Shopify in Österreich nutzen: So startest du deinen Onlineshop jetzt
Du spielst mit dem Gedanken, in Österreich einen Shopify-Shop zu starten – weißt aber nicht so recht, wo du anfangen sollst? Kein Wunder: Überall liest man von Abo-Preisen, Zahlungsarten, Apps und SEO. In diesem Artikel nehmen wir dich an der Hand und gehen alles Schritt für Schritt durch – verständlich, ohne Fachchinesisch und mit vielen Praxisbeispielen.
Was ist Shopify überhaupt?
Shopify ist eine E‑Commerce-Plattform, mit der du relativ schnell einen eigenen Onlineshop bauen kannst – ohne Programmierer zu sein. Du meldest dich an, wählst ein Design, lädst Produkte hoch, richtest Zahlungen ein – und schon kannst du verkaufen.
Wichtig für dich als Unternehmer:in in Österreich:
- Shop-Oberfläche ist auch auf Deutsch verfügbar
- Preise und Gebühren erscheinen in Euro (EUR) für österreichische Händler:innen
- Mit Shopify Payments kannst du typische lokale Zahlarten wie EPS und Klarna nutzen
Shopify Preise in Österreich: Welche Pläne gibt es?
In Österreich bietet Shopify aktuell mehrere Tarife an, zum Beispiel über die offizielle Seite shopify.com/at. Dort findest du die jeweils gültigen Euro-Preise und Aktionen (oft gibt es z. B. ein kostenloses Testangebot und danach einige Monate für nur 1 €).
Die wichtigsten Shopify-Pläne für Österreich
- Basic – für Einzelunternehmer:innen und Einsteiger
- Grow – für kleine Teams, die etwas mehr brauchen
- Advanced – für wachsende Shops mit mehr Umsatz
- Shopify Plus – für große, komplexe Unternehmen und Marken
Die Euro-Preise können sich ändern, aber grob gesagt liegst du beim jährlichen Tarif in Österreich ungefähr hier:
- Basic: um die 20–30 € pro Monat
- Grow: um die 60–80 € pro Monat
- Advanced: deutlich über 200 € pro Monat
- Plus: im vierstelligen Bereich in USD, eher für große Player
Dazu kommen noch Kartengebühren, zum Beispiel bei Shopify Payments in Österreich (je nach Plan unterschiedlich) und – wenn du externe Zahlungsanbieter nutzt – ein zusätzlicher Prozentsatz pro Transaktion.
Shopify in Österreich: Wichtige Zahlungsarten
Gerade in Österreich ist das Thema Bezahlung entscheidend. Viele Kund:innen haben ihre Lieblings-Zahlungsart – wenn du die nicht anbietest, springen sie ab. Shopify ist hier ziemlich stark aufgestellt.
Kredit- und Debitkarten
Mit Shopify Payments in Österreich kannst du u. a. diese Karten akzeptieren:
- Visa
- Mastercard
- Maestro
- American Express
- UnionPay
Die Aktivierung ist einfach: Shopify Payments einschalten – und Kartenzahlungen laufen im Hintergrund über Shopify. Du siehst alle Zahlungen direkt im Admin, musst nicht extra ein separates Zahlungs-Gateway managen.
Lokale Zahlungsmethoden in Österreich
Hier wird es für den österreichischen Markt spannend. Über Shopify Payments kannst du verschiedene lokale Zahlungsarten aktivieren. Ein Beispiel ist EPS (Electronic Payment Standard) – ein in Österreich sehr verbreitetes Online-Banking-Verfahren.
- EPS – ideal für österreichische Kund:innen, die direkt über ihr Online-Banking zahlen möchten
- Klarna – „Jetzt kaufen, später zahlen“, besonders beliebt bei jüngeren Zielgruppen
- Weitere Methoden wie iDEAL, Bancontact usw. für internationale Kund:innen je nach Land
Der Clou: Welche Zahlungsmethoden deine Kund:innen sehen, hängt von deren Standort ab. Ein Gast aus den Niederlanden kann z. B. iDEAL sehen, während deine österreichischen Kund:innen EPS oder Klarna sehen. Das fühlt sich für alle vertraut an und erhöht deine Conversion.
Krypto-Zahlungen
Shopify ermöglicht in Österreich sogar Zahlungen mit USDC (USD Coin) über Shopify Payments, sofern verfügbar. Das ist (noch) eher eine Nische, kann aber für bestimmte Zielgruppen ein netter Bonus sein.
Wie startest du praktisch mit Shopify in Österreich?
Schauen wir uns Schritt für Schritt an, wie ein typischer Start aussehen kann. Stell dir vor, du bist in Wien und möchtest handgemachte Kerzen verkaufen.
1. Kostenlos testen und Plan wählen
- Gehe auf shopify.com/at
- Melde dich für den kostenlosen Test an
- Entscheide dich nach der Testphase für einen Plan – für den Start reicht meist Basic
Trick aus der Praxis: Starte wirklich klein. Es ist verlockend, gleich den großen Advanced-Plan zu wählen, aber oft zahlst du dann für Funktionen, die du am Anfang gar nicht nutzt.
2. Sprache, Währung und Steuern für Österreich einstellen
Im Shopify-Admin kannst du:
- Deutsch als Shop-Sprache wählen
- Euro (EUR) als Standardwährung festlegen
- Dein Land/Region: Österreich definieren
Danach kümmert sich Shopify im Hintergrund um typische Dinge wie Steuersätze – die solltest du aber unbedingt mit deinem Steuerberater abstimmen, gerade wenn du z. B. in mehrere EU-Länder verkaufst oder digitale Produkte anbietest.
3. Design auswählen und anpassen
Shopify bietet kostenlose und kostenpflichtige Themes. Für den Start reichen meist die kostenlosen. Mit dem visuellen Editor kannst du per Drag-and-Drop arbeiten – Texte, Bilder, Farben, Logos.
Eine gute Struktur für österreichische Shops könnte z. B. so aussehen:
- Startseite
- Shop / Produkte
- Über uns
- Versand & Rückgabe
- Kontakt
- Impressum & Datenschutz
4. Produkte anlegen
Beim Anlegen eines Produkts solltest du auf Folgendes achten:
- Titel: Klar und suchmaschinenfreundlich (z. B. „Sojakerze Lavendel 200 ml – Handgemacht in Österreich“)
- Beschreibung: Kurz, informativ, mit passenden Keywords wie „Shopify Onlineshop“, „Kerzen kaufen Österreich“ usw.
- Bilder: Helle, klare Fotos, mehrere Perspektiven
- Preis in EUR, inkl. oder exkl. Steuer – je nach Konfiguration
5. Zahlungen und Versand einrichten
Unter Einstellungen > Zahlungen kannst du Shopify Payments aktivieren und zusätzliche Anbieter ergänzen (z. B. PayPal). Unter Versand und Zustellung definierst du deine Versandzonen: etwa Österreich, EU, Schweiz mit unterschiedlichen Preisen.
Viele österreichische Shops arbeiten mit:
- Standardversand Österreich (z. B. 4,90 €)
- Gratisversand ab einem bestimmten Bestellwert (z. B. ab 60 €)
- EU-Versand mit leicht höheren Gebühren
SEO für Shopify in Österreich: So wirst du bei Google gefunden
Ein Shopify-Shop bringt nichts, wenn ihn niemand findet. Hier ein paar einfache SEO-Tipps speziell für österreichische Händler:innen.
1. Verwende Begriffe, die deine Kund:innen wirklich suchen
Frage dich: Was tippt jemand in Österreich in Google ein, der dein Produkt sucht?
- „online shop kerzen österreich“
- „tirol gin online kaufen“
- „shopify onlineshop erstellen“
Diese Wörter kannst du in folgenden Bereichen einbauen:
- Seitentitel (Meta Title)
- Meta-Beschreibung
- Überschriften (<h1>, <h2> usw.)
- Produktbeschreibungen und Kategorietexte
Achte darauf, dass der Text trotzdem natürlich klingt. Google mag keine übertriebenen Keyword-Listen.
2. Eigene Inhalte statt Standardtexte
Viele Shops übernehmen Beschreibungen 1:1 vom Hersteller. Das ist für SEO eher schlecht. Besser:
- Eigene, kurze, klare Texte schreiben
- Vorteile hervorheben, nicht nur Fakten aufzählen
- Fragen beantworten: „Ist das Produkt für Allergiker geeignet?“, „Wie lange hält die Kerze?“
Stell dir vor, du erklärst einer Freundin am Telefon, warum dein Produkt gut ist – genau so solltest du schreiben.
3. Lokale Signale setzen
Wenn dein Geschäft physisch in Österreich ist, nutze das:
- Füge deine Adresse im Footer ein
- Erstelle einen Google Business Eintrag
- Nutze Begriffe wie „Made in Austria“, „Handgemacht in Wien“, „Versand aus Österreich“
So versteht Google, dass du für Suchanfragen aus Österreich relevant bist.
Beispiele aus der Praxis: So kann ein Shopify-Shop aus Österreich aussehen
Angenommen, du betreibst einen kleinen Laden in Graz und willst deine Produkte nun online verkaufen. Shopify bietet dir:
- Online-Shop – um in ganz Österreich (und darüber hinaus) zu verkaufen
- Shopify POS – um im Laden an der Kassa zu kassieren und trotzdem denselben Warenbestand wie online zu nutzen
- Lokale Zahlungsmethoden – EPS, Klarna etc. direkt im Checkout
Du kannst sogar über Social Media verkaufen, etwa über Instagram Shopping oder Facebook Shops – alles läuft über dein Shopify-Backend. Das heißt: Ein Lager, eine Produktliste, viele Kanäle.
Häufige Fragen zu Shopify in Österreich
1. Brauche ich eine Firma, um Shopify nutzen zu können?
Viele starten mit einem Einzelunternehmen oder nebenberuflich als Kleinunternehmer:in. Rechtlich solltest du das aber unbedingt mit deinem Steuerberater oder der WKO abklären. Shopify selbst verlangt keine Kapitalgesellschaft, aber für Zahlungen und Rechnungen brauchst du meist eine gültige Unternehmensstruktur.
2. Kann ich auch ohne Programmierkenntnisse starten?
Ja. Genau dafür ist Shopify gemacht. Das meiste lässt sich mit Klicks und Drag-and-Drop erledigen. Erst wenn du sehr spezielle Wünsche hast (z. B. besondere Funktionen, die es nicht als App gibt), brauchst du evtl. einen Entwickler.
3. Wie hoch sind die tatsächlichen Kosten?
Neben der Monatsgebühr kommen in der Praxis oft noch dazu:
- App-Kosten (z. B. für spezielle Versandregeln, Währungsanzeige, Zusatzfunktionen)
- Eventuell ein Premium-Theme
- Zahlungsgebühren pro Transaktion
- Marketing-Budget (Google Ads, Meta Ads, Influencer usw.)
Rechne realistisch damit, dass du für einen ernst gemeinten Shopify-Shop in Österreich oft irgendwo zwischen 50 und 150 € pro Monat (oder mehr) einplanen solltest – je nach Größe und Ambition.
Typische Fehler von Shopify-Einsteiger:innen in Österreich
1. Zu viel Perfektion am Anfang
Viele feilen monatelang am Design, bevor sie überhaupt live gehen. Besser: Starte mit einer soliden, aber einfachen Version. Sammle Feedback, optimiere dann Schritt für Schritt.
2. Kein klarer Fokus
„Wir verkaufen alles“ funktioniert selten. Such dir lieber ein klares Nischen-Thema – z. B. „nachhaltige Naturkosmetik aus Österreich“ statt „Kosmetik“ im Allgemeinen.
3. Versand und Rückgabe nicht klar kommuniziert
Gerade österreichische Kund:innen möchten wissen:
- Wie hoch sind die Versandkosten?
- Wie lange dauert der Versand?
- Wie läuft die Rückgabe ab?
Wenn du das in deinem Shopify-Shop deutlich und verständlich erklärst, sinkt die Anzahl der Rückfragen – und das Vertrauen steigt.
Fazit: Lohnt sich Shopify für Österreich?
Wenn du einen professionellen Onlineshop mit überschaubarem Technikaufwand suchst, ist Shopify für Österreich eine sehr starke Option. Du bekommst:
- Eine moderne, stabile Plattform
- Gute Unterstützung für Euro, österreichische Steuern und lokale Zahlungsarten wie EPS und Klarna
- Viele Möglichkeiten, international zu verkaufen
- Ein System, das mit deinem Unternehmen mitwächst – vom Einsteiger bis zum großen Brand
Der Schlüssel zum Erfolg liegt weniger in der Technik, sondern in deinem Angebot, deiner Marke und deinem Marketing. Shopify nimmt dir den größten Technikstress ab – die Geschichte, warum Kund:innen bei dir kaufen sollen, musst du erzählen.
Überlegst du noch, ob Shopify für dein Projekt in Österreich das Richtige ist? Schreib dir deine wichtigsten Fragen und Bedenken auf und geh sie Punkt für Punkt durch – notfalls mit einer kurzen Testphase. Oft merkst du schon nach ein, zwei Wochen, ob dir das System liegt.
Wenn du möchtest, kann ich dir im nächsten Schritt auch eine konkrete Checkliste für deinen Shopify-Start in Österreich erstellen – von der Gewerbeanmeldung bis zum ersten Verkauf.




































