Alex Vinatzer – Der Südtioler Ski-Star mischt den Weltcup auf
Wenn im Winter in Österreich der Fernseher läuft, gibt es zwei sichere Themen: das Wetter – und den alpinen Skiweltcup. Und in diesem Weltcup taucht ein Name immer öfter auf: Alex Vinatzer. Der Südtiroler sorgt mit starken Läufen in Slalom und Riesentorlauf für Schlagzeilen – auch bei uns in Österreich.
Wer ist Alex Vinatzer überhaupt?
Alex Vinatzer wurde am 22. September 1999 in Bozen geboren und stammt aus Wolkenstein in Gröden in Südtirol. Er fährt für den italienischen Verband und den Armeesportverein G.S. Fiamme Gialle. Seine Spezialgebiete: Slalom und Riesenslalom. Schon mit 16 Jahren fuhr er seine ersten FIS-Rennen, 2017 kam der Europacup dazu.0e
Richtig bekannt wurde Vinatzer vielen Fans, als er 2019 Juniorenweltmeister im Slalom wurde. Seit seinem Weltcup-Debüt im November 2017 arbeitet er sich Schritt für Schritt nach vorne und zählt heute zu den spannendsten Technikfahrern im Feld.0e
Von der Jugendhoffnung zum Medaillensammler
Vielleicht erinnern Sie sich: Beim Europäischen Olympischen Jugendfestival 2017 in Erzurum gewann Vinatzer gleich zweimal Gold – im Slalom und im Riesenslalom. Schon damals war klar: Da kommt einer, der im Weltcup noch eine große Rolle spielen kann.0e
Bei den Junioren-Weltmeisterschaften sammelte er weiter: 2019 holte er im Slalom die Goldmedaille. Der nächste Schritt war logisch – der Angriff auf den Weltcup.
Durchbruch im Weltcup
Sein erstes großes Ausrufezeichen setzte Vinatzer im Januar 2020 beim Slalom in Zagreb: erstes Weltcup-Podest, Platz drei.0e Seitdem ist er aus den Startlisten der vorderen Gruppen kaum mehr wegzudenken. Inzwischen hat er mehrere Top-10-Ergebnisse und mehrere Podestplätze gesammelt, im Slalom ebenso wie im Riesentorlauf.0e
Besonders bemerkenswert: In der Gesamtwertung des Weltcups 2023/24 belegte er Rang 22, im Riesenslalom sogar Platz 16. Damit fährt er inzwischen nicht mehr nur im Stangenwald vorne mit, sondern auch im Riesentorlauf.0e
WM-Medaillen und Team-Gold in Saalbach
Österreichische Fans haben Alex Vinatzer spätestens seit der WM 2025 in Saalbach-Hinterglemm ganz genau am Radar. Dort gewann er mit dem italienischen Team die Goldmedaille im Mannschaftswettbewerb. Gemeinsam mit Giorgia Collomb, Lara Della Mea und Filippo Della Vite holte er sich den Titel – und verpasste damit dem ÖSV-Team eine bittere Enttäuschung.0e
Insgesamt hat Vinatzer bereits drei WM-Medaillen gesammelt: Bronze 2019 im Team, Bronze 2023 im Slalom und Gold 2025 wieder im Teambewerb.0e Damit gehört er mit gerade einmal Mitte 20 schon zur absoluten Weltspitze.
Olympische Spiele: knappe Sache im Teambewerb
Auch bei den Olympischen Winterspielen war Vinatzer schon zwei Mal dabei: 2018 in Pyeongchang und 2022 in Peking. In beiden Fällen startete er im Mannschaftswettbewerb und landete mit Italien auf Platz fünf bzw. acht.0e Die große Olympia-Medaille fehlt ihm also noch – aber seine Karriere steht erst am Anfang.
Der Schladming-Moment: Wenn ein Flitzer die Zeit auslöst
Viele Fans in Österreich erinnern sich an eine sehr spezielle Szene: Schladming, Nachtslalom 2020. Alex Vinatzer fährt einen starken Lauf, stürmt Richtung Ziel – und auf einmal zeigt die Anzeigetafel eine völlig irre Bestzeit. Vinatzer jubelt, das Stadium tobt.
Was war passiert? Kurz vor seiner Zieldurchfahrt löste eine Flitzerin im knappen Outfit die Lichtschranke aus und verfälschte damit die Zeitmessung.0e Erst Sekunden später wird alles korrigiert. Statt Sensationssieg „nur“ ein reguläres Ergebnis – aber: Vinatzer nimmt die Geschichte mit Humor und wird über Nacht zum Publikumsliebling.
Genau solche Momente machen ihn für viele Fans so sympathisch: ehrgeizig, aber nicht verbissen, und immer mit einem Lächeln im Zielraum.
Aktuelle Form: Warum Vinatzer für Österreich besonders spannend ist
Für Skifans in Österreich ist Vinatzer aus mehreren Gründen interessant:
- Er ist Südtiroler – geografisch und kulturell unserem Land sehr nahe.
- Er fährt in den gleichen Disziplinen, in denen ÖSV-Stars traditionell stark sind.
- Er ist in Slalom und Riesentorlauf ein direkter Gegner unserer Topfahrer.
In der Saison 2024/25 zeigt er, dass mit ihm auch weiterhin zu rechnen ist. Beim Riesentorlauf in Beaver Creek am 7. Dezember 2025 stand er erstmals im Riesentorlauf auf dem Weltcup-Podest und wurde Zweiter hinter Überflieger Marco Odermatt.0e
Im Slalom von Hochgurgl im Ötztal am 22. November 2025 lief es dagegen nicht perfekt: Nach gutem erstem Lauf fiel er im zweiten Durchgang von Platz zehn auf Rang 19 zurück.0e Doch genau das zeigt, wie knapp es im Slalom zugeht – ein kleiner Fehler, und schon purzeln die Ränge.
Fahrstil: Was macht Alex Vinatzer so stark?
Wenn man Vinatzer bei einem Slalom zusieht, fällt eines sofort auf: Er fährt sehr aggressiv, mit viel Druck auf dem Ski, und gleichzeitig locker in der Bewegung. Sein Körper ist groß für einen Slalomfahrer – rund 1,89 Meter –, aber er nutzt seine Größe geschickt aus.0e
Ein Trainer hat es einmal so beschrieben: „Er fährt, als würde er mit dem Hang tanzen – aber immer einen Tick am Limit.“ Genau dieses „am Limit“ sorgt aber manchmal auch dafür, dass er Läufe nicht ins Ziel bringt oder im zweiten Durchgang zurückfällt.
Für Zuschauer ist das natürlich spannend: Man weiß bei Alex Vinatzer oft nicht, ob es Top 3 oder Ausfall wird. Und genau das lieben Boulevardzeitungen: eine Prise Drama bei jedem Lauf.
Warum Vinatzer für junge Skifans ein Vorbild ist
In Österreich wachsen viele Kinder mit Ski unter den Füßen auf. Vielleicht haben Sie selbst Kinder, die im Verein trainieren, oder Sie erinnern sich an Ihre ersten Schulskitage. Figuren wie Alex Vinatzer können da eine echte Motivation sein.
Warum? Weil seine Geschichte zeigt:
- Er stammt aus einem kleinen Ort in den Bergen – so wie viele Kids im Alpenraum.
- Er hat sich Stück für Stück nach oben gearbeitet, statt als Wunderkind alles zu gewinnen.
- Er kann über Rückschläge lachen und trotzdem weitermachen.
Man muss kein Überflieger mit 15 sein, um im Weltcup zu landen. Wichtig ist dranbleiben, trainieren und Freude am Sport behalten – genau das verkörpert Vinatzer sehr gut.
Österreich vs. Italien: Ein Duell mit Charme
Natürlich schlägt das Herz der meisten Leserinnen und Leser hierzulande für den ÖSV. Aber ein spannender Gegner macht jedes Rennen besser. Italien gegen Österreich – das hat im Skiweltcup Tradition.
Alex Vinatzer ist dabei einer der Namen, die man sich merken sollte, wenn es um die nächsten Jahre im Slalom und Riesentorlauf geht. Zusammen mit Stars wie Marco Odermatt, Clément Noël oder den besten Österreichern sorgt er für einen Weltcup auf höchstem Niveau.
Wo man Alex Vinatzer online verfolgen kann
Wer neugierig geworden ist, kann sich Vinatzer auch abseits des TV-Signals ansehen. Er ist auf Social Media aktiv und betreibt auch eine eigene Webseite:
- Offizielle Website: alexvinatzer.com
Dort finden sich Bilder, News und Infos aus erster Hand – direkt vom Athleten selbst.
Fazit: Ein Name, den Österreich im Auge behalten sollte
Alex Vinatzer ist längst mehr als nur eine Randnotiz im Weltcup. Er ist:
- Weltmeister im Team,
- mehrfacher WM-Medaillengewinner,
- Stammgast in den Top 10 im Slalom,
- und seit 2025 auch Podestfahrer im Riesentorlauf.
Für österreichische Fans bedeutet das: Wenn im Winter ORF oder Eurosport eingeschaltet wird und irgendwo der Name Alex Vinatzer auf der Startliste auftaucht, lohnt sich ein genauer Blick. Denn oft entscheidet nur ein Wimpernschlag, ob ein ÖSV-Läufer oder eben der sympathische Südtiroler vorne liegt.
Und wer weiß: Vielleicht erleben wir schon bald das nächste große Kapitel in seiner Karriere – vielleicht bei einem Slalom in Kitzbühel, Schladming oder bei einer kommenden WM. Eines ist sicher: Langweilig wird es mit Alex Vinatzer nicht.




































