Lara Colturi: Das Ski-Wunderkind, das Österreich erobert
Wer ist Lara Colturi – und warum redet ganz Ski-Europa über sie?
Lara Colturi – diesen Namen sollten sich Ski-Fans in Österreich gut merken.
Die junge albanische Ski-Rennläuferin mit italienischen Wurzeln wirbelt seit ihrem Weltcup-Debüt 2022 das Damen-Ski-Zirkus ordentlich durcheinander. Spätestens seit ihren starken Auftritten in Levi und vor allem im Slalom von Gurgl in Tirol, wo sie erneut auf das Podest fuhr und nur Superstar Mikaela Shiffrin den Sieg überließ, ist klar: Hier wächst ein neues Mega-Talent heran.
Sie ist erst Jahrgang 2006, aber fährt, als hätte sie Jahrzehnte Erfahrung auf der Piste. Und genau das macht sie auch für das österreichische Publikum so spannend: Sie liebt die klassischen Weltcup-Orte in den Alpen – und umgekehrt.
Von Turin auf die Pisten der Welt – eine besondere Familiengeschichte
Lara Colturi wurde 2006 in Turin geboren. Ihre Geschichte liest sich wie ein modernes Ski-Märchen.
Skifahren liegt ihr im Blut
Ihre Mutter ist niemand Geringerer als Olympiasiegerin Daniela Ceccarelli, die 2002 im Super-G bei den Winterspielen Gold holte. Ihr Vater Alessandro Colturi ist Ski-Trainer. Ski ist für Lara also nicht einfach ein Sport, sondern Familienalltag seit dem Kindergarten.
Eine fast unglaubliche Anekdote: Lara war streng genommen schon einmal bei Olympia – im Bauch ihrer Mutter. Daniela Ceccarelli war 2006 bei den Spielen in Turin unbewusst schwanger. Heute steht die Tochter selbst im Rampenlicht – die perfekte Olympia-Geschichte über zwei Generationen.
Warum sie für Albanien startet – und nicht für Italien
Viele fragen sich: „Wie kann eine in Italien geborene Topfahrerin für Albanien fahren?“
Die Antwort ist einfach – und doch brisant:
- Ihre Mutter arbeitet seit einigen Jahren als Beraterin und später als technische Direktorin für den albanischen Verband.
- Albanien bot Lara früh die Chance, im Weltcup eine zentrale Rolle zu spielen.
- Sie erhielt 2022 die FIS-Zugehörigkeit für Albanien und startet seitdem unter der rot-schwarzen Flagge.
Für Italien war das ein herber Verlust. Für Albanien dagegen ein sportliches Jahrhundertprojekt – und für den Weltcup ein spannender Farbtupfer.
Die ersten großen Spuren im Ski-Weltcup
Weltcup-Debüt mit 16 – natürlich in Österreich
Ihr erstes Weltcup-Rennen fuhr Lara Colturi am 22. Oktober 2022 in Sölden im Riesentorlauf – also ausgerechnet in Österreich. Besser kann man sich beim heimischen Publikum kaum vorstellen.
Nur wenige Wochen später folgten die ersten Weltcup-Punkte im Riesenslalom. Parallel dazu räumte sie in der South American Cup gleich mehrere Wertungen ab – Gesamtwertung, Slalom, Riesenslalom, Kombination. Ein deutliches Signal: Hier kommt keine Eintagsfliege, sondern eine Allrounderin mit Biss.
Junioren-Weltmeisterin und brutaler Rückschlag
2023 gewann sie im Super-G bei den Junioren-Weltmeisterschaften in St. Anton die Goldmedaille – wieder auf österreichischem Schnee. Österreichische Fans hatten da schon längst ein Auge auf sie geworfen.
Doch kurz darauf der Schock: Am 7. Februar 2023 riss sich Lara im Training das Kreuzband im rechten Knie. Saison aus. Für eine 16-Jährige ein Albtraum.
Was sie auszeichnet: Sie kam zurück. Keine neun Monate später stand sie Ende Oktober 2023 wieder beim Weltcup-Riesentorlauf in Sölden am Start. Genau diese Härte und dieser Wille machen sie für viele zur neuen „Mentalitäts-Queen“ im Damen-Ski.
Lara Colturi heute: Podien, Punkte und Dauerkonkurrenz für Shiffrin
Starke Saison und Podien-Serie
In den letzten Saisonen entwickelte sich Lara Colturi von der aufgehenden Hoffnung zum fixen Podest-Kandidaten. Ihre Spezialitäten sind Slalom und Riesenslalom, doch sie tastet sich Schritt für Schritt auch an die Speed-Disziplinen heran.
Allein die Podienliste spricht Bände. Immer öfter findet man ihren Namen auf den Top-3-Listen großer Rennen:
- Mehrere Podestplätze im Slalom – darunter zweite Plätze in Levi (FIN) und in Gurgl (AUT).
- Top-Platzierungen im Riesentorlauf, etwa Podien in Kranjska Gora und Åre.
- Ein stabiler Platz in den Top 10 des Gesamtweltcups.
Bei der aktuellen Slalom-Saison drängt sie sich immer enger an Mikaela Shiffrin heran. In Levi und Gurgl 2025 lag sie hinter der US-Superstarin jeweils auf Rang zwei – beide Male mit starken Läufen und klar vor namhafter Konkurrenz.
Warum gerade Österreich ihr „Glücksland“ ist
Für Fans in Österreich ist Lara Colturi längst mehr als „nur“ eine Konkurrentin. Viele sehen in ihr eine der spannendsten Figuren im Damen-Zirkus.
Gute Gründe dafür:
- Ihr Weltcup-Debüt in Sölden – der Startschuss in Österreich.
- Junioren-WM-Gold in St. Anton.
- Mehrere Highlight-Rennen und Podien in Gurgl, einem der „neuen“ österreichischen Technik-Hotspots.
Wer diesen Winter im Fernsehen einen Damen-Slalom oder -Riesenslalom verfolgt, kommt an einem Namen kaum vorbei: Lara Colturi.
Stil und Stärken: Warum sie so schnell ist
Technik mit Power – und ein bisschen „Speedgirl“
Red Bull, einer der bekanntesten Player im Actionsport-Bereich, nennt sie die „Speedgirl“, die den Weltcup aufmischt. Und das sieht man jedem Lauf an:
- Sehr aktive Skiführung – sie steht ständig unter Spannung auf dem Ski.
- Mutige Linienwahl – sie fährt eng an den Toren, geht viel Risiko.
- Starke Technik – gerade im Steilen wirkt sie extrem stabil und kontrolliert.
- Nervenstärke – Podien an ihrem Geburtstag, starke zweite Läufe nach Fehlern im ersten – sie scheint Druck zu lieben.
Wenn man sie fahren sieht, wirkt es ein bisschen so, als würden Shiffrin-Präzision und Vonn-Mut aufeinandertreffen – nur eben in einem noch sehr jungen Körper.
Mentale Stärke nach der Verletzung
Viele Talente scheitern an großen Verletzungen. Bei Lara Colturi war es anders.
Sie hat öffentlich darüber gesprochen, wie hart die Reha-Zeit war – und wie sehr sie sich danach über jeden Schwung im Training freute. Genau solche Geschichten holen Fans ab. Man muss kein Profi sein, um zu verstehen, wie schwer es ist, nach einem Kreuzbandriss wieder volles Vertrauen in das eigene Knie zu haben.
Gerade in Österreich, wo fast jeder jemanden mit einem „kaputten Kreuzband“ kennt, wirkt ihr Comeback extrem nahbar.
Der Olympia-Streit: Italien oder Albanien?
Je näher die Winterspiele 2026 rücken, desto lauter wird eine Frage: Für welches Land startet Lara Colturi bei Olympia?
Hinter den Kulissen gibt es seit Monaten Diskussionen zwischen dem albanischen Verband, dem italienischen Verband und der FIS. Albanien möchte sein Aushängeschild natürlich halten, während es Berichte über einen Wechselwunsch nach Italien gibt.
Für Fans in Österreich ist das Ganze vor allem eines: ein spannendes Drama im Hintergrund. Auf der Piste bleibt die Sache einfach – dort zählt nur die Zeit auf der Uhr.
Warum Lara Colturi auch für österreichische Ski-Fans spannend ist
Vielleicht fragst du dich: „Warum sollte mich eine albanische Läuferin so sehr interessieren?“
Aus österreichischer Sicht gibt es viele Gründe:
- Sie ist eine der wenigen jungen Fahrerinnen, die Shiffrin im Slalom wirklich fordern können.
- Viele ihrer größten Erfolge feierte sie auf österreichischem Schnee.
- Sie bringt neue Farben, neue Emotionen und eine spannende Familiengeschichte in den Weltcup.
- Sie zeigt, dass große Karrieren auch abseits der großen Skiverbände entstehen können.
Und Hand aufs Herz: Gerade im Ski-Land Österreich liebt man doch genau solche Geschichten – vom „Außenseiter“, der sich gegen die etablierten Nationen durchsetzt.
Wie du Lara Colturi in der nächsten Saison verfolgen kannst
Wenn du neugierig geworden bist und Lara Colturi künftig im Auge behalten willst, hast du viele Möglichkeiten:
- Live im TV bei den Weltcup-Rennen auf den öffentlichen Sendern oder bei Sportkanälen.
- Über die Live-Ticker und Startlisten beim internationalen Skiverband FIS.
- Über Social Media – dort teilen sie und ihr Team regelmäßig Eindrücke aus Training und Rennen.
- Auf Sportportalen und News-Seiten, etwa Red Bull oder internationale Ski-News-Plattformen.
Gerade die Rennen in Österreich – ob Sölden, Gurgl oder Kitzbühel-Umgebung für Technikbewerbe – sind perfekte Chancen, sie live an der Strecke zu erleben.
Fazit: Ein Name für die Zukunft – und für Österreichs Ski-Herzen
Lara Colturi ist mehr als nur ein weiteres Talent im Damen-Weltcup. Sie ist:
- Tochter einer Olympiasiegerin, selbst auf dem Weg zu Olympia.
- Symbolfigur für den Aufbau des Skisports in Albanien.
- Eine Fahrerin, die immer wieder auf österreichischem Schnee glänzt.
- Eine Konkurrentin, die den etablierten Stars sichtbar unter Druck setzt.
In einer Zeit, in der viele über den „Generationswechsel“ im Ski-Zirkus sprechen, liefert Lara Colturi die passende Antwort – mit mutigen Schwüngen, Podestplätzen und einer Geschichte, die direkt aus einem Boulevardroman stammen könnte.
Wenn du das nächste Mal einen Damen-Slalom aus Levi, Gurgl oder Sölden einschaltest, achte einfach auf die Startliste. Sobald neben der albanischen Flagge der Name Lara Colturi auftaucht, weißt du: Jetzt wird’s spannend.




































