Stefan Kraft schreibt Rekordgeschichte und wird Papa
Ganz Ski-Österreich spricht über Stefan Kraft. Rekordsieg in Falun, Weltcup-Punkterekord, Gleichzug mit einer Legende – und jetzt auch noch bald Papa. Klingt nach einem Drehbuch? Ist aber echte österreichische Sportgeschichte.
Der Rekordsprung von Falun
Am 25. November 2025 hat Stefan Kraft in Falun wieder zugeschlagen. Auf der Normalschanze sprang er auf 97,5 Meter – Schanzenrekord – und holte sich souverän den Sieg. Dafür gab es 100 Weltcup-Punkte.
Diese 100 Punkte waren mehr als nur ein weiterer Strich in der Ergebnisliste. Mit nun 15.811 Weltcup-Punkten überholte Kraft den Finnen Janne Ahonen (15.758) und ist jetzt Nummer 1 in der ewigen Weltcup-Punkterangliste.
Dazu kommt: Der Sieg in Falun war sein 46. Weltcupsieg. Damit zieht er mit dem legendären „Schanzen-Gott“ Matti Nykänen gleich. Vor ihm liegt nur noch ÖSV-Kollege Gregor Schlierenzauer mit 53 Erfolgen.
Warum dieser Rekord so besonders ist
Stell dir vor, du würdest jeden Tag zur Arbeit gehen und über Jahre hinweg fast immer Top-Leistung bringen. Genau so ist es bei Stefan Kraft im Skisprung-Weltcup. Weltcup-Punkterekord heißt: Niemand war so lange, so konstant so gut wie er.
- 15.811 Punkte – mehr als jeder andere Springer der Geschichte
- 46 Weltcupsiege – Platz 2 in der ewigen Bestenliste
- Über 120 Podestplätze – so gut wie jede Saison ganz vorne dabei
Dieser Mix aus Konstanz und Klasse macht Kraft zum Gesicht des modernen Skispringens.
Der Dominator des Winters: Kraft im Weltcup 2025/26
Auch die neue Saison 2025/26 hat er stark begonnen. Nach drei von 30 Springen führt Kraft die Gesamtwertung im Weltcup mit 205 Punkten an und liegt vor Top-Stars wie Ryoyu Kobayashi.
Österreich dominiert überhaupt als Team: In der Nationenwertung liegt der ÖSV klar vor Slowenien und Japan.
Man merkt: Wenn Kraft in Form ist, zieht er die ganze Mannschaft mit. Genau das lieben die Fans in Österreich – dieses Gefühl, dass bei jedem Sprung etwas Großes passieren kann.
Vom Pongau an die Weltspitze
Wer ist dieser Mann, der von den Schanzen der Welt nicht mehr wegzudenken ist?
- Geboren am 13. Mai 1993 in Schwarzach im Pongau
- Seit 2012 fix im Weltcup
- Olympiasieger mit dem Team 2022 in Peking
- Mehrfacher Weltmeister und Gesamtweltcup-Sieger
- Sieger der Vierschanzentournee
Seine Karriere ist eine Sammlung an Trophäen: WM-Gold, Olympia-Gold, Tourneesieg, Kristallkugeln – und jetzt der Weltcup-Punkterekord. Viele Sportler träumen von einem einzigen dieser Titel. Kraft hat sie fast alle.
Wer mehr über seine Karriere nachlesen will, findet ein ausführliches Porträt auf der offiziellen Seite der Olympischen Spiele unter Olympics.com.
Rekorde – und dann ab nach Hause zum Baby
Mitten in diesem Rekordrausch sorgt eine private Nachricht für große Aufmerksamkeit: Stefan Kraft wird Vater.
Nach seinen Auftritten in Falun reist er zurück nach Hause zu seiner hochschwangeren Frau Marisa. Damit verpasst er den nächsten Weltcup in Ruka, wie unter anderem Eurosport berichtet.
Der Grund ist simpel und menschlich: Er will bei der Geburt seines ersten Kindes dabei sein. Kein Rennen, kein Weltcup, keine Punktejagd – sondern Familie zuerst.
„Ein Baby kann man schlecht planen“
Kraft sagt selbst, ein Baby lasse sich „schlecht planen“. Ein bis zwei Wochen Weltcup-Pause seien sicher möglich, fünf Wochen aber nicht.
Genau dieses Zitat zeigt, wie sehr er versucht, beides unter einen Hut zu bringen: Spitzensport und Familienleben. Und Hand aufs Herz: Wer würde nicht genauso entscheiden?
Die FIS wünscht ihm offiziell „viel Glück und Gesundheit“ – und ganz Ski-Österreich tut es genauso.
Wie wirkt sich die Baby-Pause auf den Weltcup aus?
Natürlich stellt sich die Frage: Was bedeutet diese Pause für den Weltcup 2025/26?
- Kurzfristig: Andere Springer bekommen die Chance auf Siege und Gelb.
- Mittelfristig: Kraft dürfte in Topform zurückkehren – mental sogar stärker.
- Langfristig: Ein paar ausgelassene Springen ändern nichts an seinem Legendenstatus.
In Ruka wird er von Jonas Schuster vertreten, dem Sohn des bekannten Trainers und Experten Werner Schuster. Ein spannender Name für die Zukunft, aber der große Star bleibt natürlich Kraft.
Als mögliche Comeback-Orte nennt er Wisla oder Klingenthal, spätestens zur Vierschanzentournee sollte er wieder dabei sein – dann vielleicht schon als frisch gebackener Papa mit Extramotivation.
Warum die Fans Stefan Kraft so lieben
Es sind nicht nur die Zahlen, die bei Stefan Kraft beeindrucken. Es ist auch seine Art.
- Er wirkt bodenständig, trotz aller Erfolge.
- Er strahlt Ruhe und Freude aus – selbst nach Rückschlägen.
- Er ist ein Teamplayer, der seine Kollegen mitzieht.
Viele Fans erzählen, dass sie bei einem Kraft-Sprung automatisch genauer hinschauen. Man weiß nie, ob er nicht doch wieder einen Schanzenrekord rauszaubert.
Vielleicht geht es dir ähnlich: Man sitzt auf der Couch, draußen ist es finster und kalt, der Glühwein dampft – und im TV beschleunigt ein Österreicher auf der Anlaufspur, den ganz Europa kennt. Dieses Gefühl von „Da ist einer von uns ganz vorne dabei“ ist ein wichtiger Teil der österreichischen Wintersport-Seele.
Was noch alles möglich ist
Mit 32 Jahren und dieser Erfolgsbilanz könnte man meinen, Kraft wäre schon am Ende seiner Karriere. Aber viel spricht dagegen:
- Er ist körperlich top in Schuss.
- Er springt technisch auf einem extrem hohen Niveau.
- Er wirkt mental entspannt und motiviert.
Die Jagd nach weiteren Rekorden ist also noch lange nicht vorbei.
Welche Marken kann er noch knacken?
- Mehr Weltcupsiege: Schlierenzauer liegt mit 53 Siegen „nur“ sieben Erfolge vor ihm.
- Weitere Kristallkugeln: Als Führender im Gesamtweltcup ist die nächste schon in Reichweite.
- Noch mehr WM- und Olympia-Medaillen: Vor allem 2026/27 könnten wieder große Jahre werden.
Und dann ist da noch der emotionale Aspekt: Wie oft wird er seinem Kind später erzählen können, wie er von Schanze zu Schanze geflogen ist? Allein diese Vorstellung könnte für Extrapower sorgen.
Fazit: Ein österreichischer Held zwischen Schanze und Wickeltisch
Stefan Kraft ist längst mehr als „nur“ ein erfolgreicher Skispringer. Er ist:
- Rekordhalter im Weltcup-Punktestand
- Mehrfacher Weltmeister und Olympiasieger
- Publikumsliebling in Österreich und weit darüber hinaus
- Bald Papa – und damit mitten in einem neuen Lebenskapitel
Sein Sieg und Rekord in Falun haben die Sportwelt beeindruckt. Sein Entschluss, den Weltcup kurz zu verlassen und bei der Geburt seines Kindes dabei zu sein, berührt dagegen auf einer ganz anderen Ebene. Es zeigt: Hinter dem Weltklasse-Athleten steht ein Mensch mit klaren Prioritäten.
Wie geht es weiter? Kommt er in Wisla zurück, in Klingenthal – oder erst zur Tournee? Ganz ehrlich: Egal wann. Österreich wird wieder vor dem Fernseher sitzen, wenn er oben am Balken sitzt, kurz nach unten blickt, tief durchatmet – und dann abhebt.
Eines ist sicher: Die Geschichte von Stefan Kraft ist noch lange nicht zu Ende geschrieben.




































