Guido Burgstaller zwischen Heldengeschichte und brutaler Attacke
Ganz Österreich kennt den Namen Guido Burgstaller. Der Stürmer aus Kärnten hat sich mit Toren, Kampfgeist und rauem Charme in die Herzen der Fans gekickt – bei Rapid Wien, bei Schalke 04, beim 1. FC Nürnberg und beim FC St. Pauli. Und dann die Schockmeldung: Eine brutale Attacke in der Wiener Innenstadt, Schädelbruch, Krankenhaus, lange Pause.
Wer ist dieser Mann, der nie aufgibt? Und wie geht es jetzt mit seiner Karriere weiter? Schauen wir uns Burgstallers – fast filmreife – Geschichte genauer an.
Vom Villacher Buben zum Profi-Stürmer
Guido Burgstaller wurde am 29. April 1989 in Villach geboren. Wie so viele österreichische Kicker startete auch er ganz klassisch: Dorfplatz, Kabine, kalte Duschen. Nur einer hat halt öfter getroffen als die anderen: Burgi.
Seine ersten Profischritte machte er beim FC Kärnten, später folgten Stationen bei:
- SC Wiener Neustadt – hier schoss er sich in die Notizbücher der Großen
- SK Rapid Wien – das erste Mal im grün-weißen Trikot
- Cardiff City – kurzer Abstecher nach England
- 1. FC Nürnberg – Torjäger in der 2. deutschen Liga
- FC Schalke 04 – Kultspieler in Gelsenkirchen
- FC St. Pauli – Liebling am Millerntor
- Rapid Wien – die große Rückkehr nach Hütteldorf
Wer ihn spielen sieht, merkt sofort: Das ist keiner, der sich zu schade für einen Zweikampf ist. Burgstaller ist kein Schönwetter-Fußballer, sondern einer, der auch bei Regen, Kunstschnee und 0 Grad noch in den Pressing-Lauf geht.
Der Torjäger, der immer wieder aufsteht
Seinen ganz großen Stempel drückte Guido Burgstaller vor allem zwei Klubs auf: Schalke 04 und Rapid Wien.
Schalke 04: Der Kämpfer aus Kärnten
Als Burgstaller 2017 zu Schalke 04 wechselte, wussten viele Fans nicht recht, was sie erwartet. Kein Starname, kein Glamour – dafür Einsatz pur. Genau damit holte er die Kurve im Ruhrpott hinter sich.
Wichtige Tore im Derby, unermüdlicher Einsatz, dieses typische „Nie aufgeben“ – Burgstaller wurde schnell zum Fanliebling. Er war nie der eleganteste Spieler am Platz, aber einer, auf den sich Trainer und Mitspieler verlassen konnten.
Rapid Wien: Heimkehr des verlorenen Sohnes
2022 dann die Meldung, auf die viele Rapid-Fans gehofft hatten: Guido Burgstaller kehrt zu Rapid Wien zurück. Der Stürmer verlässt St. Pauli und unterschreibt wieder in Hütteldorf. Die offizielle Bestätigung kam über skrapid.at, und die Fans waren aus dem Häuschen.
In seiner zweiten Rapid-Ära zeigte er noch einmal eindrucksvoll, was in ihm steckt. Tore, Vorlagen, wichtige Momente – und auch in der Kabine galt er als Führungsspieler, der junge Profis an die Hand nimmt.
Kein Zufall, dass er in Österreich sogar zum Torschützenkönig der Bundesliga wurde. Für viele ist Burgstaller genau der Typ, den man in Hütteldorf liebt: direkt, ehrlicher Arbeiter, einer von den eigenen.
ÖFB-Team: Später Blüte, früher Rücktritt, kurzes Comeback
Auch im Nationalteam hat Guido Burgstaller Spuren hinterlassen, wenn auch nicht so mitreißend wie im Klubfußball. Immer wieder wurde er nominiert, kam auf Einsätze, erzielte Tore – aber ein fixer Stammspieler war er nie.
Spannend: 2019 erklärte er seinen Rücktritt aus dem ÖFB-Team, um sich auf den Klub zu konzentrieren. Später gab es doch noch einmal ein kurzes Comeback unter Teamchef Ralf Rangnick. Charakteristisch für Burgi: Wenn man ihn braucht, ist er da – auch wenn es nur für ein paar Minuten am Platz ist.
Die Schocknacht in Wien: Brutale Attacke auf Burgstaller
Dann der Moment, der nicht nur Rapid-Fans, sondern ganz Fußball-Österreich schockte: brutale Attacke auf Guido Burgstaller in der Wiener Innenstadt. Ein unbekannter Täter, ein Schlag, Burgstaller stürzt, schwere Kopfverletzung, Schädelbruch, Krankenhaus.
Medien wie Reuters und große deutsche Blätter berichteten ausführlich. Die Diagnose: Schädelbasisbruch, mehrere Tage im Spital, monatelange Pause, ungewisse Zukunft.
Für einen 35-jährigen Profi, der ohnehin schon über seine Zukunft nachgedacht hatte, ist so ein Vorfall mehr als nur ein Rückschlag – es ist ein Schicksalsschlag. Viele Experten fragen sich seitdem: War das sein letztes Spiel als Profi?
Schockwelle durch die Fußballszene
Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten:
- Mitspieler und Trainerkollegen zeigten sich tief betroffen.
- Fans von Rapid Wien, aber auch von Schalke 04, St. Pauli und Nürnberg schickten Genesungswünsche.
- Selbst Rivalen wie Austria Wien äußerten sich geschockt und wünschten schnelle Besserung.
Dieser Zusammenhalt zeigt, wie groß Burgstallers Standing in der Fußballwelt ist. Egal ob Bundesliga, 2. Liga, Premier League-Fans oder österreichische Bodenständigkeit – Respekt vor diesem Kämpfer haben alle.
Kann Guido Burgstaller noch einmal zurückkommen?
Die Frage, die viele beschäftigt: Steht Guido Burgstaller noch einmal auf? Mediziner betonen, dass ein Schädelbruch eine ernste Verletzung ist. Monate der Reha, viel Geduld, keine Risiken. Für einen Spieler Mitte 30 sind das harte Fakten.
Aber wenn man seine Karriere verfolgt hat, dann weiß man: Dieser Mann hat schon oft gegen Widerstände angekämpft.
Von „zu klein“ oder „zu langsam“ war in Jugendtagen die Rede, von „nicht gut genug für die ganz große Bühne“ später. Und doch stand er plötzlich vor zehntausenden Fans in Gelsenkirchen, Hamburg und Wien auf dem Platz.
Kommt also ein Fußball-Comeback? Oder wechselt er auf die Trainerbank, ins Scouting, in die Akademie? Offiziell ist vieles noch offen. Klar ist:
Guido Burgstaller wird dem Fußball nicht so einfach verloren gehen.
Warum gerade Burgstaller so viele Fans hinter sich hat
Was macht Guido Burgstaller eigentlich so beliebt – weit über Vereinsgrenzen hinaus? Einige Punkte fallen besonders auf:
- Authentizität: Kein Star-Allüren, kein Showman. Burgi wirkt oft wie der Nachbar von nebenan.
- Einsatz: Er rennt, ackert, grätscht – auch wenn es mal nicht läuft.
- Treue: Die Rückkehr zu Rapid Wien war für viele Fans ein starkes Zeichen.
- Bodenständigkeit: Interviews ohne Floskeln, manchmal rau, aber ehrlich.
Wenn man mit Rapid-Fans spricht, hört man oft Sätze wie: „So einen brauchst auf dem Platz“ oder „Der spielt, als würde er im Block stehen“. Und genau das ist wohl der Kern.
Eine persönliche Erinnerung: Der Typ, der nicht locker lässt
Wer einmal live gesehen hat, wie Guido Burgstaller spielt, vergisst das nicht so schnell. Ich erinnere mich an ein Spiel im Allianz Stadion, Rapid im Rückstand, die Stimmung gekippt. Viele Spieler ließen die Köpfe hängen.
Aber Burgstaller? Der tobte vorne herum, reklamierte, trieb seine Mitspieler an, winkte die Fans nach oben. In der 85. Minute holte er noch eine Ecke heraus, bei der andere schon längst nicht mehr nachgerannt wären. Aus dieser Ecke fiel der Ausgleich.
War er der Torschütze? Nein. Aber ohne seinen Willen gäbe es diese Szene gar nicht. Genau diese Momente machen Spieler zu Klublegenden.
Was wir aus seiner Geschichte lernen können
Natürlich ist Guido Burgstaller „nur“ ein Fußballer. Aber seine Karriere und die brutale Attacke in Wien erzählen auch eine größere Geschichte:
- Erfolg kommt selten über Nacht – er ist das Ergebnis von Jahren harter Arbeit.
- Rückschläge gehören dazu – ob Formtief, Verletzung oder Vereinswechsel.
- Gewalt trifft die Falschen – ein Vorfall wie die Attacke in Wien zeigt, wie fragil alles ist.
- Haltung zählt – aufstehen, weitermachen, Vorbild sein.
Vielleicht fragst du dich beim Lesen: „Was würde ich tun, nach so einer Verletzung?“ Karriere beenden? Noch einmal alles riskieren? In Ruhe mit der Familie leben? Genau in dieser Zwickmühle dürfte Burgstaller jetzt stecken.
Guido Burgstaller: Mehr als nur ein Name auf dem Trikot
Ob er noch einmal für Rapid Wien oder einen anderen Klub aufläuft oder nicht: Sein Platz in der österreichischen Fußballgeschichte ist ihm sicher.
Er steht für eine Generation von Spielern, die nicht über Social Media, sondern über Schweiß, blaue Flecken und wichtige Tore groß geworden ist. Für viele junge Kicker in Österreich ist Guido Burgstaller ein Vorbild: Man muss kein Weltstar sein, um eine große Karriere und viel Respekt zu ernten.
Und vielleicht sehen wir ihn in ein paar Jahren wieder – als Trainer an der Seitenlinie, als Nachwuchsleiter in Kärnten oder als Experte im TV. Eines ist jedenfalls sicher: Seine Geschichte ist noch nicht zu Ende.
Fazit
Vom Villacher Buben zum Rapid- und Schalke-Liebling, vom Torschützenkönig zum Opfer einer brutalen Attacke – das Leben von Guido Burgstaller liest sich wie ein Drehbuch. Tragisch, kämpferisch, manchmal unfassbar.
Aber wenn es einen Spieler gibt, dem man zutraut, nach einem Schädelbruch noch einmal aufzustehen – dann ist es wohl er. Ganz Österreich drückt ihm die Daumen.





































