Cameron Norrie überrascht Rublev bei den Erste Bank Open
Was für ein Start in Wien: Cameron Norrie schlägt den früheren Champion Andrey Rublev in drei Sätzen (6:2, 6:7, 6:2) und sorgt gleich zum Auftakt der Erste Bank Open für Schlagzeilen. In der Wiener Stadthalle passte alles – Tempo, Tiefe, Norries Ruhe. Selbst Rublevs Frust-Moment mit zerbrochenem Schläger änderte nichts am verdienten Sieg.
Warum dieser Sieg zählt – gerade jetzt
Norrie erlebt 2025 ein echtes Auf und Ab. Nach Verletzungsproblemen rutschte er im Frühjahr kurzzeitig ab, kämpfte sich aber zurück und steht Mitte Oktober wieder um ATP-Rang 33. Das ist ein klares Signal: Der Brite ist wieder da und gefährlich – besonders auf Hartplatz.
Die kurze 2025-Story in drei Momenten
- Indian Wells: Perfekter Auftakt in der Wüste – Norrie fegt Luca Nardi 6:0, 6:3 vom Platz. Ein wichtiger Selbstvertrauensschub.
- French Open: Fünfsatz-Krimi gegen Daniil Medvedev – und Norrie zieht am Ende den Stecker. So ein Sieg fühlt sich an wie ein Diplom, sagte er danach.
- Wimbledon: Zurück auf der großen Bühne – bis ins Viertelfinale, dort gegen Carlos Alcaraz raus. Trotzdem: Der Lauf zeigte, wie stabil sein Level wieder ist.
Was macht Norrie in der Halle so gefährlich?
Sein Spiel ist kein Feuerwerk – eher wie ein metronomischer Takt. Er zieht die Rallyes in die Länge, setzt mit der linken Hand viele Winkel und hält den Ball lang und tief. In der Halle, wo Wind und Sonne keine Rolle spielen, wirkt das noch effektiver. Wer schon einmal ein Match in der Stadthalle verfolgt hat, kennt dieses Gefühl: Du blinzelst kurz – und Norrie hat wieder zwei Bälle mehr zurückgebracht.
- Konstanz statt Chaos: Kaum wilde Fehler, dafür viele „noch ein Ball mehr“-Momente.
- Linkshänder-Winkel: Die Vorhand cross auf die Rückhand des Gegners öffnet das Feld.
- Beinarbeit & Fitness: Er bleibt lang im Rally, bis sich die Lücke auftut.
Wie geht’s in Wien weiter?
Nach dem Auftaktsieg wartet in Runde zwei der Power-Server Matteo Berrettini – ein ganz anderer Test. Der Italiener bringt wuchtigen Aufschlag plus Vorhand mit; Norrie wird jede Rückgabe brauchen. Die Auslosung sah dieses Duell als Option vor, und nach Rublev ist es nun tatsächlich Berrettini.
Worauf du achten solltest
- Rückgabe-Qualität: Kommt Norrie regelmäßig in Berrettinis Aufschlagspiele rein?
- Rally-Länge: Je länger die Ballwechsel, desto besser für den Briten.
- Geduld vs. Power: Hält Norrie das Tempo variabel, statt sich in Tempo-Duelle zu drängen?
Mein Fazit
Für Tennisfans in Österreich ist Norries Auftritt ein Geschenk: ein Spieler, der mit Geduld, Köpfchen und präziser Platzierung begeistert. Der Sieg gegen Rublev war kein Zufall, sondern Teil eines Comebacks, das sich über die Saison aufgebaut hat – von Indian Wells über Paris bis London. Wenn er dieses Level hält, kann er in Wien noch länger mitmischen.
Weiterlesen und Quellen
- Sky Sports: Norrie schlägt Rublev in Wien
- TennisLive: Matchstats Norrie vs. Rublev
- ATP Tour: Indian Wells 2025 – Norrie vs. Nardi
- Livemint: Norrie besiegt Medvedev bei den French Open
- The Guardian: Wimbledon-Viertelfinale erreicht
- ATP: Wien-Draw & Vorschau
- Britwatch: Norrie trifft auf Matteo Berrettini





































