Arc Raiders im Check – Was der neue Extraction-Shooter wirklich kann
Seit Ende Oktober spricht halb Gamer-Internet über Arc Raiders. Der neue Extraction-Shooter von Embark Studios ist endlich da – auch in Österreich. Aber was steckt wirklich dahinter? Hält der Hype, was die Trailer versprochen haben? Und lohnt sich der Einstieg, wenn man mit Tarkov & Co. bisher wenig anfangen konnte?
Was ist Arc Raiders überhaupt?
Arc Raiders ist ein Multiplayer-Extraction-Shooter aus der Third-Person-Perspektive. Du siehst also deine Figur von hinten, nicht wie in einem typischen Ego-Shooter.
Statt klassischer Story-Kampagne geht es um immer wiederkehrende Einsätze: Du startest aus einer unterirdischen Stadt, gehst an die Oberfläche, sammelst Loot, kämpfst gegen Roboter und andere Spieler – und versuchst, lebend wieder zu entkommen.
Das Besondere: Die Welt ist eine postapokalyptische Version von Italien, Erde in der Zukunft, überrannt von ARC-Robotern. Menschen leben in einer unterirdischen Stadt, im Spiel meist „Speranza“ oder „Toledo“ genannt. Wer mutig genug ist, steigt als „Raider“ an die Oberfläche, um Schrott, Waffen und wertvolle Materialien zu sichern.
Auf welchen Plattformen gibt’s Arc Raiders in AT?
Arc Raiders ist offiziell am 30. Oktober 2025 erschienen und läuft aktuell auf:
- PC (Steam, Epic Games Store, GeForce Now)
- Xbox Series X|S
- PlayStation 5 (inkl. PS5 Pro, aber nicht PS4)
Für PC-Spieler:innen in Österreich führt kaum ein Weg an Steam vorbei, wo der Shooter schon jetzt mit sehr positiven Reviews glänzt. Konsolen-Fans finden Infos etwa im AT-PlayStation-Store.
Grundprinzip: Scavenge, Fight, Extract
Wie spielt sich eine typische Runde Arc Raiders? Vereinfacht gesagt in drei Schritten:
1. Vorbereitung im Untergrund
Alles beginnt in der Untergrund-Stadt, der Social Hub des Spiels. Hier:
- baust du dir deine Ausrüstung zusammen,
- sprichst mit Händlern,
- nimmst Aufträge an,
- verbesserst Waffen und Rüstung in deinem Workshop.
Das fühlt sich ein bisschen an wie ein Mix aus MMO und Loot-Shooter-Lobby. Gerade zu Beginn verbringst du hier viel Zeit, um dich an Menüs, Crafting und dein Loadout zu gewöhnen.
2. Einsatz an der Oberfläche
Dann geht’s nach oben – „Topside“. Dort läuft ein Einsatz grob so ab:
- Du wirst allein oder im Zwei- oder Drei-Mann-Squad abgesetzt.
- Du hast begrenzte Zeit (rund 30 Minuten je Run).
- Du durchkämmst Ruinen, Dörfer, Industrieanlagen und Wälder.
- Du kämpfst gegen ARC-Roboter, andere Spieler:innen oder weichst ihnen aus.
- Du stopfst deinen Rucksack mit Loot voll.
Arc Raiders ist ein PvPvE-Spiel. Das heißt: Player versus Player und Environment. Du musst also immer beides im Kopf haben – KI-Gegner und echte Menschen.
3. Flucht und Belohnung
Der wichtigste Moment jeder Runde ist die Extraction – also deine Flucht zurück in den Untergrund.
- Schaffst du es lebend zu einem der Extraction-Punkte, nimmst du deine Beute mit.
- Stirbst du unterwegs, verlierst du alles, was du im Rucksack hattest.
Und genau hier liegt der Kick: Gehst du auf Nummer sicher und extrahierst früh – oder bleibst du länger, um noch mehr Loot zu riskieren?
Warum alle von Arc Raiders reden
Arc Raiders ist nicht der erste Extraction-Shooter. Aber ein paar Dinge sorgen für den aktuellen Hype:
- Frischer Look: Postapokalyptisches Italien mit Retro-Ästhetik, Neonlichtern im Untergrund und ranzigen Dörfern an der Oberfläche – das wirkt anders als die üblichen Kriegsgebiete.
- Starke Technik: Das Spiel läuft auf Unreal Engine 5 und bietet viele Details, schöne Lichtstimmungen und große Karten.
- Team-Erfahrung: Squads bis zu drei Leuten, viele Synergien bei Waffen und Gadgets.
- Rasanter Start: Wenige Wochen nach Release sprechen Berichte bereits von Millionen verkauften Kopien und Hunderttausenden gleichzeitigen Spieler:innen auf PC und Konsole.
Besonders spannend für viele ist außerdem, dass Arc Raiders seit kurzem sogar Steam-Deck-verifiziert ist. Damit funktioniert der Shooter offiziell gut auf Valves Handheld – praktisch, wenn du am Sofa in Wien oder im Zug nach Salzburg noch ein paar Runden drehen willst.
Gameplay: Wie fühlt es sich an?
Von der Steuerung her ist Arc Raiders näher an einem klassischen Third-Person-Shooter wie The Division als an einem Hardcore-Simulator. Die Waffen haben Wumms, aber das Zielen fühlt sich nicht übermäßig schwer an.
Typische Waffen sind etwa:
- Rattler: halbautomatisches Gewehr – Allrounder für mittlere Distanz.
- Volcano: Schrotflinte für Kämpfe auf kurze Distanz.
- Equalizer: Energiewaffe mit Sci-Fi-Flair.
Dazu kommen Minen, Granaten, Ziplines, Türsperren und andere Gadgets, die im Einsatz oft über Leben und Tod entscheiden.
In den ersten Stunden fühlt sich das Gameplay eher „locker“ an, aber je mehr wertvollen Loot du trägst, desto nervöser wirst du. Ein Hinterhalt kurz vor der Extraction kann dir alles zerstören – und genau diese Geschichten erzählen sich Spieler:innen dann tagelang.
Charakter-Anpassung: Dein Raider, dein Stil
Arc Raiders bietet ein recht flexibles Charakter-System. Du kannst:
- Gesicht, Körperform und Frisur wählen,
- verschiedene Farbpaletten und Details nutzen,
- deinen Rucksack optisch anpassen,
- kosmetische Items über Level-Ups, Quests oder den Ingame-Store freischalten.
Es ist kein Rollenspiel mit tiefem Skill-Baum, aber du bekommst genug Möglichkeiten, deinen Raider von der Masse abzuheben – gerade in der Raider-Bar im Untergrund ein netter Bonus.
Wie fair ist das Ganze? Pay2Win oder okay?
Arc Raiders war ursprünglich einmal als Free2Play-Titel geplant, ist jetzt aber ein ganz normales Vollpreisspiel mit rund 40 Euro Einstiegspreis (je nach Store und Angebot auch mal günstiger).
Im Gegenzug setzt Embark nach aktuellem Stand vor allem auf:
- kosmetische Items,
- optionale Editionen mit Skins, früher Stash-Erweiterung oder einem garantierten Bauplan.
Wichtige Frage: Ist das Pay2Win? Stand jetzt wirkt es eher wie „Pay2LookCooler“. Die starken Waffen musst du dir weiterhin erspielen. In der Praxis bedeutet das: Wer bezahlt, sieht früher stylisch aus, ist aber nicht automatisch der bessere Spieler.
Aktuelle Diskussionen: Exploits, Balancing und Patches
Natürlich läuft nicht alles perfekt. Wie bei jedem Online-Spiel tauchen auch bei Arc Raiders Bugs und Exploits auf.
Tür-Exploit und Bann-Diskussion
Derzeit heiß diskutiert: Ein Tür-Exploit, mit dem Spieler gesperrte Türen umgehen können, ohne den eigentlich nötigen Keycard-Loot. Wer den Trick kennt, kann einfach durch bestimmte Türen „glitchen“ und sich so fette Beute sichern, ohne das System zu respektieren.
Viele in der Community fordern harte Strafen bis hin zu Banns für Spieler:innen, die das ausnutzen. Embark steht hier unter Druck, schnell zu reagieren – sonst leidet die Fairness im Matchmaking.
Waffen-Balancing und das „Venator“-Nerf
Ein anderes Thema ist das Balancing. Vor kurzem wurde etwa die Pistole „Venator“ generft, weil sie zu stark war und ganze Squads alleine ausknipsen konnte. Die Entwickler haben die Feuerrate reduziert, ohne den Schaden komplett zu zerstören. Ziel: präzisere Schüsse statt Dauerfeuer-Overkill.
Solche Patches sind für ein Live-Service-Spiel normal. Für dich als Spieler:in heißt das aber auch, dass sich dein Lieblings-Loadout hin und wieder ändert.
Kuriose Highlights: Die Gummi-Enten-Flut
Zwischendurch zeigen die Entwickler Humor. Ein Update hat etwa dafür gesorgt, dass Spieler ihre abgefahrene Sammlung an Gummi-Enten im eigenen Raider-Den besser präsentieren können. Klingt nach einer Kleinigkeit, aber genau solche Momente geben dem Spiel Persönlichkeit – und landen dann in Clips auf TikTok und Twitch.
Für wen ist Arc Raiders geeignet?
Vielleicht fragst du dich: „Passt Arc Raiders überhaupt zu mir?“ Ein paar Anhaltspunkte:
Arc Raiders ist etwas für dich, wenn …
- du Nervenkitzel magst – dieses Gefühl, viel zu verlieren zu haben,
- du gerne in kleinen Squads mit Freund:innen spielst,
- du Sci-Fi-Settings und Robotik spannend findest,
- du Loot-Spiralen liebst: besserer Loot → härtere Runs → noch besserer Loot.
Arc Raiders ist eher nichts für dich, wenn …
- du eine klassische Singleplayer-Kampagne mit Story suchst,
- du es hasst, im schlimmsten Moment alles zu verlieren,
- du mit Online-Zwang auf Kriegsfuß stehst,
- du nur mal „ganz entspannt nebenbei“ zocken willst – Arc Raiders braucht Konzentration.
Persönlicher Eindruck: Was fühlt sich „anders“ an?
Ein Beispiel aus einer typischen Session: Wir sind zu dritt unterwegs, leichte Ausrüstung, nur mittelmäßige Waffen. Eigentlich wollen wir nur ein paar Missionen abklappern – nichts Großes. Plötzlich hören wir in der Ferne das Stampfen eines riesigen ARC-Roboters, so eine Art mechanischer Koloss.
Normalerweise würden wir weglaufen. Aber heute sind wir gierig. Also legen wir Fallen, platzieren Minen, verteilen uns. Der Kampf zieht sich, kostet Munition und Nerven. Kurz bevor das Ding fällt, taucht aus dem Nichts ein anderes Squad auf – echte Spieler.
Sie warten, bis wir den Koloss fast gelegt haben, bringen den letzten Treffer – und versuchen, sowohl den Loot als auch uns zu holen. Auf einmal ist aus einem KI-Kampf ein komplettes Chaos entstanden. Wir gewinnen den Shootout knapp, schleppen uns verletzt zur Extraction und schaffen es gerade so in den Heli.
Genau dieser Mix aus KI-Gefahr, Spieler-Hinterhalten und knappen Fluchten macht Arc Raiders so reizvoll. Es sind nicht immer die perfekten Runden, sondern die knappen, die dir im Kopf bleiben.
Tipps für deinen Start in Arc Raiders (AT-Edition)
- Spiele zuerst mit leichten Loadouts: Nimm am Anfang nicht deine besten Items mit. Gewöhn dich an die Maps und Extraktionspunkte.
- Nutz Kopfhörer: Sound ist entscheidend. Schritte, Robotersummen, Schüsse – alles verrät dir, was um dich herum passiert.
- Sprich mit deinem Squad: Discord, Ingame-Chat, egal was – ohne Kommunikation wird’s schnell frustig.
- Halte dich nicht zu lange auf: Lieber lebend mit mittelmäßigem Loot raus als tot mit vollem Rucksack.
- Test verschiedene Waffen: Gerade weil das Balancing sich noch einpendelt, lohnt es sich, nicht nur einem Meta-Build hinterherzulaufen.
Fazit: Lohnt sich Arc Raiders für Spieler:innen in Österreich?
Arc Raiders ist kein Spiel für jeden – aber für viele genau das Richtige. Wenn du mit Freunden abends etwas suchst, das euch wirklich packt, euch laut fluchen und lachen lässt, dann ist dieser Extraction-Shooter einen Blick wert.
Gerade jetzt, kurz nach dem Release, sind Server gut gefüllt, Content-Creator bringen ständig neue Clips, und Embark schiebt regelmäßig Updates nach. Klar, Exploits und Balancing-Themen nerven – aber die Entwickler wirken engagiert, und die Community ist laut genug, um Druck zu machen.
Unterm Strich: Arc Raiders ist einer der spannendsten Multiplayer-Shooter 2025. Wenn du mit dem Gedanken spielst, einzusteigen: Such dir zwei Leute, mit denen du gerne zockst, schnapp dir Kopfhörer – und dann sehen wir uns vielleicht in Speranza.
Und jetzt du: Hast du Arc Raiders schon probiert? War dein erster Run himmlisch oder die Hölle? Schreib’s in die Kommentare und erzähl deine verrückteste Extraction-Story!





































