Veronika Kratochwil – Vom Becken ins Radiostudio und auf die Bühne
Viele kennen den Namen Veronika Kratochwil noch aus den Sport-News: Österreichs Kunstspringerin bei Olympia 2008. Heute hört man sie vor allem im Radio – und immer öfter steht sie auch als Moderatorin auf der Bühne. Zeit, sich diese spannende Frau einmal genauer anzuschauen.
Wer ist Veronika Kratochwil?
Veronika Kratochwil wurde am 9. September 1988 in Baden bei Wien geboren. Schon als Kind zog es sie ins Wasser. Mit acht Jahren begann sie mit dem Wasserspringen und landete bald beim Verein Schwimm-Union Wien. Dort trainierte sie in der Disziplin Kunstspringen vom 1‑ und 3‑Meter-Brett.
Aus dem Hobby wurde Leistungssport. Und zwar richtig: Veronika schaffte den Sprung in die Nationalmannschaft und startete bei Welt‑ und Europameisterschaften. Höhepunkt ihrer Sportkarriere: Die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2008 in Peking, wo sie im 3‑Meter-Kunstspringen antrat.
Vom Leistungssport zur Radiomoderatorin
Viele Spitzensportlerinnen fragen sich nach dem Karriereende: Und was jetzt? Bei Veronika war die Antwort klarer, als man denkt. Sie liebte es schon immer, Geschichten zu erzählen, zuzuhören und mit Menschen zu reden. Also ging es nach dem Sport nicht in die Bürowelt, sondern ins Radiostudio.
Seit Dezember 2015 arbeitet sie bei Hitradio Ö3 als Redakteurin, später auch als Moderatorin. Heute kennen sie viele als Stimme der Ö3‑Hitnacht. Auf der Ö3-Seite kann man ihren Wordrap lesen, in dem sie sich selbst charmant vorstellt – inklusive Liebeserklärung an Kaffee und Outdoor-Abenteuer. Mehr dazu direkt bei Ö3: Veronika Kratochwil bei Ö3.
Parallelen zwischen Sport und Radio
Was hat ein Radiostudio mit einem Sprungturm gemeinsam? Mehr, als man denkt.
- Im Sport wie im Radio muss man genau im richtigen Moment abliefern.
- Fehler lassen sich kaum verstecken – alles passiert live.
- Man braucht Nerven wie Drahtseile und die Fähigkeit, sich zu konzentrieren, auch wenn rundherum viel los ist.
Veronika selbst sagt, sie habe den „Nervenkitzel des in diesem Moment abliefern müssen“ beim Moderieren wiedergefunden. Wer einmal vor laufenden Mikrofonen eine Livesendung gefahren ist, weiß: Das ist kein gemütlicher Kaffeeklatsch, sondern Adrenalin pur – fast wie der Moment kurz vor dem Sprung vom Brett.
Eventmoderation – Die Bühne als neues Sprungbrett
Neben dem Radio hat sich Veronika ein zweites berufliches Standbein aufgebaut: Event-Moderation. Auf ihrer Website veronikakratochwil.at beschreibt sie, wie sie Veranstaltungen mit Energie und Spontanität begleitet.
Welche Events moderiert sie?
Der Schwerpunkt liegt klar im Sportbereich, aber nicht nur dort. Ein Auszug der letzten Jahre zeigt:
- Sportgroßveranstaltungen wie der Tag des Sports
- Sport Stars Wien Gala & Ball des Sports
- Kinopremieren
- Firmenfeiern und Preisverleihungen
- Moderationen im Rahmen von Hitradio Ö3-Events
Sie selbst bezeichnet sich als Outdoor-Sportlerin und Adrenalinjunkie. Das merkt man ihrer Art zu moderieren an. Sie steht nicht nur brav am Rednerpult, sondern ist bereit, sich mitten ins Geschehen zu stürzen – ob am Berg, beim Extremsport oder in der Menge.
Was macht ihren Moderationsstil aus?
Schaut man sich ihre Beschreibungen und Referenzen an, fallen ein paar Punkte auf, die sie von vielen anderen Moderatorinnen unterscheiden:
- Spontanität: Sie kann auf ungeplante Situationen locker reagieren.
- Nähe zum Publikum: Man hat das Gefühl, sie spricht mit den Menschen, nicht nur zu ihnen.
- Sport-Erfahrung: Sie versteht Sportevents nicht nur von außen, sondern aus der Innenperspektive einer Athletin.
- Authentizität: Keine künstliche Show, sondern eine natürliche, direkte Art.
Wer schon einmal eine etwas steife Firmenfeier erlebt hat, weiß, wie wichtig eine Moderatorin ist, die die Stimmung auflockern kann. Genau da kommt jemand wie Veronika Kratochwil ins Spiel.
Von der Bundesheersportlerin zur Medienfrau
Während ihrer aktiven Zeit war Veronika Sportsoldatin beim Heeressportzentrum Südstadt. Sie trainierte auf höchstem Niveau, nahm an Welt- und Europameisterschaften teil und holte Top-10-Platzierungen bei Großereignissen.
Ein Detail, das vielen nicht bewusst ist: Leistungssport bedeutet nicht nur Medaillen, sondern auch harte Rahmenbedingungen. In einem vielbeachteten offenen Brief sprach Veronika 2013 über die schwierigen Trainingsbedingungen in Wien. Überfüllte Bäder, zu wenig Platz für Wasserspringerinnen, zu wenig Personal – das Wasser stand den Athleten, wie sie damals schrieb, „bis zum Hals“.
Diese direkte Art, Probleme anzusprechen, zieht sich durch ihre Karriere: Ob im Interview, in der Reportage oder auf der Bühne – sie wirkt ehrlich und klar, ohne viel Drumherum.
Karrierewechsel – Wie schafft man so einen Sprung?
Vielleicht fragst du dich jetzt: Wie schafft eine Spitzensportlerin den Wechsel in die Medien- und Eventwelt? Und was kann man sich selbst davon abschauen?
1. Fähigkeiten mitnehmen, nicht wegwerfen
Veronika hat nicht bei Null begonnen. Vieles, was sie im Sport gelernt hat, hilft ihr heute im Job:
- Disziplin – ohne die läuft weder Training noch Redaktion.
- Umgang mit Druck – Live-Sendungen sind wie ein Finale.
- Teamarbeit – ob Nationalteam oder Radioteam, ohne Zusammenhalt geht es nicht.
- Selbstbewusstsein auf der Bühne – wer vor Tausenden Zuschauern springt, hat nicht so schnell Lampenfieber.
2. Neue Ausbildungen und Erfahrungen sammeln
Neben dem Sport hat Veronika ein Studium begonnen und sich im Medienbereich Schritt für Schritt hochgearbeitet: Redaktion, Beitragsgestaltung, Live-Moderationen. Dazu kamen Jobs als Nachwuchstrainerin im Wasserspringen und Engagements als Off-Air-Moderatorin bei Events.
Das zeigt: Ein Karrierewechsel ist selten ein „Sprung ins Blaue“, sondern eher eine Serie kleiner Sprünge – vom Becken ins Studio, von der Nebenrolle in die Hauptrolle.
Privat: Berge, Bike und Babyglück
Abseits von Mikrofon und Bühne ist Veronika ein echter Outdoor-Mensch. Skitouren, Rennrad, Mountainbike, Schwimmen in Seen – ihre Hobbys finden fast alle in der Natur statt. Wer ihrem Wordrap bei Ö3 liest, merkt schnell: Der Großstadtlärm ist nicht ihr Lieblingssound, viel lieber ist sie in den Bergen unterwegs.
Und auch privat hat sich einiges getan: Ende 2025 wurde sie Mama eines Sohnes. Damit ist eine neue Rolle dazugekommen – vielleicht die anspruchsvollste von allen. Wie viele berufstätige Mütter in Österreich wird sie in den nächsten Jahren den Spagat zwischen Familienleben, Radiostudio und Eventmoderation meistern müssen.
Was können wir von Veronika Kratochwil lernen?
Man muss kein Olympiateilnehmer sein, um sich von ihrer Geschichte etwas mitzunehmen. Ein paar Punkte lassen sich leicht auf das eigene Leben übertragen:
- Mut zur Veränderung: Wenn ein Kapitel vorbei ist, darf man ein neues starten – auch wenn es komplett anders aussieht.
- Eigene Stärken nutzen: Veronika hat ihre Bühnen-Erfahrung und ihre Kommunikationsfreude in den Medienbereich mitgenommen.
- Ehrlich bleiben: Ob im offenen Brief über Missstände oder im Radio – Authentizität kommt an.
- Leidenschaften kombinieren: Sport, Natur, Medien, Events – sie hat nicht eine Leidenschaft aufgegeben, sondern sie verbunden.
Wie findet man Veronika Kratochwil online?
Wenn du neugierig geworden bist und mehr über sie erfahren möchtest, hast du mehrere Möglichkeiten:
- Ihre persönliche Website mit Infos zu Eventmoderation: veronikakratochwil.at
- Ihr Profil und Wordrap bei Ö3: Veronika bei Hitradio Ö3
- Hintergrundinfos zu ihrer Sportkarriere, etwa im Wikipedia-Eintrag oder im Austria-Forum
Fazit: Eine echte Allrounderin „made in Austria“
Veronika Kratochwil ist mehr als „nur“ frühere Wasserspringerin oder „nur“ Radiomoderatorin. Sie ist ein Beispiel dafür, wie man sich immer wieder neu erfinden kann – ohne sich selbst zu verlieren.
Vom Sprungturm in Baden/Niederösterreich über die Olympia-Bühne in Peking führt ihr Weg ins Ö3-Studio, auf Event-Bühnen in ganz Österreich und mitten ins Familienleben. Eine echte Allrounderin, die zeigt: Der wichtigste Sprung im Leben findet manchmal nicht ins Wasser statt, sondern in eine neue Zukunft.
Und wer weiß: Vielleicht hörst du sie schon in der nächsten Ö3‑Hitnacht – oder sie führt als Moderatorin durch genau jene Veranstaltung, bei der du in der ersten Reihe sitzt.





































