Sara Schaar tritt zurück: Was das für Kärnten bedeutet
Die Kärntner Landesrätin Sara Schaar (SPÖ) hat am 13. Oktober 2025 ihren Rücktritt bekanntgegeben. Mit 22. Oktober 2025 legt sie ihr Amt nieder. Offizielle Gründe wurden nicht genannt. Sie war seit 2018 in der Kärntner Landesregierung tätig und zuständig für Umwelt-, Klima-, Naturschutz-, Frauen- und Generationenpolitik.
Wer ist Sara Schaar – und wofür stand sie?
Viele in Kärnten kennen Schaar als pragmatische Stimme für Umwelt- und Klimaschutz sowie Frauen- und Generationenpolitik. Laut Berichten war sie eine treibende Kraft hinter der Kärntner Klimastrategie 2030, setzte Impulse für den Heizungstausch („Raus aus Öl und Gas“) und half, Konflikte rund um Natura-2000-Gebiete zu entschärfen.
Warum gerade jetzt?
Die SPÖ Kärnten betonte, der Rücktritt stehe nicht im Zusammenhang mit zuletzt diskutierten Missständen in der Kinder- und Jugendhilfe (SOS-Kinderdorf). Auch Schaar verwies darauf, hier Aufarbeitung angestoßen zu haben.
Schon am 24. September 2025 hatte Schaar zur Causa Kinderdorf Moosburg eine lückenlose Aufarbeitung und Konsequenzen angekündigt – mit Sonderkommission und Expert:innen-Beirat.
Wer folgt auf Sara Schaar?
Am 14. Oktober 2025 kündigte die SPÖ Kärnten an: Peter Reichmann soll Schaar in der Kärntner Landesregierung nachfolgen. Der 33-jährige Jurist war zuvor in der Bildungsdirektion tätig. Die formelle Wahl ist laut Bericht für den Tag nach Schaars Ausscheiden vorgesehen. Welche Ressorts er übernimmt, wird mit dem Koalitionspartner ÖVP festgelegt.
Was bedeutet der Rücktritt für Kärnten?
Kurz gesagt: Es ist ein Personalwechsel, kein Politikbruch – zumindest vorerst. Viele laufende Programme, etwa beim Klimaschutz oder in der Frauenpolitik, sind langfristig angelegt. Sie hängen aber davon ab, wie der neue Landesrat Prioritäten setzt.
Drei Punkte, auf die ich jetzt achten würde
- Klimaprojekte: Wird der Kurs Richtung 2030 beibehalten – vor allem bei Energieeffizienz und Heizungstausch?
- Natura-2000 und Naturschutz: Bleibt der Dialog zwischen Land, Gemeinden und Landwirtschaft stabil?
- Jugend- und Frauenpolitik: Welche konkreten Maßnahmen werden fortgeführt oder neu aufgesetzt?
Ein Blick hinter die Schlagzeile
Politik ist oft wie ein Staffellauf. Eine Person übergibt den Stab, der Kurs bleibt – oder ändert sich leicht. Ich habe das in meinem Umfeld schon öfter erlebt: Eine neue Führung bringt frische Energie, aber auch neue Fragen. Genau das sehen wir jetzt in Kärnten. Der Name Sara Schaar bleibt eng mit Klimathemen, Frauenrechten und Generationengerechtigkeit verbunden. Wie Peter Reichmann dieses Feld weiterbearbeitet, wird sich in den kommenden Wochen zeigen.
FAQ in 30 Sekunden
- Wann tritt Sara Schaar zurück? – Am 22. Oktober 2025.
- Wer folgt nach? – Peter Reichmann, Wahl voraussichtlich am Tag danach.
- Warum der Rücktritt? – Offiziell ohne Begründung; SPÖ dementiert Zusammenhang mit der Kinder- und Jugendhilfe-Causa.
Mein Fazit
Der Rücktritt von Sara Schaar ist ein Einschnitt – aber auch eine Chance. Wenn Reichmann Tempo aufnimmt und zentrale Programme weiterführt, kann Kärnten Stabilität und neue Ideen zugleich bekommen. Für uns Bürger:innen heißt das: Dranbleiben, hinschauen und Fragen stellen. Was wünschen Sie sich von der neuen Landesführung zuerst?




































