8. Dezember in Österreich: Feiertag, Shoppingtag, Chaos?
Der 8. Dezember, Mariä Empfängnis, ist in Österreich ein gesetzlicher Feiertag – und gleichzeitig einer der wichtigsten Shoppingtage im Weihnachtsgeschäft. Viele fragen sich jedes Jahr: Ist am 8. Dezember Feiertag und darf man einkaufen? Und wenn ja: Welche Geschäfte haben offen?
Hier kommt der Überblick – einfach erklärt, mit Praxisbeispielen und klaren Tipps für deinen Einkaufsbummel in Österreich.
8. Dezember: Feiertag – aber die Shopping-Meile lebt
Rein rechtlich ist der 8. Dezember in ganz Österreich ein gesetzlicher Feiertag. Schulen haben frei, viele Büros sind zu, und er ist fix im Kalender als Mariä Empfängnis eingetragen.
Laut dem offiziellen Feiertagskalender der Republik ist der Montag, 8. Dezember 2025 ein gesetzlicher Feiertag in allen Bundesländern.
Gleichzeitig erlaubt das Gesetz aber, dass Handelsbetriebe an diesem Tag öffnen – und genau das tun die meisten größeren Geschäfte und Einkaufsstraßen. Die Wirtschaftskammer Wien bestätigt: Am Marienfeiertag dürfen Händler zwischen 10 und 18 Uhr aufsperren, und ein Großteil macht davon Gebrauch.
Warum ist der 8. Dezember so wichtig fürs Einkaufen?
Im Handel wird der Tag oft als „fünfter Einkaufssamstag“ bezeichnet. Das liegt daran, dass er mitten ins Weihnachtsgeschäft fällt und die Leute Zeit haben, Geschenke zu besorgen. Vor allem in Wien ist der Marienfeiertag ein echter Shopping-Magnet, wie die Wirtschaftskammer berichtet.
Viele nutzen den freien Tag für:
- Weihnachtseinkäufe
- Bummeln auf der Mariahilfer Straße oder in Shopping-Centern
- Kombination aus Einkaufen, Christkindlmarkt und Kaffeehaus
Darf man am 8. Dezember einkaufen? – Die kurze Antwort
Ja, du darfst am 8. Dezember ganz normal einkaufen – aber nicht überall und nicht zu jeder Uhrzeit.
- Gesetzlicher Feiertag: Mariä Empfängnis ist ein Feiertag in ganz Österreich.
- Handel: Geschäfte dürfen von 10:00 bis 18:00 Uhr offen halten.
- Vor- und Nacharbeiten (z.B. Regale einräumen) sind davor und danach nur im unbedingt nötigen Ausmaß erlaubt.
In der Praxis heißt das: Die großen Einkaufsstraßen, Shoppingcenter und Ketten sperren meist auf – kleine Läden, Greißler oder Handwerksbetriebe entscheiden aber selbst, ob sie an diesem Tag offen halten.
Welche Geschäfte haben am 8. Dezember offen?
Das Angebot ist von Stadt zu Stadt und sogar von Bezirk zu Bezirk unterschiedlich. Ein paar Faustregeln helfen dir bei der Planung:
1. Große Einkaufsstraßen und Shoppingcenter
In Städten wie Wien, Graz, Linz oder Salzburg ist der 8. Dezember ein klassischer Shoppingtag. In Wien etwa rechnet die Wirtschaftskammer mit einer starken Kundenfrequenz; viele Händler nützen den Tag voll aus.
Typischerweise geöffnet haben:
- Große Einkaufsstraßen (z.B. Mariahilfer Straße, Kärntner Straße – je nach Stadt)
- Shoppingcenter und Malls
- Modeketten, Elektronikmärkte, Drogerien
- Viele Buchhandlungen, Spielwarengeschäfte und Geschenkeläden
Ein Tipp aus Wien: An den Advent-Einkaufssamstagen und am 8. Dezember sind Teile der Inneren Mariahilfer Straße und der Neubaugasse für den Autoverkehr gesperrt, damit man entspannt flanieren und einkaufen kann.
2. Supermärkte und Lebensmittelgeschäfte
Viele größere Supermärkte in Einkaufszentren oder an stark frequentierten Lagen haben ebenfalls offen – oft mit verkürzten Öffnungszeiten (z.B. 10 bis 18 Uhr). Hier lohnt sich ein Blick auf die Website der jeweiligen Kette oder eine kurze Google-Suche.
Was du wissen solltest:
- Manche Filialen in Wohngebieten bleiben zu, während Filialen in Einkaufszentren offen sind.
- Kleine Nahversorger, Bäcker und Greißler sperren nach eigenem Ermessen auf oder bleiben zu.
3. Apotheken, Tankstellen & Co.
Natürlich bleibt auch am 8. Dezember die Grundversorgung gesichert:
- Apotheken: Notdienst und teilweise regulärer Betrieb – am besten vorab online nachsehen.
- Tankstellen: In der Regel geöffnet, oft inklusive Shop.
- Bahnhofs- und Flughafen-Shops: Meist offen, oft mit erweiterten Öffnungszeiten.
Shopping-Feiertag mit Tücken: Was Beschäftigte wissen sollten
Der 8. Dezember ist nicht nur für Kunden spannend, sondern auch für alle, die im Handel arbeiten. Für sie gelten spezielle Regeln.
Feiertag bleibt Feiertag – auch wenn du arbeitest
Die Arbeiterkammer betont: Für Beschäftigte im Handel gilt am 8. Dezember die ganz normale Feiertagsregelung.
- Du bekommst dein Feiertagsentgelt – egal, ob du arbeitest oder nicht.
- Wenn du arbeitest, bekommst du die geleisteten Stunden zusätzlich bezahlt.
- In vielen Fällen gibt es Zuschläge und Ersatzfreizeit.
Je nach Kollektivvertrag kann das im Detail unterschiedlich sein. Wer unsicher ist, sollte bei Arbeiterkammer oder Wirtschaftskammer nachsehen oder nachfragen.
Recht auf Nein: Niemand muss zum 8.-Dezember-Zwangsdienst
Beschäftigte im Handel können in vielen Fällen die Arbeit am 8. Dezember ablehnen. Die Wirtschaftskammer weist darauf hin, dass Mitarbeiter über die geplante Beschäftigung an diesem Tag rechtzeitig informiert werden müssen und ein Ablehnungsrecht haben.
Wichtig: Laut Arbeiterkammer darfst du wegen einer Weigerung, am 8. Dezember zu arbeiten, nicht benachteiligt oder gekündigt werden.
Wer sich unsicher fühlt, sollte sich rechtzeitig beraten lassen – am besten direkt bei der Arbeiterkammer oder beim Betriebsrat.
So planst du deinen Einkauf am 8. Dezember clever
Du willst das Chaos vermeiden und trotzdem gemütlich shoppen? Hier ein paar praktische Tipps, die sich in den letzten Jahren bewährt haben.
1. Öffnungszeiten checken – bevor du losziehst
Der dickste Klassiker: Man steht vor der Tür und der Laden hat doch zu. Deshalb:
- Schau auf die Website des Einkaufszentrums oder Geschäfts.
- Wirf einen Blick auf Google Maps – dort stehen oft die Sonderöffnungszeiten.
- Viele Städte oder Wirtschaftskammern veröffentlichen eine Übersicht über die teilnehmenden Geschäfte.
2. Zeitlich planen: Vormittag vs. Nachmittag
Weil die Läden meist von 10 bis 18 Uhr offen sind, konzentriert sich der Andrang oft auf die Mittags- und frühen Nachmittagsstunden. Wenn du flexibel bist:
- Starte gleich kurz nach 10 Uhr – da ist es meist noch ruhiger.
- Oder komm gegen späteren Nachmittag, wenn die ersten schon wieder daheim sind.
3. Öffis statt Parkplatzfrust
In Ballungsräumen wie Wien, Graz oder Linz gilt: Mit den Öffis bist du fast immer schneller. In Wien sind rund um die Adventsamstage und am 8. Dezember sogar einzelne Straßen für Autos gesperrt, damit Fußgänger Platz haben.
Also: Bim, U-Bahn oder Bus nehmen – und den Parkplatzstress daheim lassen.
4. Realistische Einkaufsliste statt Panikkäufe
Wer kennt das nicht? Man geht „nur schnell schauen“ und steht am Ende verschwitzt, genervt und mit vollen Taschen da. Am 8. Dezember ist das besonders gefährlich, weil die Angebote und Menschenmassen locken.
Hilfreich ist:
- Eine klare Liste: Wer bekommt was?
- Ein Budget: Wieviel willst du maximal ausgeben?
- Ein Plan: Welche drei bis fünf Läden sind wirklich wichtig?
Persönliche Szene: So fühlt sich der 8. Dezember an
Stell dir vor: Es ist Montag, 8. Dezember. Kein Wecker, kein Stress ins Büro. Draußen ist es kalt, vielleicht fällt sogar leise Schnee. Du trinkst in Ruhe deinen Kaffee, schaust auf die Uhr – 10 Uhr, Zeit loszugehen.
In der Stadt ist schon ordentlich was los. Lichterketten über den Gassen, Weihnachtsmusik aus den Geschäften, der Duft von Maroni und Punsch. Auf der Einkaufsstraße drängen sich Familien mit Kinderwägen, Pärchen mit Einkaufssackerln, Jugendliche mit Kopfhörern und XXL-Shoppingbags.
Du merkst schnell: Das ist kein ruhiger Feiertag, das ist ein Feiertags-Shopping-Marathon.
Wenn man vorbereitet ist, kann das aber richtig gemütlich sein: Ein paar gezielte Einkäufe, zwischendurch ein Kaffee oder ein Punsch, vielleicht noch ein Abstecher zum Christkindlmarkt – und am Abend kommst du mit fertiger Geschenkeliste nach Hause.
FAQ: 8. Dezember, Feiertag und Einkaufen
Ist der 8. Dezember in Österreich ein Feiertag?
Ja. Mariä Empfängnis ist ein gesetzlicher Feiertag in ganz Österreich.
Dürfen Geschäfte am 8. Dezember offen haben?
Ja. Handelsbetriebe dürfen laut Gesetz von 10 bis 18 Uhr öffnen, plus notwendige Vor- und Abschlussarbeiten.
Haben alle Geschäfte offen?
Nein. Es ist eine Möglichkeit, keine Pflicht. Vor allem große Ketten und Einkaufszentren nutzen sie, kleine Betriebe entscheiden individuell.
Bekommen Beschäftigte im Handel am 8. Dezember mehr bezahlt?
Sie erhalten ihr Feiertagsentgelt und zusätzlich die Bezahlung für die tatsächlich geleistete Arbeit, oft mit Zuschlägen und Anspruch auf Ersatzfreizeit. Details hängen vom Kollektivvertrag ab.
Muss ich am 8. Dezember im Handel arbeiten?
Viele Beschäftigte haben ein Ablehnungsrecht, und laut Arbeiterkammer darfst du wegen einer Weigerung, am 8. Dezember zu arbeiten, nicht benachteiligt oder gekündigt werden. Bei Unsicherheit immer rechtliche Beratung holen.
Fazit: Feiertag mit Einkaufsbonus
Der 8. Dezember ist in Österreich eine spannende Mischung aus besinnlichem Feiertag und vollem Shoppingtag. Du kannst gemütlich ausschlafen, deine Weihnachtseinkäufe erledigen und den Tag mit einem Punsch am Christkindlmarkt ausklingen lassen.
Wenn du ein paar Dinge beachtest – Öffnungszeiten checken, Öffis nutzen, Einkäufe planen – wird aus dem Feiertagschaos ein richtig angenehmer Tag.
Und egal, ob du Team „Couch und Kekse“ oder Team „Shoppingtour bis 18 Uhr“ bist: Jetzt weißt du genau, was am 8. Dezember – Feiertag und Einkaufen in Österreich erlaubt ist und was nicht.




































