Super-G in Beaver Creek: Alles zur Birds-of-Prey-Show
Beaver Creek klingt nach Urlaub, oder? Sonne, Pulverschnee, breite Pisten. Aber Anfang Dezember wird der noble Skiort in Colorado jedes Jahr zur Hochsicherheitszone für Speed-Freaks. Dann heißt es: Bühne frei für den Super-G in Beaver Creek auf der Birds-of-Prey-Strecke.
Wenn du Ski alpin liebst – oder einfach nur gern Top-Sport mit Nervenkitzel schaust – ist dieses Rennen ein Pflichttermin. Und für uns in Österreich ist es doppelt spannend: ORF, Eurosport & Co. sind mit eigenen Teams vor Ort, die halbe Skiwelt hängt vorm Bildschirm.
Was ist der Super-G in Beaver Creek eigentlich?
Super-G ist die Mischung aus Abfahrt und Riesentorlauf. Nicht ganz so schnell wie Abfahrt, aber deutlich schneller und direkter als Riesentorlauf. Du kannst es dir vorstellen wie:
- Abfahrt = Autobahn mit Vollgas
- Riesentorlauf = kurvige Bundesstraße
- Super-G = Schnellstraße mit ein paar richtig knackigen Kurven
Der Super-G in Beaver Creek ist Teil des FIS Skiweltcups und findet auf der berühmten Birds-of-Prey-Piste statt. Diese Strecke ist unter den Fahrern gefürchtet und geliebt zugleich: steil, kupiert, blind Kuppen, Sprünge – alles dabei, was den Puls hochtreibt.
2025/26: Wetterchaos, verschobene Rennen – und Super-G als Hauptact
Auch heuer spielt das Wetter in Beaver Creek wieder verrückt. Zu wenig Schnee unten, Schneegewitter und Sturm angesagt – die FIS musste ordentlich improvisieren. Laut ORF und Eurosport wurde der ursprünglich für Samstag angesetzte Super-G der Herren kurzerhand auf Freitagabend (MEZ) vorverlegt.
Der aktualisierte Männer-Zeitplan in Beaver Creek sieht so aus:
- Abfahrt: vorgezogen und auf verkürzter Strecke gefahren
- Super-G: Freitagabend (MEZ) – Highlight für Speed-Fans
- Riesentorlauf: am Sonntag zum Abschluss
Die Birds of Prey wird heuer im unteren Teil verkürzt gefahren, weil dort der Schnee fehlt. Der Einstieg kommt schon kurz nach dem berühmten „Golden Eagle“ bei der Sektion „Harrier-Sprung“. Die Fahrzeit wird dadurch um rund zehn Sekunden kürzer – aber gemütlicher wird es deshalb ganz sicher nicht.
Top-Stars im Super-G: Wer dominiert auf der Birds of Prey?
Wenn du in den letzten Jahren Ski geschaut hast, kommst du an einem Namen nicht vorbei: Marco OdermattSuper-G zugeschlagen und auch in der Abfahrt von Beaver Creek gewonnen – auf verkürzter Strecke, aber in einer eigenen Liga.
Doch er ist nicht allein. In Beaver Creek mischen traditionell mehrere Nationen vorne mit:
- Schweiz mit Odermatt und starken Speed-Teams
- Norwegen mit Routiniers und Rückkehrern wie Aleksander Aamodt Kilde
- Österreich mit einem ganzen Paket an Außenseitern und Podestkandidaten
- USA mit Lokalmatadoren, die vor Heimpublikum aufdrehen
Ein Beispiel: US-Fahrer wie Ryan Cochran-Siegle nützen das Heimrennen gern, um ein Ausrufezeichen zu setzen. Und dann sind da die ÖSV-Herren: vielleicht nicht mehr mit der Dominanz vergangener Zeiten, aber immer für eine Überraschung gut.
Österreich und der Super-G in Beaver Creek
Für österreichische Fans ist Beaver Creek fast so etwas wie ein zweites Kitzbühel jenseits des Atlantiks. Die Startnummern, die TV-Übertragungen am Abend, die legendäre Kulisse in Colorado – das hat schon viele ÖSV-Erfolge begleitet.
In den letzten Jahren haben sich vor allem unsere Speed-Damen ins Rampenlicht gefahren: etwa mit Podestplätzen im Super-G, wie beim Sensationsauftritt von Ariane Rädler, die sich in Beaver Creek auf das Podium geschoben hat. Auch Cornelia Hütter und andere ÖSV-Stars haben dort schon ordentlich aufgezeigt.
Auch wenn heuer im Fokus der Herren-Super-G steht: Für den österreichischen Ski-Fan ist Beaver Creek traditionell ein Ort der Hoffnungen – auf Podestplätze, auf ein Comeback der Speed-Truppe, auf „die eine Fahrt“, über die am nächsten Tag alle reden.
So kannst du den Super-G in Beaver Creek in Österreich sehen
Du willst live dabei sein, wenn die Jungs die Birds of Prey runterbrennen? Für Zuseher in Österreich ist das ziemlich einfach. Mehrere Sender übertragen den Super-G in Beaver Creek live oder zeitversetzt:
ORF
- ORF 1: zeigt die Rennen live oder zeitversetzt im Free-TV
- ORF ON: Livestream des Super-G, ideal für Laptop, Handy, Tablet
- ORF-TV-Programm & Mediathek
Eurosport & discovery+
- Eurosport: Live-Übertragungen und ausführliche Analysen
- discovery+: alle Ski-alpin-Rennen der Saison im Stream, Abo ab rund 5 Euro/Monat
- Infos zu Sendezeiten auf Eurosport.de
US-Übertragungen (falls du im Ausland bist)
- NBC / Peacock in den USA zeigen die Rennen über verschiedene Plattformen
- Details findest du z.B. auf nbcsports.com
Für uns daheim in Österreich reicht normalerweise: Fernseher einschalten, ORF 1 an – oder Laptop aufklappen und ORF ON starten.
Warum Beaver Creek so speziell ist
Vielleicht fragst du dich: „Es gibt doch viele Super-G-Rennen – warum reden alle so viel über Beaver Creek?“
Ganz einfach: Die Birds of Prey ist keine 08/15-Weltcupstrecke. Sie ist:
- steilhängend – Fehler werden sofort brutal bestraft
- technisch anspruchsvoll – die Läufer müssen ständig die Linie korrigieren
- psychisch fordernd – viele blinde Kuppen, du fährst quasi ins Nichts
- hoch gelegen – die dünnere Luft macht’s anstrengender
Wenn dir ein Rennläufer sagt, er habe Respekt vor Beaver Creek, ist das keine kokette Floskel. Schon ein kleiner Fehler kann hier bedeuten: Zeit futsch, Podest weg – oder im schlimmsten Fall ein Sturz. Dass es jedes Jahr auch Verletzungen gibt, gehört leider zur bitteren Wahrheit des Speed-Sports.
Super-G erklärt: Warum es so spannend zu schauen ist
Vielleicht bist du eher Riesentorlauf-Fan, weil du jeden Schwung siehst. Oder du liebst Abfahrt, weil es einfach nur ballert. Der Super-G in Beaver Creek verbindet das Beste aus beiden Welten.
Ein paar Punkte, die den Super-G so attraktiv machen:
- Nur ein Lauf: Es gibt keine zweite Chance. Sitzt die Fahrt nicht, war’s das.
- Weniger Training: Im Unterschied zur Abfahrt gibt es keinen Haufen Trainingsläufe. Die Fahrer müssen die Strecke schnell „lesen“.
- Hohe Geschwindigkeit + Richtungswechsel: Es ist ständig etwas los – Sprünge, Kurven, Übergänge.
- Taktik: Wer zu viel riskiert, scheidet aus. Wer zu brav fährt, ist chancenlos.
Ich erinnere mich an mein erstes Super-G-Rennen, das ich bewusst geschaut habe: Ich war noch ein Kind, hab keine einzige Zwischenzeit verstanden – aber ich wusste nach drei Fahrern: Hier passiert richtig was. Genau dieses Gefühl bringt Beaver Creek bis heute rüber.
Was du beim Zuschauen beachten kannst
Du willst mehr sehen als nur die Zeit unten im Ziel? Achte beim Super-G in Beaver Creek mal bewusst auf ein paar Dinge:
- Linienwahl: Fährt der Läufer sehr direkt oder eher rund?
- Ruhe im Oberkörper: Wackelt er viel oder steht er stabil über dem Ski?
- Material: Bei wechselndem Schnee sieht man schnell, wer die richtige Abstimmung erwischt hat.
- Zwischenzeiten: Manchmal liegt jemand oben klar hinten und „zersägt“ dann den Schlusshang.
Du wirst sehen: Wenn du einmal angefangen hast, auf solche Details zu achten, wirkt der Super-G gleich noch spannender. Und man versteht auch besser, warum ein vermeintlich „ruhiger“ Lauf manchmal schneller ist als eine wilde Fahrt mit viel Spektakel.
Super-G Beaver Creek und die Bedeutung für den Gesamtweltcup
Der Super-G in Beaver Creek ist mehr als nur ein Einzelrennen. Er hat große Bedeutung für:
- Super-G-Disziplinwertung: Punkte für die kleine Kristallkugel
- Gesamtweltcup: Gerade Allrounder wie Odermatt nutzen Beaver Creek, um den Vorsprung auszubauen
- Selbstvertrauen: Wer hier gut fährt, kommt mit breiter Brust zurück nach Europa
Für ÖSV-Fahrer kann ein starkes Ergebnis in Beaver Creek die ganze Saison drehen. Ein Podest im Super-G dort ist wie ein Ritterschlag – alle wissen: Wer auf der Birds of Prey schnell war, gehört zu den ganz Großen.
Fazit: Warum du den Super-G in Beaver Creek nicht verpassen solltest
Der Super-G in Beaver Creek ist genau das, was man sich von einem Wintersport-Event erhofft:
- Spektakuläre Strecke
- Top-Stars am Start
- Österreichische Fahrer mit Außenseiterchancen
- Abend-Termin, perfekt, um den Tag vorm Fernseher ausklingen zu lassen
Also: Vielleicht holst du dir am Freitagabend eine Decke, machst dir einen Tee – oder ein Bier – und lässt die Jungs in Colorado für dich die Arbeit machen. Vollgas, Highspeed, Nervenkitzel. Und wer weiß: Vielleicht jubeln wir am Ende doch über ein rot-weiß-rotes Podest.
Eines ist sicher: Super-G Beaver Creek wird auch heuer wieder die Nerven strapazieren – bei Fahrern wie Fans.





































