Färöer Inseln: Highlights, Anreise und Tipps 2025
Du suchst ein raues Inselabenteuer ohne Menschenmassen? Die Färöer Inseln liegen mitten im Nordatlantik – grün, wild und überraschend nah. Bei meinem ersten Blick auf den Múlafossur-Wasserfall dachte ich: Das schaut aus wie aus einem Fantasyfilm – nur mit Schafskulisse. Hier findest du alle wichtigen Infos für deine Reise ab Österreich, kompakt und leicht verständlich. Stand: 14. Oktober 2025.
Anreise aus Österreich
Am einfachsten fliegst du von Wien (VIE) via Kopenhagen nach Vágar (FAE). Atlantic Airways bedient Kopenhagen ganzjährig mehrmals täglich, im Sommer sogar noch häufiger. Aktuelle Flugsuchen zeigen Retourpreise ab rund 246–349 € je nach Termin (Beispiele über Expedia und checkfelix).
Tipp für den Transfer: Der Airport-Bus (Linie 300) fährt nach Tórshavn; One-Way kostet ca. 90 DKK. Taxis solltest du vorab buchen – am Flughafen warten nicht immer welche. Details findest du bei Atlantic Airways.
Einreise, Ausweis & neue Abgaben
Die Färöer Inseln sind nicht in der EU und nicht im Schengen-Raum. Für touristische Kurzaufenthalte genügt Österreicher:innen aber Reisepass oder Personalausweis (mit Foto). Mehr Infos liefert Visit Faroe Islands sowie die Regierungsseite.
Neu: Das Parlament hat 2024 ein Gesetz für nachhaltigen Tourismus beschlossen. Vorgesehen ist eine Übernachtungsabgabe von 20 DKK pro Nacht (ab 16 Jahren), gedeckelt bei 200 DKK pro Person. Die Mittel fließen in Wegepflege, Besuchermanagement und Infrastruktur. Medien berichten, dass die Einhebung ab 1. Oktober 2025 startet. Prüfe vor Abreise den aktuellen Stand.
Beste Reisezeit
Sommer (Juni–August) bringt die längsten Tage und meist die stabilsten Bedingungen – perfekt zum Wandern und für Puffins auf Mykines. Rechne mit 9–13 °C; Wetter bleibt wechselhaft (vier Jahreszeiten an einem Tag sind normal). Frühling und Herbst sind ruhiger, Winter stürmisch und kurzhell – reizvoll für Fotofans.
Must-sees und leichte Touren
- Múlafossur in Gásadalur: kurzer Spazierweg, großartige Aussicht.
- Kallur-Leuchtturm (Kalsoy): mittelschwere Wanderung mit Klippenblick.
- Saksun & Tjørnuvík: Postkartenorte zwischen Strand und Bergen.
- Tórshavn: kleine Hauptstadt mit Cafés, Kunst und Grasdächern.
- Mykines: wegen der Papageitaucher berühmt; nur mit Guide, Besucherzahl limitiert, Zeiten 10–17 Uhr. Buche früh! Infos hier.
Wichtig: Es gibt kein allgemeines Jedermannsrecht. Viele Flächen sind privat. Das neue Gesetz erlaubt Gebühren nur, wenn eine Leistung (z. B. WC, Parken, Guide) enthalten ist. Folge Beschilderungen und respektiere Sperrzeiten (z. B. Lammzeit).
So bewegst du dich vor Ort
Die Inseln sind per Tunnel, Fähren und Busse verbunden. Der Verkehrsbetrieb SSL veröffentlicht Tarife und Buchungen (Fähren im Sommer teils früh reservieren). Für spontane Ausflüge lohnt sich ein Mietwagen – denk an Windböen und Schafe am Straßenrand.
Geld, Preise & Bezahlen
Währung ist die dänische Krone (DKK); es gibt eigene färöische Banknoten, die lokal gelten. Karten werden fast überall akzeptiert. Hinweis: Der 1000-DKK-Schein und ältere dänische Serien sind seit 31.05.2025 kein gültiges Zahlungsmittel mehr; bring diese Scheine lieber nicht mit.
Packliste – kurz & knackig
- Zwiebellook: Merino, Fleece, Regenjacke.
- Feste Schuhe: rutschfest für nasse Wiesen.
- Windschutz: Mütze, Handschuhe – auch im Sommer.
- Barrierearme Zahlung: Karte + etwas DKK-Bargeld.
Persönlicher Tipp
Plane „Pufferzeit“. Ein Tag mit Nebel ist auf den Färöer Inseln kein verlorener Tag – er macht die Kulisse einfach mystischer. Und wenn die Sonne plötzlich durchbricht, fühlt es sich an, als würde jemand den Dimmer hochdrehen.
FAQ in Kürze
- Wie lange bleiben? 4–7 Tage reichen für die Klassiker; mit 10 Tagen schaffst du auch abgelegenere Inseln.
- Auto nötig? Praktisch ja, aber Bus+Fähre geht ebenso – nur weniger flexibel.
- Brauche ich Bargeld? Meistens nein. Karte reicht, aber ein wenig DKK ist nützlich.
Mehr offizielle Infos: Regierung (Tourismusgesetz), Visit Faroe Islands – Einreise, Atlantic Airways. Gute Reise!





































