Komet Lemmon 2025: So siehst du ihn in Österreich
Gerade jetzt sorgt der Komet Lemmon – offiziell C/2025 A6 – für Staunen am Himmel. Er wurde am 3. Jänner 2025 vom Mount Lemmon Survey entdeckt, kommt der Erde im Oktober nahe und erreicht seine Sonnennähe am 8. November 2025. Das Beste: Auch in Österreich stehen die Chancen gut, ihn zu sehen.
Was macht den Kometen besonders?
Komet Lemmon ist ein langperiodischer Komet mit einer Umlaufzeit von rund 1.150–1.350 Jahren. Prognosen erwarten eine Helligkeit bis etwa Magnitude 4 – damit ist er unter dunklem Himmel mit dem Fernglas leicht, teils sogar mit freiem Auge sichtbar. Die größte Erdnähe lag am 21. Oktober 2025 bei rund 90 Millionen Kilometern.
Wann und wo sieht man Komet Lemmon in Österreich?
Für Österreich gilt: In der Zeit um den 20.–26. Oktober 2025 stehen die Chancen am besten. Abends nach Sonnenuntergang zeigt er sich tief im Nordwesten, später wandert er Richtung Westen/Südwesten. Rund um den 21. Oktober stand er nahe dem Bereich des Großen Wagens und oberhalb von Arktur. Wer früh aufsteht, hat in den Morgenstunden zusätzlich eine gute Sicht.
Konkret für Wien & Co.: Der Österreichische Astronomische Verein zeigt Diagramme für Abend- und Morgensichtbarkeit – praktisch, wenn du deinen Blick genau planen willst.
Schnelle Beobachtungstipps
- Suche einen dunklen Standort abseits von Stadtlicht – etwa am Land oder am Stadtrand.
- Schaue 60–90 Minuten nach Sonnenuntergang bzw. vor Sonnenaufgang Richtung NW/W (abends) oder NO (morgens).
- Nimm ein Fernglas (7×50 oder 10×50) mit – das erhöht die Chancen deutlich.
- Beachte: Ab 26. Oktober stört zunehmendes Mondlicht immer öfter – nutze die klaren Abende davor besonders.
So holst du das Beste raus – auch mit dem Smartphone
Du hast kein Teleskop? Kein Problem. Schon ein kurzer Langzeitmodus am Handy (einige Sekunden, Handy aufs Stativ oder Geländer) kann den Kometen als nebliges Fleckerl mit Schweif zeigen. Das klappt überraschend gut – probier’s einfach!
Mein Mini-Erlebnis: Ich stand diese Woche am Wiener Stadtrand, Jacke zu, Fernglas in der Hand. Mit bloßem Auge war’s grenzwertig – im Fernglas aber eindeutig sichtbar. Danach hielt ich das Handy ans Geländer, 3‑Sekunden‑Belichtung – und zack, da war der Schweif. Genau solche Momente machen den Herbsthimmel besonders.
Warum leuchtet Lemmon grünlich?
Die grünliche Note kommt von diatomarem Kohlenstoff (C₂) in der Koma. Unter ideal dunklem Himmel wirkt Lemmon im Fernglas oft schmutzig‑grau, Fotos bringen die Farbe stärker heraus – das ist normal.
Realistische Erwartungen
Kometen sind launisch: Helligkeit und Schweif können schwanken. Auch Wetter, Dunst und Horizonthöhe spielen eine Rolle. Wenn du ihn heute nicht erwischst, versuch’s morgen – oder wechsle vom Stadtpark aufs freie Feld. Lokale Medien und Vereine geben laufend Updates, etwa VIENNA.AT oder der Astronomische Arbeitskreis Salzkammergut.
Weiterführende Links & Karten
- Sichtbarkeit für Wien (Österr. Astronomischer Verein)
- Helligkeit & Termine (Star Walk)
- Weg am Himmel: Nähe Großer Wagen & Arktur
- Nachtkarte & Orientierung
- ORF-Update: Mond, Zeitfenster & Tipps
Kurz und bündig
- Jetzt schauen! Beste Chancen rund um 20.–26. Oktober 2025.
- Richtung: Am Abend Nordwest bis West, morgens Nordost.
- Ausrüstung: Fernglas reicht; Handy mit Nachtmodus ausprobieren.
- Erwartung: Helligkeit bis ca. Mag 4 möglich – aber variabel.
Viel Spaß unterm Sternenhimmel – vielleicht wird’s dein schönster Herbstmoment!




































