe), um Ergebnisse zu liefern. Das erhöht die Spannung für die nächsten Wochen.
Sölden 2025: Ein Signal zur richtigen Zeit
Der Riesenslalom in Sölden ist traditionell ein Gradmesser. Heuer gewann Lara Gut-Behrami hauchdünn vor Federica Brignone – und Gritsch fuhr mit Rang zehn in die Top‑10. Genau so ein Ergebnis braucht es, um Selbstvertrauen und Startplätze zu festigen.
Schon zuvor zeigte sie, was möglich ist: Anfang 2024 wurde sie in Kranjska Gora Siebente – damals ebenfalls als beste Österreicherin. Solche Tage beweisen, dass der Speed da ist.
Was kommt als Nächstes?
Nach dem Auftakt stehen die Technik-Highlights an – unter anderem der Slalom in Gurgl Ende November. Auch medial ist der Winter besonders präsent: Der ORF hat sein Expert:innen-Team vergrößert, die Rennen laufen breit im TV und Stream. Für Gritsch heißt das: viele Bühnen, um ihre Form zu zeigen.
Warum Gritschs Weg so spannend ist
- Eigenes Setup: Privatteam statt Verbandsstruktur – mehr Freiheit, aber auch mehr Verantwortung.
- Klarer Fokus: Riesenslalom und Slalom bleiben ihre besten Chancen auf Punkte.
- Mentale Stärke: Nach Rückschlägen wieder angreifen – das braucht Dickkopf und Geduld.
Vielleicht kennst du das aus dem Alltag: Man verlässt die Komfortzone, weil man überzeugt ist, damit besser zu fahren. An guten Tagen fühlt sich das richtig an – an schwierigen Tagen kostet es Nerven. Genau da steckt Gritsch gerade drin.
Worauf wir in den nächsten Rennen achten
- Stabiler erster Lauf: Ein sauberes Grundtempo und weniger Zeitverluste oben entscheiden oft über Top‑15 oder Top‑30.
- Fehlerquote im Steilhang: Kleine Rutscher summieren sich – besonders im Riesenslalom.
- Konstanz: Punkte in Serie sind jetzt wichtiger als einzelne Ausreißer nach oben.
Kurzer Blick zurück – für die Motivation
Mit WM-Silber im Team 2019 und mehreren Top‑10s hat Gritsch bereits bewiesen, dass sie auf höchstem Niveau bestehen kann. Der Top‑10-Start in Sölden ist darum mehr als nur ein guter Tag – er kann der Startschuss für einen stabilen Winter sein.
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Fazit
Franziska Gritsch hat den schwierigen Sommer sportlich beantwortet. Jetzt gilt: dranbleiben, Punkte sammeln, Ruhe bewahren. Wir drücken die Daumen – und freuen uns auf die nächsten Rennen.





































