FIFA-Präsident Gianni Infantino – Macht, Skandale und Rekorde
Der FIFA-Präsident sorgt wieder für Schlagzeilen – und das nicht nur wegen Fußball. Gianni Infantino steht im Rampenlicht wie selten zuvor. Rekord-WM, politische Auftritte, ein „Friedenspreis“ für Donald Trump: Rund um den Mann an der Spitze des Weltfußballs brodelt es gewaltig.
Wer ist der aktuelle FIFA-Präsident?
Seit 2016 steht Gianni Infantino an der Spitze der FIFA. Der Italo-Schweizer wurde im Februar 2016 gewählt, nachdem die Ära Sepp Blatter im Skandalsumpf untergegangen war. Seither wurde er bereits zweimal wiedergewählt – 2019 und 2023. Sein aktuelles Mandat läuft bis 2027.
Offiziell bestätigt wurde seine zweite volle Amtszeit beim 73. FIFA-Kongress in Kigali, Ruanda. Dort wurde Infantino ohne Gegenkandidat per Akklamation im Amt bestätigt – Applaus statt Abstimmung, Widerstand kaum sichtbar.
Was macht Infantino so mächtig?
Wer den Titel FIFA-Präsident trägt, steht nicht nur über dem Weltfußball. Er verwaltet auch Milliarden. Und genau hier liegt eine seiner größten Stärken – und Kritikpunkte.
Die FIFA als Geldmaschine
Unter Infantino ist die FIFA finanziell so stark wie nie zuvor. Laut offiziellen Angaben wurden:
- die Einnahmen im Zyklus 2019–2022 deutlich gesteigert,
- die Rücklagen ausgebaut,
- und die Fördergelder für nationale Verbände erhöht.
Für viele kleinere Fußballverbände ist das bares Gold wert. Wer das Geld bringt, bekommt Zustimmung – das macht Infantinos Position extrem stabil.
WM 2026: Die XXL-Weltmeisterschaft
Die Fußball-WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko wird die größte aller Zeiten. Statt 32 Teams sind erstmals 48 Mannschaften dabei. Das bedeutet:
- mehr Spiele,
- mehr Städte,
- mehr TV-Gelder,
- mehr Tickets.
Die FIFA rechnet mit Rekordeinnahmen. Schon jetzt sind Millionen Tickets weg, Fans aus über 200 Ländern wollen dabei sein. Klingt nach einem Traum – oder nach einem Monsterturnier, das den Fußball endgültig zur Mega-Show macht?
Politik-Show statt Sportfest? Infantino und Trump
Spätestens mit der WM-Auslosung 2026 ist klar: Der Job des FIFA-Präsidenten ist längst politisch. Bei der großen Show in Washington D.C. tritt Infantino Seite an Seite mit Donald Trump auf. Nicht nur das: Trump soll von der FIFA sogar einen speziellen „Friedenspreis“ bekommen – ausgerechnet von einem Fußballverband.
Österreichische Medien wie ORF.at sprechen von einer Inszenierung als Polit-Spektakel. Während über Gruppen und Gegner diskutiert wird, steht plötzlich Weltpolitik auf der Bühne. Viele Fans fragen sich: Gehört das noch zum Fußball – oder ist das nur noch PR?
Warum ist Infantino so umstritten?
Auf dem Papier kann sich Infantino feiern lassen: volle Stadien, Rekord-WMs, finanzielle Stabilität. Doch sein Image ist weit entfernt von einem Saubermann.
Kritik an der WM in Katar
Die WM 2022 in Katar war eines der größten Reizthemen seiner Amtszeit. Menschenrechtsorganisationen, Fans und Politiker kritisierten:
- Arbeitsbedingungen für Gastarbeiter,
- fehlende Rechte für Frauen und LGBTQ+-Personen,
- und den generellen Umgang der FIFA mit Kritik.
Infantino reagierte mit langen, teils bizarren Reden, in denen er sich selbst mit Minderheiten verglich. Für viele wirkte das weltfremd und abgehoben.
WM alle zwei Jahre? Der Aufstand aus Europa
Eine weitere Baustelle: Infantinos Idee, die WM alle zwei Jahre auszutragen. Die Reaktion vieler Verbände – vor allem aus Europa – war kühl bis eisig. Deutschland, Norwegen, Schweden und andere machten öffentlich klar: Diese Pläne wollen sie nicht mittragen.
Am Ende wurde das Projekt eingefroren. Doch der Schaden im Verhältnis zu manchen europäischen Verbänden bleibt.
Was bedeutet das alles für Fans in Österreich?
Du sitzt in Wien, Graz oder Innsbruck vor dem Fernseher, schaust dir die WM an – und fragst dich vielleicht: Was hat das mit mir zu tun?
Mehr Spiele, mehr Chancen – aber auch mehr Überdruss?
Für das ÖFB-Team kann die aufgeblähte WM 2026 sogar ein Vorteil sein. Mehr Startplätze bedeuten mehr Chancen auf eine Teilnahme. Für Fans in Österreich heißt das:
- höhere Wahrscheinlichkeit, dass die Nationalmannschaft bei der WM dabei ist,
- mehr Spiele, die live übertragen werden,
- noch mehr Fußball im Kalender.
Aber: Schon jetzt sagen viele, dass es „zu viel Fußball“ gibt. Immer neue Wettbewerbe, aufgeblähte Klub-WM, mehr Länderspiele – irgendwann platzt auch dem treuesten Fan der Kragen.
FIFA-Präsident – mächtiger als viele Staatschefs
Wenn Infantino mit Präsidenten, Königen und Ministern auftritt, wird klar: Der FIFA-Präsident ist längst ein Global Player. Er verteilt Milliarden, vergibt Turniere und beeinflusst Politik. Man könnte sagen: Wer den Fußball kontrolliert, kontrolliert ein Stück Weltstimmung.
Für uns in Österreich zeigt sich das ganz konkret bei:
- TV-Rechten und Anstoßzeiten,
- Turniervergaben und Qualifikationsregeln,
- Fördermitteln für den ÖFB und den Nachwuchs.
Helden, Skandale, Schlagzeilen – das FIFA-Präsidenten-Amt im Boulevardlicht
Schauen wir kurz zurück: Die Liste der FIFA-Präsidenten liest sich wie ein Drama in mehreren Akten. Von der grauen Verwaltung über die goldene Ära bis zur Korruptionslawine – und mittendrin immer wieder große Namen.
Von Sepp Blatter zu Gianni Infantino
Sepp Blatter regierte die FIFA fast 20 Jahre lang. Am Ende brachten ihn Korruptionsvorwürfe und Ermittlungen zu Fall. Die FIFA stand am Abgrund. Genau in diesem Moment trat Infantino auf die Bühne – als Reformer, der alles besser machen wollte.
Heute, neun Jahre nach seinem Amtsantritt, fragen sich viele: Hat sich wirklich so viel geändert? Oder ist nur die Verpackung neu?
Persönliche Note: Wie wirkt Infantino auf Fans?
Frag mal im Freundeskreis: „Was hältst du vom FIFA-Präsidenten?“ Du wirst selten neutrale Antworten bekommen. Die einen sagen: „Der macht den Fußball groß wie nie zuvor.“ Die anderen: „Das ist ein Funktionär, der nur an Geld und Macht denkt.“
Ich erinnere mich an ein Public Viewing in Wien während der WM 2022. Während die Hymnen liefen, wurde auf der Leinwand kurz Infantino eingeblendet. Jubel? Fehlanzeige. Stattdessen hörte man Pfiffe, Kommentare wie „Der schon wieder“ und Kopfschütteln. Die Distanz zwischen Funktionären und Fans war selten so spürbar.
Wird Infantino nach 2027 weitermachen?
Offiziell läuft sein Mandat bis 2027. Laut FIFA-Statuten könnte er aber noch einmal antreten – weil seine erste Amtszeit (2016–2019) nicht als volle Periode zählt. Das heißt: Gianni Infantino könnte theoretisch bis 2031 FIFA-Präsident bleiben.
Die Frage ist: Wollen das die Verbände – und wollen das die Fans?
Was sollten sich Fans merken, wenn sie „FIFA-Präsident“ hören?
Zum Schluss die wichtigsten Punkte in Kurzform:
- Gianni Infantino ist seit 2016 FIFA-Präsident und aktuell bis 2027 im Amt.
- Er setzt auf Wachstum: größere WM, neue Klub-WM, mehr Wettbewerbe.
- Finanziell steht die FIFA stark da – das sichert ihm viele Unterstützer.
- Gleichzeitig ist er wegen Katar, politischer Inszenierung und Machtfülle stark umstritten.
- Für Fans in Österreich bedeutet seine Politik: mehr Spiele, mehr Show – aber auch die Gefahr von Fußball-Überdruss.
Deine Meinung zählt: Was denkst du über den FIFA-Präsidenten?
Am Ende stellt sich eine simple Frage: Gehört der Fußball noch den Fans – oder den Funktionären? Wenn du das nächste Mal bei einer WM vor dem Bildschirm sitzt und der FIFA-Präsident auf der Bühne steht, frag dich:
- Geht es hier gerade um den Sport?
- Oder nur um Macht, Bilder und große Worte?
Eins ist klar: Solange Gianni Infantino an der Spitze steht, wird der Begriff FIFA-Präsident nicht nur ein Titel sein – sondern ein Dauerthema für Diskussionen in jeder Fußballrunde, auch in Österreich.




































