Goldpreis Prognose 2025/2026: Was Anleger in Österreich wissen
Stand: 16. Oktober 2025. Der Goldpreis hat heuer mehrmals Rekorde markiert – in US-Dollar und auch in Euro. Anfang September kletterte Gold in London auf ein neues Euro-Rekordniveau, kurz darauf folgten weitere Höchststände. Im Oktober übersprang der Preis sogar die 4.000‑USD‑Marke. ORF; Reuters.
Wo steht der Goldpreis gerade?
Am 8. September 2025 erreichte Gold intraday rund 3.617 USD (3.083 EUR) je Unze. Seither blieb die Stimmung freundlich und neue Jahreshochs folgten im Oktober. Zur ORF‑Meldung.
Goldpreis Prognose: Was sagen Analysten?
- HSBC hebt die Goldpreis‑Prognose 2025 auf 3.355 USD im Durchschnitt an; für 2026 werden 3.950 USD erwartet. Begründung: anhaltende Unsicherheit, schwächerer Dollar, solide Notenbankkäufe. Quelle.
- LBMA (Mid‑Year Pulse, Juli): neuer Durchschnitt für 2025 bei 3.159 USD (zuvor 2.735 USD). LBMA.
- World Gold Council (Mid‑Year Outlook): Gold war in H1/2025 Top‑Performer; Szenario für H2 reicht von seitwärts (+0–5%) bis Rücksetzer (‑12–17%) – je nach Zinsen, Dollar und Geopolitik. WGC.
- Morgan Stanley: Ziel 3.800 USD bis Jahresende 2025. Goldreporter.
- LBBW: Allzeithoch im April (ca. 3.500 USD) – zuletzt Anzeichen einer Konsolidierung. LBBW.
Warum steigt der Goldpreis?
- Zinsfantasie: Erwartete Zinssenkungen in den USA und der EU stützen Gold, weil die Opportunitätskosten sinken. ORF.
- Geopolitik & Handelskonflikte: Zölle und Spannungen halten die Nachfrage nach „sicherem Hafen“ hoch. WGC.
- Notenbankkäufe: Zentralbanken kaufen weiter robust – ein wichtiger Preistreiber. WGC.
- Österreich‑Kontext: Die OeNB erwartet 2025 eine Inflation von rund 2,9% – reale Zinsen bleiben damit niedrig, was Gold hilft. OeNB.
Österreich‑Check: Gold in Euro und der „Wiener Philharmoniker“
In Euro notiert Gold nahe Rekord. Viele heimische Anleger greifen zur Münze „Wiener Philharmoniker“. Die Münze Österreich listet tagesaktuelle Preise; Anlagegold ist in der EU grundsätzlich umsatzsteuerfrei (Details je Produkt/Anbieter prüfen). Münze Österreich.
Dass die Nachfrage hierzulande hoch ist, zeigen auch Medienberichte aus den Bundesländern: Banken melden starkes Kundeninteresse, wenn neue Höchststände erreicht werden. ORF Vorarlberg.
Meine kurze Einschätzung – drei Szenarien
- Bullish (Geopolitik verschärft sich, Dollar schwächelt, mehrere Zinssenkungen): Spielraum in Richtung 4.500–5.000 USD bis 2026. BofA + HSBC.
- Basis (Inflation zäh, Zinsen sachte runter): Seitwärts in einer Spanne von ca. 3.500–4.000 USD. WGC.
- Bearish (starker Dollar, weniger Rate‑Cuts, Beruhigung bei Zöllen): Korrektur Richtung 3.200–3.400 USD. LBBW + WGC.
Praktische Tipps für Anleger in AT
- Raten statt Raten: Mit Sparplan oder schrittweisen Käufen glätten Sie Schwankungen.
- Auf die Spreads achten: Preise bei heimischen Händlern vergleichen; Lieferzeit & Aufgeld prüfen.
- Diversifizieren: Gold ist ein Baustein – viele Profis empfehlen max. 5–15% im Portfolio.
- Liquid bleiben: Philharmoniker, Barren gängiger Stückelungen (1 g bis 1 oz) sind leicht handelbar. Münze Österreich.
Kleine Anekdote zum Schluss: Beim Kaffee mit einer Freundin in Graz meinte sie, Gold sei „wie ein Regenschirm“ – man hofft, ihn nicht zu brauchen, aber ist froh, wenn er da ist. Genauso sehe ich die Rolle von Gold im Depot: ein einfacher Schutzbaustein für unruhige Zeiten. Dies ist keine Anlageberatung, nur eine Orientierung für Ihren eigenen Research.




































