Lieferando in Österreich 2025: Service, Skandale und Spartricks
Wer in Österreich online Essen bestellt, kommt an Lieferando kaum vorbei. Pizza, Burger, Sushi, Schnitzel – ein paar Klicks, und das Essen steht vor der Tür. So weit die Theorie. 2025 steckt der Markt aber mitten im Umbruch: Kündigungswellen bei Fahrern, neue Abo-Modelle wie Lieferando+ und sehr gemischte Kundenbewertungen.
Was heißt das für Dich als Kundin oder Kunde in Österreich? Lohnt sich Lieferando noch – oder suchst Du Dir besser Alternativen? Hier kommt der Überblick im Boulevard-Stil, aber klar und verständlich.
Was ist Lieferando.at überhaupt?
Lieferando.at ist eine Bestellplattform für Essen und teilweise auch Lebensmittel. Du bestellst über die Website Lieferando.at oder die App, das Restaurant bereitet Dein Essen zu, und ein Fahrer – entweder vom Restaurant selbst oder über ein Partnerunternehmen – bringt es zu Dir nach Hause oder ins Büro.
In Österreich ist Lieferando in praktisch allen größeren Städten vertreten, zum Beispiel:
- Wien
- Graz
- Linz
- Salzburg
- Klagenfurt und andere Regionalstädte
Du kannst aus vielen Küchen wählen: Pizza, Burger, Döner, Asiatisch, Sushi, Indisch, Mexikanisch, Schnitzel und mehr – die Plattform listet alles übersichtlich nach Postleitzahl.
So funktioniert eine Bestellung bei Lieferando
Das Prinzip ist einfach. In wenigen Minuten kannst Du Dir Dein Lieblingsessen sichern:
- Du öffnest die Lieferando-App oder gehst auf www.lieferando.at.
- Du gibst Deine Lieferadresse ein.
- Du wählst ein Restaurant in Deiner Nähe aus.
- Du füllst Deinen Warenkorb mit Speisen und Getränken.
- Du entscheidest Dich für eine Bezahlmethode (z.B. Karte, PayPal, manchmal Bar).
- Du verfolgst Deine Bestellung live mit dem Food Tracker – wenn das Restaurant Tracking unterstützt.
Im Idealfall steht nach 30 bis 60 Minuten warmes Essen vor Deiner Tür. Aber: Die Realität sieht nicht immer so rosig aus – dazu später mehr.
Neu 2025: Lieferando+ und 90 Tage gratis Lieferung
Um Kund:innen zu halten, setzt Lieferando in Österreich auf ein Sparmodell: Lieferando+, auf der Seite auch „90 Tage lang unbegrenzt kostenlos liefern lassen“ genannt.
Was ist Lieferando+ genau?
Mit Lieferando.at+ kaufst Du Dir einmalig einen Vorteil: Für einen bestimmten Betrag bekommst Du 90 Tage lang kostenlose Lieferung bei (fast) allen teilnehmenden Restaurants und Shops auf der Plattform.
Wichtige Punkte im Überblick:
- Du zahlst die Gebühr einmalig – es gibt keine automatische Verlängerung.
- In den 90 Tagen kannst Du die Gratis-Lieferung so oft nutzen, wie Du willst.
- Folgebestellungen brauchen einen Mindestbestellwert von 15 € (vor Service- oder Bezahlgebühren).
- Die Vorteile gelten sowohl in der App als auch auf der Website, solange Du eingeloggt bist.
Wenn Du öfter bestellst, kann sich das Modell rasch lohnen – schon nach ein paar Bestellungen hast Du die Gebühr wieder herinnen. Bestellst Du aber nur ein- oder zweimal im Monat, solltest Du genau rechnen.
Für wen zahlt sich Lieferando+ in Österreich aus?
Ein Beispiel, ganz einfach gerechnet:
- Du bestellst im Monat viermal Essen, Liefergebühr jeweils rund 3 €.
- Ohne Lieferando+ zahlst Du in 3 Monaten ca. 4 × 3 × 3 = 36 € an Liefergebühren.
- Mit Lieferando+ zahlst Du einmalig die Gebühr und sparst den Großteil dieser Versandkosten.
Wenn Du regelmäßig bestellst – etwa als WG, im Großraumbüro oder einfach als bequeme Familie – kann Lieferando+ schnell zum Spartrick werden.
Schlagzeilen 2025: Massenkündigungen bei Fahrern in Österreich
Hinter der Fassade der bunten App spielt sich 2025 ein echter Arbeitsmarkt-Krimi ab. Lieferando stellt sein Modell in Österreich um: Weg von fix angestellten Fahrern, hin zu freien Dienstverträgen und Subunternehmen.
In Medienberichten ist von hunderten bis knapp tausend betroffenen Fahrer:innen die Rede. In Salzburg etwa wurden laut Betriebsrat alle Zusteller gekündigt, in Wien und anderen Bundesländern sieht es ähnlich aus. Die Firma betont zwar, dass sie in Österreich bleiben will, aber ohne Fahrer, die unter einen Kollektivvertrag fallen.
Was bedeutet das für Dich als Kund:in?
Direkt bei der Bestellung merkst Du den Wechsel zunächst vielleicht gar nicht. Deine App bleibt gleich, das Logo auch. Aber indirekt kann sich einiges ändern:
- Mehr Subunternehmer und freie Dienstnehmer: Die Zustellung wird stärker ausgelagert.
- Schwankende Qualität: Je nach Partnerfirma kann der Service besser oder schlechter werden.
- Arbeitsbedingungen der Fahrer: Sie tragen mehr Risiko, etwa bei Krankheit oder Leerzeiten – das sorgt immer wieder für Kritik.
Die große Frage: Spürst Du das bei Lieferzeit und Zuverlässigkeit? Viele Bewertungen und Erfahrungsberichte deuten darauf hin, dass die Lage 2025 zumindest angespannt ist.
Kundenbewertungen in Österreich: Himmel und Hölle auf Trustpilot
Ein Blick auf Bewertungsplattformen wie Trustpilot zeigt ein gemischtes Bild. Einige Nutzer sind zufrieden, viele sind genervt. Da liest man von:
- Bestellungen, die als „zugestellt“ markiert werden, aber nie ankommen.
- Lieferungen, die mit Stundenverspätung eintreffen – kaltes Frühstück um 10:30 Uhr statt 7:25 Uhr.
- Schwieriger Erreichbarkeit des Kundenservice, oft nur über Chatbots oder Social Media.
Natürlich: Zufriedene Kund:innen schreiben seltener Bewertungen als frustrierte. Trotzdem ist klar: Lieferzeiten und Reklamationen sind derzeit ein wunder Punkt. Manche berichten, sie hätten nach wiederholten Problemen ihr Konto gelöscht und zu anderen Diensten gewechselt.
Wie gehst Du mit Problemen bei Lieferando um?
Passiert ein Fehler, ist schnelles Handeln wichtig. Aus meiner eigenen Erfahrung – und aus vielen Berichten – haben sich diese Schritte bewährt:
- Screenshots machen (Bestellnummer, Status „zugestellt“, Uhrzeit).
- Sofort über die App reklamieren – meist über den Bestellverlauf oder Feedback-Button.
- Parallel eine E-Mail an den Kundenservice mit klarer Beschreibung schicken.
- Bei Restaurant-Fehlern (falsches Essen) lohnt sich oft ein direkter Anruf beim Lokal.
Ja, es nervt, wenn man sein Geld hinterherlaufen muss. Aber je besser Du Deine Bestellung dokumentierst, desto größer ist die Chance auf eine Gutschrift oder Rückerstattung.
Perspektive der Rider: Wer bringt Dein Essen wirklich?
Bei all dem Ärger über kalte Pizza oder verspätete Burger wird schnell vergessen: Am Ende steht ein Mensch mit Fahrrad oder Auto vor Deiner Tür. Die Rider sind das Gesicht von Lieferando – und sie bekommen oft die Wut ab, die eigentlich die Plattform trifft.
Mit der Umstellung auf freie Dienstverträge und Subunternehmen steigt der Druck auf viele Fahrer. Sie verdienen oft pro Lieferung, müssen ihr eigenes Rad und teilweise sogar Handy und Ausrüstung stellen, und tragen Ausfallzeiten selbst. Wenn dann noch der Server von Lieferando ausfällt – wie es zuletzt vereinzelt berichtet wurde – stehen sie stundenlang herum und verdienen kaum etwas.
Ganz ehrlich: Wenn das Essen einmal ein paar Minuten zu spät kommt, lohnt sich meist ein tiefes Durchatmen. Der Rider ist selten das Problem, eher die Organisation dahinter.
Tipps, wie Du Lieferando in Österreich besser nutzt
Wie kannst Du das Maximum aus Lieferando.at herausholen und Dir Ärger ersparen? Hier ein paar praktische Tipps, die sich im Alltag bewährt haben:
1. Die richtigen Restaurants wählen
- Bewertungen lesen: Achte auf die Sternebewertung und aktuelle Kommentare direkt auf Lieferando.
- Lieferzeit checken: Restaurants mit realistischen Zeiten sind oft verlässlicher als solche mit „zu schön, um wahr zu sein“-Angaben.
- Stamm-Restaurants finden: Hast Du ein Lokal, das immer gut und pünktlich liefert? Merke es Dir und bleib dabei.
2. Clever bestellen – gerade zu Stoßzeiten
- Zu Zeiten wie Freitagabend oder Sonntagabend sind alle am Handy – und Rider im Dauerstress. Plane entweder früher oder später.
- Bestellst Du für viele Leute, gib lieber etwas mehr Vorlaufzeit ein.
3. Lieferando+ nur nutzen, wenn es Sinn macht
- Rechne kurz: Wie oft bestellst Du wirklich pro Monat?
- Nutzt Ihr Lieferando als WG oder Büro, kann sich die Gratis-Lieferung schnell auszahlen.
- Wenn Du nur selten bestellst, ist ein normales Konto meist ausreichend.
4. Zahlungsarten mit Bedacht wählen
- Online-Zahlung ist bequem, aber bei Problemen musst Du manchmal länger auf Rückerstattung warten.
- Wo möglich, kann Barzahlung oder Bezahlung direkt beim Fahrer stressfreier sein – vor allem, wenn Du öfter schlechte Erfahrungen gemacht hast.
Lieferando Awards: Wo isst Wien am liebsten?
Ganz vergessen sollte man bei all der Kritik nicht: Über Lieferando kannst Du auch echte Perlen entdecken. Bei den Lieferando Awards werden jedes Jahr Restaurants ausgezeichnet – in Wien etwa schafften es asiatische Lokale und Burgerläden an die Spitze. Solche Listen sind eine gute Inspirationsquelle, wenn Du neue Küche ausprobieren willst.
Vielleicht kennst Du das: Man klickt ewig durch die App, kann sich nicht entscheiden, und am Ende wird’s doch wieder die Standard-Pizza. Ein Blick auf prämierte Lokale kann Dir diese Entscheidung abnehmen – und Du tust gleichzeitig etwas für die Vielfalt Deiner Geschmacksknospen.
Persönliche Erfahrung: Zwischen Jackpot und Reinfall
Wenn man ehrlich ist: Lieferando in Österreich ist wie ein Überraschungsei für Erwachsene. Man weiß nie ganz genau, was man bekommt.
Es gibt diese Abende, da läuft alles perfekt: Du bestellst um 19 Uhr, der Food Tracker zeigt 40 Minuten an, und um 19:30 steht der Fahrer mit dampfender Pizza vor der Tür. Freundlich, schnell, Essen top – besser geht’s nicht.
Und dann gibt es die anderen Tage: Der Status „unterwegs“ steht ewig, der Magen knurrt, Du schaust alle drei Minuten aufs Handy. Am Ende kommt das Essen kalt, oder es fehlt die halbe Bestellung. Genau in solchen Momenten zeigt sich, wie gut eine Plattform wirklich mit Reklamationen umgeht.
Mein Fazit: Wenn Du Lieferando als Komfort-Tool siehst, das Dir manchmal den Tag rettet, aber nicht Deine einzige Nahrungsquelle ist, fährst Du am besten. Und mit ein bisschen Vorbereitung kannst Du die guten Seiten genießen und die schlechten abfedern.
Fazit: Lohnt sich Lieferando in Österreich 2025?
Lieferando.at bleibt auch 2025 ein Riese im Essensliefer-Markt in Österreich – mit allen Vor- und Nachteilen eines solchen Giganten.
- Pro: Riesige Auswahl, schnelle Online-Bestellung, Modelle wie Lieferando+ können Vielbestellern Geld sparen.
- Contra: Umstrittene Arbeitsbedingungen, Probleme bei Lieferzeiten, teils frustrierende Kundenservice-Erfahrungen.
Am Ende kommt es auf Deinen Umgang damit an:
- Wähle Deine Restaurants mit Bedacht.
- Nutze Lieferando+ nur, wenn Du wirklich oft bestellst.
- Bleib fair zu den Ridern, auch wenn Dich die Plattform nervt.
Dann kann Lieferando in Österreich auch 2025 noch genau das sein, was Du eigentlich willst: Ein einfacher Weg zu gutem Essen – an Tagen, an denen der Herd Pause hat.




































