Wien bekommt neuen Erzbischof: Josef Grünwidl im Fokus
Stand: 16. Oktober 2025 (AT)
In Wien deutet vieles auf einen Wechsel an der Spitze der Erzdiözese Wien hin. Mehrere Medien berichten, dass Josef Grünwidl zum neuen Erzbischof von Wien ernannt werden soll. Offiziell bestätigt ist das mit heutigem Vormittag aber noch nicht. Heute.at meldete die Entscheidung am Mittwochabend, während die Diözese Linz auf die ausstehende vatikanische Verlautbarung verweist.
Wer ist Josef Grünwidl?
Grünwidl (Jg. 1963) ist seit 22. Jänner 2025 Apostolischer Administrator der Erzdiözese Wien. Zuvor war er Bischofsvikar für das Vikariat Süd, Pfarrmoderator in Perchtoldsdorf und in den 1990ern persönlicher Sekretär von Kardinal Christoph Schönborn. Kurz gesagt: Er kennt Wien, die Pfarren und die Menschen. Quellen dazu: Vatikanisches Presseamt und Vatican News.
In der Fastenzeit rief er im Stephansdom dazu auf, den Glauben zu vertiefen – mit klaren, alltagsnahen Worten. Das kam gut an, weil es nicht abgehoben wirkte. Vatican News fasst seine Botschaft zusammen.
Was macht ein Apostolischer Administrator?
Ein Administrator hält die Diözese handlungsfähig, bis der neue Bischof kommt. Er verwaltet, trifft aber keine großen, langfristigen Entscheidungen. Genau so wurde es bei Grünwidl im Jänner festgelegt. Nachlesen kann man das bei religion.ORF.at und im Bollettino.
Wie läuft die Ernennung in Wien?
In Österreich spielt neben dem Vatikan auch die Bundesregierung eine Rolle. Laut Konkordat braucht es vorab ein Okay des Ministerrats. Genau so wurde es im Frühjahr erklärt; darum kann es manchmal dauern. Die Salzburger Nachrichten erklärten den Prozess im März gut verständlich.
Aktuell heißt es zudem, der Apostolische Nuntius habe die Entscheidung in Wien bereits deponiert. Das berichten Medien; auf die offizielle vatikanische Bekanntgabe warten wir noch. Heute.at.
Was sagt Grünwidl selbst?
Im Juli meinte er noch, er sehe sich nicht als Erzbischof und hoffe auf eine Entscheidung „spätestens im Advent“. Das sagte er den NÖN; berichtet hat religion.ORF.at. Das zeigt: Er hat den Auftrag bisher nüchtern und dienend gesehen.
Warum ist das Thema gerade jetzt groß?
Seit dem Tod von Papst Franziskus im April hat Papst Leo XIV. das Ruder übernommen. Er treibt Personalentscheidungen gut sichtbar voran. Erst heute setzte er bei einem internationalen Termin erneut Akzente – die Schlagzeilen zeigen: In Rom wird entschieden.
Kurzer Zeitstrahl
- 22.01.2025: Rücktritt von Kardinal Schönborn angenommen; Grünwidl wird Administrator. Bollettino, ORF.
- 03.03.2025: Predigt-Impulse in der Fastenzeit im Stephansdom. Vatican News.
- 09.07.2025: Grünwidl: „Bis Advent neuer Erzbischof möglich.“ ORF.
- 15.10.2025: Medien: Grünwidl soll Erzbischof von Wien werden; Vatikan-Bestätigung ausständig. Heute.at, Diözese Linz.
Was bedeutet das für Wien?
Ein neuer Erzbischof Wien gibt Richtung vor: für Pfarren, Caritas, Schulen, Dialog mit der Stadt. Grünwidl gilt als jemand, der zuhört, Klartext redet und die Basis kennt. Das kann verbinden – gerade in Zeiten, in denen viele mit Kirche ringen.
Ein Beispiel aus meiner Runde: Eine Freundin aus dem Süden von Wien erzählte, sie habe Grünwidl bei einer Firmvorbereitung erlebt. „Ganz ohne Show, aber sehr präsent“, sagte sie. Genau so wünschen sich viele in Wien ihren Bischof: bodenständig, menschennah, klar.
Was können wir jetzt tun?
- Gelassen bleiben: Warten wir die offizielle Bekanntgabe ab.
- Informiert bleiben: Verlässliche Updates liefern religion.ORF.at und die Erzdiözese Wien.
- Miteinander reden: Was erwarten Sie vom neuen Erzbischof? Mehr Präsenz in den Pfarren? Klarere Worte zu sozialen Fragen?
Weiterführende Links
- Erzdiözese Wien: Bestellung zum Administrator (Hintergrund).
- ORF Ö1: Grünwidl übernimmt interimistisch.
Ob die Ernennung heute oder in den nächsten Tagen kommt: Wien steht vor einem neuen Kapitel. Und viele hoffen, dass es eines wird, das Nähe schafft – zu den Menschen und zu dem, was sie bewegt.




































