Nehammer trifft Filzmaier: Was Österreichs Demokratie jetzt braucht
Am Sonntag, dem 19. Oktober 2025, sitzt Karl Nehammer im ORF-Format „Das Gespräch“ Politikwissenschafter Peter Filzmaier und Philosophin Lisz Hirn gegenüber. Thema: „Ist die Demokratie in der Krise, Herr Nehammer?“ Ausgestrahlt wird um 22:10 Uhr auf ORF 2 und ORF ON. Für alle, die sich für Politik in Österreich interessieren, ist das ein Pflichttermin – nicht nur wegen der prominenten Runde, sondern auch, weil Nehammer seit seinem Rücktritt als Bundeskanzler Anfang 2025 kaum öffentlich gesprochen hat. Ankündigung via APA-OTS.
Zur Einordnung: Nehammer führte die ÖVP von Dezember 2021 bis Jänner 2025 und trat nach den Turbulenzen rund um Koalitionsverhandlungen zurück. Seither ist viel passiert – in der Partei, im Land und in Europa. Wer seine politische Rolle verstehen will, bekommt am Sonntag frische Einblicke aus erster Hand. Kurzprofil Nehammer.
Warum dieses Gespräch für Österreich wichtig ist
„Demokratie in der Krise“ klingt dramatisch, trifft aber einen Nerv. Viele Menschen spüren eine wachsende Distanz zwischen Politik und Alltag. Genau hier ist Peter Filzmaier spannend: Er ordnet ein, übersetzt Fachsprache in klare Worte und sagt, was Wahlkampf-Logik von echter Problemlösung trennt. Wenn er mit Nehammer spricht, geht es nicht nur um Vergangenheitsbewältigung, sondern auch um die Frage: Wie gewinnen Politik und Medien wieder Vertrauen?
Was Filzmaier bisher zu Nehammer betonte
Filzmaier hat Nehammers Auftritte in den vergangenen Jahren immer wieder analysiert. Besonders in Erinnerung: der Wahlkampfauftakt 2024 in Wels mit dem „Österreich-Plan“. Damals sah Filzmaier zwei zentrale Ziele – Kanzlerduell ausrufen und Themen setzen. Klingt theoretisch, ist aber praktisch entscheidend: Wer das Thema bestimmt, bestimmt oft auch die Deutung. ORF-Bericht zur Analyse.
Noch früher, 2022, kommentierte Filzmaier Nehammers Rhetorik: Zwischen „zu glatt“ und „zu flapsig“ liege ein schmaler Grat – vor allem in Krisenzeiten. Das ist bis heute relevant: Sprache schafft Vertrauen, aber sie kann es auch kosten. Analyse im Kurier.
Worüber wir am Sonntag wohl sprechen werden
- Vertrauen in die Demokratie: Wie lassen sich Gräben zwischen „da oben“ und „da draußen“ schließen?
- Kommunikation statt Schlagwort-Schlachten: Was bringt ehrliche Sprache – und was schadet?
- Rolle der Parteien: Mobilisieren, zuhören, liefern – in genau dieser Reihenfolge. Filzmaiers Blick auf Wahlkämpfe 2025.
- Lehren aus der Regierungszeit: Was würde Nehammer heute anders machen?
Gerade der Punkt „Mobilisieren“ ist heuer omnipräsent: Filzmaier erinnert regelmäßig daran, dass Wahlen nicht nur in Fernsehstudios entschieden werden, sondern durch Menschen, die am Ende wirklich ins Wahllokal gehen. Das klingt simpel – ist aber die härteste Übung.
Ein persönlicher Blick aus dem Alltag
Ich erlebe es beim Sonntagskaffee im Freundeskreis: Viele sind politikmüde, aber nicht politikfern. Sie wünschen sich klare Worte und konkrete Fortschritte – etwa bei Mieten, Pflege oder Klimaschutz. Wenn die Runde am Bildschirm offen und ohne Schlagabtausch diskutiert, könnte das manchen wieder „abholen“. Genau deshalb hat das Nehammer–Filzmaier-Gespräch so viel Potenzial.
Wie du das Gespräch sehen kannst
Die Sendung läuft am 19.10.2025 um 22:10 auf ORF 2 und ist danach auf ORF ON abrufbar. Praktisch: Wer lieber unterwegs schaut, nutzt einfach die ORF-Apps. Details zur Sendung.
Mehr zum Hintergrund
- Filzmaiers frühere Analyse zu Nehammers „Österreich-Plan“ (ORF).
- Einordnung zu Koalitionsoptionen und Nehammers Zukunft (Wiener Zeitung).
- Filzmaier über Strategien der Parteien 2025 (ORF Wien).
Fazit
Nehammer trifft Filzmaier ist mehr als ein TV-Termin. Es ist eine Chance, über das „Wie“ der Politik zu reden: Wie wir Entscheidungen erklären, Kritik annehmen und wieder Vertrauen aufbauen. Schau rein, bilde dir deine Meinung – und sag mir gern: Welche Frage würdest du Karl Nehammer stellen?





































