Keks-Rückruf Sapori Amaretti: Was Sie jetzt wissen müssen
Italienische Amaretti-Kekse sind bei uns in Österreich beliebt – egal ob zum Espresso, als Mitbringsel aus dem Urlaub oder vom Supermarkt-Regal. Umso wichtiger ist es, jetzt genau hinzuschauen: Für bestimmte Sapori Amaretti-Kekse gibt es aktuell einen Rückruf wegen erhöhter Blausäure-Werte.
Worum geht es beim Rückruf der Kekse Sapori Amaretti?
Der italienische Hersteller Colussi S.p.A. ruft das Produkt „Sapori Amaretti Almonds“ (175 g) zurück. In zwei Chargen wurden erhöhte Werte von Blausäure festgestellt. In Deutschland wurde bereits breit darüber berichtet, und die Infos sind auch für Konsumentinnen und Konsumenten in Österreich wichtig, da viele hierzulande gerne genau diese Kekse kaufen – etwa auf Reisen oder über den Grenzhandel.
Diese Daten sollten Sie unbedingt prüfen
Betroffen sind laut den veröffentlichten Rückrufmeldungen ausschließlich folgende Mindesthaltbarkeitsdaten (MHD) und Chargen:
- MHD 02.05.2026 – Lot L355122 1
- MHD 25.08.2026 – Lot L355237 1
Die Angaben finden Sie auf der Rückseite der Verpackung. Haben Sie eine dieser Packungen zu Hause, sollten Sie jetzt weiterlesen.
Wie gefährlich ist Blausäure in Keksen wirklich?
Blausäure klingt dramatisch – und ja, sie kann gefährlich sein. Gleichzeitig steckt dahinter keine „Chemie-Panne“, sondern etwas, das in der Natur vorkommt.
In Bittermandeln und manchen mandelhaltigen Produkten ist ein Stoff namens Amygdalin enthalten. Beim Abbau dieses Stoffes kann Blausäure entstehen. Normalerweise sind die Mengen in Lebensmitteln so gering, dass sie unbedenklich sind. Werden jedoch bestimmte Richtwerte überschritten, müssen die Hersteller reagieren – genau das passiert jetzt bei den Keksen Sapori Amaretti Almonds.
Welche Symptome können auftreten?
Behörden und Hersteller nennen unter anderem folgende mögliche Beschwerden – vor allem bei empfindlichen Personen oder nach höherem Verzehr:
- leichte Kopfschmerzen
- Schwindel
- Übelkeit
- allgemeines Unwohlsein
In schweren Fällen können bei extremer Aufnahme von Blausäure auch Krämpfe, Atemnot und im schlimmsten Fall eine Atemlähmung auftreten. Das ist selten, aber gerade deshalb wird vorsorglich gewarnt.
Was sollen Konsumentinnen und Konsumenten jetzt tun?
Sie haben Kekse Sapori Amaretti Almonds zu Hause? Dann gehen Sie Schritt für Schritt so vor:
1. Packung genau kontrollieren
- Liegt bei Ihnen eine 175-g-Packung Sapori Amaretti Almonds?
- Stimmen Mindesthaltbarkeitsdatum und Lot-Nummer mit den oben genannten Daten überein?
Wenn nein: Laut Hersteller sind andere MHDs und andere Sapori-Produkte nicht betroffen. Sie können diese dann ganz normal weiterverwenden.
2. Betroffene Kekse nicht mehr essen
Trifft eines der betroffenen MHDs auf Ihre Packung zu, gilt:
- Nicht weiter verzehren – weder selbst noch Gästen anbieten.
- Packung zur Seite legen und für die Rückgabe aufbewahren.
3. Rückgabe und Erstattung
In den veröffentlichten Rückrufmeldungen wird darauf hingewiesen, dass die betroffenen Packungen – egal ob bereits geöffnet oder ungeöffnet – im Handel zurückgegeben werden können. Der Kaufpreis wird erstattet, in der Regel auch ohne Kassabon.
Wo Sie die Kekse zurückgeben können, hängt davon ab, wo Sie sie gekauft haben. In Deutschland wurde unter anderem die Kette Rewe als Verkaufsstelle genannt. In Österreich lohnt sich ein Blick in den jeweiligen Supermarkt oder in den Kundenservice-Bereich auf der Website Ihres Händlers.
Haben Sie Sapori Amaretti im Urlaub oder im Online-Shop gekauft?
Gerade bei Produkten wie Amaretti-Keksen ist es typisch: Man nimmt sich eine Packung aus dem Italien-Urlaub mit, lässt sie im Kasten liegen und freut sich Monate später auf ein „Stück Italien“ zu Hause in Österreich.
Auch wer die Kekse über Online-Shops oder im Grenzhandel gekauft hat, sollte die Packung kontrollieren. Die Mindesthaltbarkeitsdaten gelten unabhängig davon, in welchem Land Sie die Kekse gekauft haben.
Mein persönliches Beispiel: Eine Freundin von mir bringt mir jedes Jahr vor Weihnachten italienische Süßigkeiten mit – Panettone, Cantuccini und eben auch Amaretti. Die Packungen wandern oft gesammelt in eine Schublade. Genau hier gehen solche Rückrufe schnell unter. Deshalb: Vielleicht ist dieser Artikel der perfekte Anlass, einmal den „Süßigkeiten-Vorrat“ durchzusehen.
Wie schützen Rückrufe unsere Gesundheit?
Rückrufe wie jener der Sapori Amaretti Almonds wirken auf den ersten Blick beunruhigend. Tatsächlich zeigen sie aber, dass die Lebensmittelkontrolle funktioniert.
So läuft ein Rückruf in der Regel ab
- Ein Hersteller oder eine Behörde entdeckt ein mögliches Problem – etwa erhöhte Blausäurewerte.
- Es wird geprüft, ob ein Gesundheitsrisiko nicht ausgeschlossen werden kann.
- Ist das der Fall, informieren Unternehmen und Behörden die Öffentlichkeit.
- Die betroffenen Produkte werden zurückgerufen, der Handel nimmt sie aus den Regalen.
Das Ziel: präventiver Verbraucherschutz. Lieber wird einmal zu viel gewarnt als einmal zu wenig. Auch wenn es lästig ist, Kekse zurückzutragen – im Zweifel ist es ein kleiner Aufwand im Vergleich zum möglichen Gesundheitsrisiko.
Tipps für Konsumentinnen und Konsumenten in Österreich
Damit Sie bei künftigen Rückrufen – egal ob es um Kekse, Käse oder Wurst geht – gut informiert bleiben, helfen ein paar einfache Routinen:
1. Regelmäßig offizielle Warnseiten checken
Für Österreich gibt es offizielle Stellen, die vor problematischen Lebensmitteln warnen. Ein Blick auf die Seiten der Behörden lohnt sich, wenn Sie auf Nummer sicher gehen möchten. Ähnliche Portale gibt es auch in Deutschland, etwa lebensmittelwarnung.de.
2. MHD und Chargen bewusst beachten
Viele von uns schauen nur auf das Mindesthaltbarkeitsdatum, wenn wir überlegen, ob wir etwas noch essen können. Rückrufe hängen aber oft an ganz bestimmten Chargen. Nehmen Sie sich beim nächsten Einkauf ein paar Sekunden mehr Zeit und werfen Sie einen Blick auf die feinen Druckzeilen rund um Lot-Nummer und MHD.
3. Süßigkeiten-Schublade nicht vergessen
Ausgerechnet haltbare Produkte wie Kekse oder Schokolade sammeln sich gerne in einer „Schatzlade“ in der Küche. Wenn Sie von einem Rückruf lesen, schauen Sie nicht nur im Vorratsschrank, sondern auch dort nach. Gerade bei Produkten wie Amaretti Sapori, die oft als Geschenk dienen, liegt vielleicht mehr zu Hause, als man denkt.
Sind andere Sapori-Produkte auch betroffen?
Nach Angaben der Rückrufmeldungen sind derzeit ausschließlich die genannten „Sapori Amaretti Almonds“ 175 g mit den zwei MHDs 02.05.2026 und 25.08.2026 betroffen. Andere Produkte der Marke, andere Gewichte oder andere Mindesthaltbarkeitsdaten sind laut Hersteller nicht Teil des Rückrufs.
Das bedeutet: Haben Sie zum Beispiel Cantuccini oder andere Gebäcksorten der Marke Sapori zu Hause, sind diese nach aktuellem Stand nicht betroffen. Trotzdem gilt: Im Zweifel im Geschäft oder direkt beim Hersteller nachfragen.
Was tun, wenn Sie die Kekse bereits gegessen haben?
Vielleicht lesen Sie diesen Artikel und denken: „Zu spät, die Packung ist schon leer.“ Was dann?
- Fühlen Sie sich wohl und haben Sie keine Beschwerden, müssen Sie in der Regel nicht in Panik verfallen oder vorsorglich zum Arzt laufen.
- Treten jedoch stärkere oder anhaltende Symptome wie Schwindel, Übelkeit, Kopfschmerzen, Atemnot oder Krämpfe auf, sollten Sie ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
Grundsätzlich gilt bei allen Rückrufen: Hören Sie auf Ihr Körpergefühl. Wenn Ihnen etwas komisch vorkommt, lieber einmal zu früh mit einer Ärztin oder einem Arzt sprechen als zu spät.
Fazit: Ruhe bewahren, Packungen prüfen, Geld zurückholen
Der aktuelle Keks-Rückruf Sapori Amaretti zeigt, wie wichtig Aufmerksamkeit im Alltag ist – gerade jetzt rund um Weihnachten, wenn viele von uns besonders viel naschen.
- Prüfen Sie, ob Sie die Sapori Amaretti Almonds 175 g mit den MHDs 02.05.2026 oder 25.08.2026 zu Hause haben.
- Betroffene Packungen nicht mehr essen, sondern im Handel zurückgeben.
- Kaufpreis erstatten lassen – meist auch ohne Kassabon.
Und das Wichtigste: Lassen Sie sich von solchen Meldungen nicht die Freude an guten Lebensmitteln verderben. Rückrufe sind ein Zeichen dafür, dass Kontrolle und Verbraucherschutz ernst genommen werden. Mit ein wenig Aufmerksamkeit können Sie weiterhin entspannt genießen – ob in Österreich, in Italien oder irgendwo dazwischen.




































