Lena Schilling: Was sie 2025 im EU-Parlament bewegt
Wer in Österreich über Klimapolitik spricht, kommt an Lena Schilling kaum vorbei. Die junge Europaabgeordnete der Grünen sorgt seit 2024 in Brüssel für Schlagzeilen – mal mit klaren Ansagen, mal mit viel Gegenwind. In diesem Überblick zeige ich dir, was sie 2025 konkret treibt, warum das EU-Klimaziel 2040 so umkämpft ist und was das für uns in Österreich bedeutet.
Wer ist Lena Schilling?
Schilling ist seit 2024 Abgeordnete im Europäischen Parlament für die österreichischen Grünen (Greens/EFA). Sie sitzt fix im Umweltausschuss (ENVI) und als Stellvertreterin im Verkehrsausschuss (TRAN). Kurz gesagt: genau dort, wo es um Klima, Luftqualität, Mobilität und Gesundheit geht.
Woran arbeitet sie 2025 in Brüssel?
Ihr größtes Dossier: das EU‑Klimaziel 2040. Schilling verhandelt dafür als Schattenberichterstatterin der Grünen/EFA – also als eine der zentralen Stimmen ihrer Fraktion. Immer wieder warnt sie vor „Schlupflöchern“ und Verzögerungen, die echte Emissionsreduktionen untergraben könnten.
Im Sommer 2025 kritisierte sie außerdem, dass Rechtsaußen im Parlament Schlüsselrollen bei dem Dossier bekamen – aus ihrer Sicht ein Risiko für ambitionierten Klimaschutz.
Warum ist das 2040‑Ziel so heikel?
Die EU peilt minus 90 Prozent Treibhausgasemissionen bis 2040 an. Klingt technisch, betrifft aber unseren Alltag: Heizen, Strompreis, Öffis, Jobs. In Straßburg und Brüssel ringen Fraktionen und Regierungen um jedes Wort – von Zertifikatehandel bis Ausnahmen für Industrien. Schilling gehört zu jenen, die sagen: „keine Hintertüren, keine Ausreden“.
Was heißt das für Österreich?
Wenn die EU bremst, spüren wir es hier zuerst. Beispiel Overshoot Day: 2025 hatte Österreich seine Jahresressourcen schon Ende März verbraucht. Schilling nahm das Datum zum Anlass, mehr Tempo beim Klimaschutz zu fordern.
Auch Richtung Bundesregierung wird sie deutlich – etwa wenn Wien oder Brüssel bei Klimazielen auf Zeit spielen. Aus Schillings Sicht schwächt das Europas Glaubwürdigkeit und kostet uns am Ende mehr Geld.
Kontroversen – kurz erklärt
Rund um die EU‑Wahl 2024 stand Schilling stark in der Kritik. Medien berichteten über Unterlassungserklärungen und juristische Auseinandersetzungen. Ein Wiener Gericht verhängte 2024 in einem Verfahren eine Zahlung – dagegen wurde berufen. Egal wie man dazu steht: Die Debatten haben ihr Image polarisiert, politisch aktiv ist sie trotzdem geblieben.
Mein Eindruck aus Gesprächen und Alltag
Neulich im Zug nach St. Pölten hörte ich zwei Pendler diskutieren: „Wen juckt 2040, wenn die Rechnung nächsten Monat fällig ist?“ – Ein Punkt, den viele teilen. Genau hier entscheidet sich, ob Politik wie die von Schilling greifbar wird: Weniger Emissionen und gleichzeitig leistbares Leben. Das gelingt nur mit konkreten Angeboten – bessere Öffis, Sanierungsförderungen, faire Strompreise – und weniger mit Schlagworten. Wenn die EU liefert, steigt auch die Akzeptanz.
Was kannst du davon mitnehmen?
- Klimaziel 2040: Es prägt Energie, Verkehr und Industrie – und damit Jobs und Preise.
- Schillings Rolle: Sie verhandelt für die Grünen/EFA am Text mit und hält medial Druck hoch.
- Österreichs Beitrag: Blockieren kostet Zeit und Vertrauen – Tempo bringt Planungssicherheit.
- Dein Hebel: Wärmepumpe oder Fernwärme prüfen, Öffi‑Abo nutzen, Sanierungsbonus checken – und Abgeordnete direkt anschreiben.
So bleibst du am Laufenden
Wenn du tiefer einsteigen willst, schau dir offizielle Quellen an – dort findest du Termine, Anträge und Abstimmungen rund um Lena Schilling:
- EP‑Profil von Lena Schilling (Mitgliedschaften, Aktivitäten).
- Greens/EFA‑Seite (Fraktionsprofil).
- OTS: Verhandlungen zum 2040‑Ziel (Statement, Positionen).
- ORF: Streit um Klimaziele und Rollen im EP (Hintergrund, Einordnung).
- Heute.at: Österreichs Overshoot Day 2025 (Kontext).
Fazit
Lena Schilling ist 2025 eine der lautesten österreichischen Stimmen für Klimaschutz im EU‑Parlament. Ob sie am Ende mehr erreicht als ankündigt, hängt nicht nur von ihr ab, sondern von Mehrheiten in Brüssel und vom Rückenwind aus Österreich. Eines ist klar: Das Ringen um das Klimaziel 2040 bleibt ein Gradmesser – für Europa und für uns daheim.





































