Mel Gibson ist zurück: Neue Filme, alter Skandalstar
Mel Gibson – für die einen ein genialer Filmemacher, für die anderen ein ewiger Skandalstar. In den letzten Jahren war es ruhig und laut zugleich um ihn: weniger rote Teppiche, dafür aber immer wieder neue Projekte, neue Filme – und alte Vorwürfe, die nie ganz verschwinden.
Was macht Mel Gibson heute? Welche Filme kommen noch? Und warum reden 2025 plötzlich wieder so viele über ihn – auch bei uns in Österreich? Genau darum geht es in diesem Artikel.
Wer ist Mel Gibson eigentlich noch für uns?
Wenn du an Mel Gibson denkst, was kommt dir zuerst in den Kopf?
- „Braveheart“ mit dem blau bemalten Gesicht?
- „Lethal Weapon“, der coole Cop mit losem Mundwerk?
- Oder doch der Regisseur von „Die Passion Christi“, der mit einem brutal ehrlichen Bibelfilm Millionen bewegte?
Mel Gibson ist einer dieser Namen aus Hollywood, die einfach bleiben. Auch wenn man seine Filme schon lange nicht mehr bewusst verfolgt – taucht er irgendwo im TV-Programm oder im Streaming-Menü auf, schaut man automatisch genauer hin.
Mel Gibson 2024/2025: Der Mann arbeitet mehr, als viele denken
Während viele dachten, Gibson sei nach seinen Skandalen komplett abgetaucht, hat er im Hintergrund weitergedreht – als Schauspieler und als Regisseur. In den letzten Monaten sind gleich mehrere Projekte mit ihm aufgepoppt, die auch für ein österreichisches Publikum spannend sind.
„Flight Risk“ – Gibsons Rückkehr auf den Regiestuhl
Mit „Flight Risk“ meldet sich Mel Gibson als Regisseur zurück. Der Action-Thriller mit Mark Wahlberg in der Hauptrolle spielt fast komplett in einem Flugzeug über der Wildnis Alaskas. Ein Pilot, ein US-Marshal, ein Häftling – und natürlich läuft alles komplett aus dem Ruder.
- Regie: Mel Gibson
- Genre: Action-Thriller
- Setting: Enge Maschine, viel Psychospiel, wenig Platz zum Entkommen
In den USA startete der Film 2025 im Kino und landete schnell auch bei Streamingdiensten. Erste Kritiken: solide Spannung, aber kein Meisterwerk. Trotzdem: Für viele Fans ist allein die Tatsache spannend, dass Gibson überhaupt wieder einen großen Kinofilm inszeniert.
Wenn du Actionfilme magst, die sich fast wie ein Kammerspiel anfühlen, ist „Flight Risk“ eine interessante Wahl. Und Hand aufs Herz: Man schaut solche Filme am Ende auch, weil man neugierig ist, wie Mel Gibson heute inszeniert.
„Boneyard“ – True-Crime-Thriller mit Mel Gibson
In „Boneyard“ steht Mel Gibson wieder vor der Kamera. Der Film basiert auf den grausamen West-Mesa-Morden in den USA – ein echter True-Crime-Fall. Gibson spielt darin einen Ermittler, an seiner Seite Rapper und Schauspieler 50 Cent.
- Genre: Crime-Thriller, inspiriert von wahren Verbrechen
- Tonalität: Düster, ernst, viel Polizeiarbeit
- Release: 2024 in den USA, inzwischen digital verfügbar
Für Fans von Serien wie „True Detective“ ist „Boneyard“ eine Alternative im Filmformat. Kein Hochglanz-Blockbuster, eher ein rauer Genrefilm – aber genau das mögen viele Zuschauer.
„Monster Summer“ – Familiengrusel mit Gibson
Etwas überraschend taucht Mel Gibson 2024 auch in einem Familien-Horrorabenteuer auf: „Monster Summer“. Der Film mischt Gänsehaut mit Abenteuer und jugendlicher Coming-of-Age-Story – eher leichte Kost verglichen mit seinen sonst oft brutalen oder düsteren Filmen.
- Genre: Abenteuer-Horror für ein jüngeres Publikum
- Vibe: Nostalgisch, ein bisschen wie die 80er-Jahre-Gruselfilme
Spannend daran: Gibson nimmt sich hier selbst etwas zurück und lässt die jüngeren Darsteller glänzen. Für alle, die ihn nur als harten Actionheld oder als kontroversen Regisseur kennen, zeigt das eine andere Seite.
Der große Plan: Die „Passion“-Saga geht weiter
Egal ob man religiös ist oder nicht – „Die Passion Christi“ war 2004 ein riesiges Thema, auch in Österreich. Ein Film auf Aramäisch und Latein, ultrabrutal, von Kirchen diskutiert und von Kritikern zerrissen und gefeiert zugleich. Und jetzt macht Mel Gibson endlich ernst mit der Fortsetzung.
„The Resurrection of the Christ: Part One“
Gibson arbeitet an einer großen Fortsetzung zu „Die Passion Christi“. Der erste neue Film trägt den Titel „The Resurrection of the Christ: Part One“ und setzt direkt nach der Kreuzigung an. Statt Jim Caviezel spielt nun ein neuer Darsteller Jesus, doch die Richtung bleibt: historische Sprachen, epische Bilder, religiöses Drama.
- Regie: Mel Gibson
- Thema: Die Auferstehung Jesu und die Ereignisse danach
- Sprache: Aramäisch, Hebräisch, Latein – wie beim Original
Geplant ist eine Trilogie. Das heißt: Die Auferstehungsgeschichte wird auf mehrere Filme aufgeteilt. Das ist mutig – und natürlich auch ein Statement. Gibson will nicht nur einen weiteren Bibelfilm drehen, sondern ein ganzes Epos.
„The Resurrection of the Christ: Part Two“
Und damit nicht genug: Für „The Resurrection of the Christ: Part Two“ gibt es ebenfalls schon Pläne. Damit macht Gibson klar, dass er das Thema nicht loslässt. Die Filme sollen die Zeit nach der Auferstehung bis hin zu den letzten Aposteln erzählen.
Wenn du dich für Religionsgeschichte interessierst oder gerne diskutierst, wie glaubensnahe Filme heute aussehen sollten, wirst du an diesen Projekten kaum vorbeikommen. Kirchen, Medien, Social Media – alle werden wieder mitreden, wenn diese Filme starten.
Mel Gibson und die Skandale – kann man Werk und Person trennen?
So spannend die neuen Filme sind, ein Thema lässt sich nie komplett ausklammern: die Skandale rund um Mel Gibson. Antisemitische Ausfälle, Alkohorfahrten, problematische Aussagen – das alles ist dokumentiert und sorgte dafür, dass Hollywood ihn jahrelang mied.
Viele fragen sich bis heute: Darf man seine Filme genießen, wenn man seine Aussagen ablehnt? Diese Frage taucht immer wieder auf – nicht nur bei Gibson, sondern auch bei anderen umstrittenen Stars.
Vielleicht kennst du die Diskussion aus deinem Freundeskreis: Jemand sagt „Ich schau nix mehr von dem“, ein anderer sagt: „Ich trenne Kunst und Künstler.“ Die Wahrheit liegt oft irgendwo dazwischen. Man kann sich informieren, kritisch bleiben – und trotzdem selbst entscheiden, ob man einen Film sehen will.
Wie gehen Streaming und TV damit um?
Spannend ist: Viele Plattformen ziehen sich nicht von Gibson zurück. Seine Klassiker laufen weiter im TV, seine neuen Filme landen bei großen Verleihern. Das Geschäftsmodell Hollywoods ist pragmatisch: Solange jemand zieht, wird produziert.
Gerade deshalb ist es wichtig, dass wir als Zuschauer bewusst entscheiden. Man kann einen Film schauen – und trotzdem über die Hintergründe reden. Vielleicht sogar noch mehr als früher.
Warum Mel Gibson in Österreich wieder Thema ist
Österreich ist kein riesiger Markt, aber sehr filmbegeistert. Es gibt Festivals, Programmkinos, ein starkes öffentliches Fernsehen und natürlich Streaming ohne Ende. Und genau da taucht Mel Gibson immer wieder auf.
- Seine alten Filme laufen regelmäßig in Spätprogrammen.
- Neue Projekte wie „Flight Risk“ oder „Boneyard“ werden von Filmportalen und Medien aufgegriffen.
- Religiöse Themen wie „Die Passion Christi“ und die kommenden „Resurrection“-Filme finden gerade in einem Land mit katholischer Tradition immer Publikum.
Wenn du Filmportale oder Boulevardseiten liest, wirst du seinen Namen immer wieder sehen. Nicht so massiv wie früher – aber konstant im Hintergrund. Und jedes neue Projekt bringt die Frage: Schauen oder boykottieren?
Wie du dich selbst informieren kannst
Wenn du tiefer einsteigen willst, findest du offizielle Infos zu Filmen und Releases auf Seiten wie:
- IMDb – Internet Movie Database
- Lionsgate – das Studio hinter mehreren Gibson-Projekten
- Rotten Tomatoes – Kritiken und Zuschauerwertungen
Dort kannst du nachlesen, wie „Flight Risk“, „Boneyard“, „Monster Summer“ oder die kommende „Resurrection“-Reihe bei Kritikern und Fans ankommen.
Fazit: Mel Gibson verschwindet nicht – er verändert sich (ein bisschen)
Mel Gibson 2025 ist weder der strahlende Hollywoodheld von früher noch der komplett abgeschriebene Skandalstar. Er ist irgendetwas dazwischen. Ein erfahrener Filmemacher, der weiter arbeitet, weiter provoziert und weiter polarisiert.
Für uns als Publikum in Österreich heißt das:
- Wir bekommen neue Filme von ihm – als Regisseur und Schauspieler.
- Wir bekommen eine große, umstrittene Bibel-Trilogie, über die sicher auch bei uns diskutiert wird.
- Wir müssen selbst entscheiden, wie wir mit seiner Vergangenheit umgehen.
Vielleicht schaust du demnächst „Flight Risk“ oder „Boneyard“ an – oder wartest auf „The Resurrection of the Christ“. Vielleicht sagst du auch: „Nein, ohne mich.“ Beides ist okay.
Aber eins ist klar: Mel Gibson ist zurück im Gespräch. Und genau das wollte er offenbar immer – geliebt oder gehasst, aber nie ignoriert.
Wie siehst du das? Kannst du seine Filme noch genießen? Oder ist bei dir endgültig Schluss? Schreib dir deine eigene Antwort – beim nächsten Mal, wenn sein Name wieder im Programm auftaucht.





































