Andreas Wellinger sorgt wieder für Skisprung-Märchen
Er fliegt wieder ganz vorne mit: Andreas Wellinger ist zurück im Rampenlicht des Skispringens. Der Deutsche mischt im Winter 2024/25 ganz oben im Weltcup mit, sammelt Podestplätze, glänzt bei der WM und zeigt: Mit ihm muss man immer rechnen – auch aus österreichischer Sicht.
Wer ist Andreas Wellinger überhaupt?
Andreas Wellinger ist ein deutscher Skispringer aus Weißbach an der Alpenstraße in Bayern. Bekannt wurde er vor allem durch seine Olympia-Goldmedaille auf der Normalschanze 2018 in Pyeongchang und den Team-Olympiasieg 2014 in Sotschi. Dazu kommen mehrere WM-Medaillen und Weltcup-Siege.
Schon als Kind stand er auf den Ski. Zuerst probierte er sich in der Nordischen Kombination, wechselte dann aber komplett zum Skispringen. Im Weltcup tauchte er früh als Talent auf, gewann bereits 2012/13 sein erstes Weltcup-Springen – und wurde Schritt für Schritt zu einem der bekanntesten Namen im Skisprungzirkus.
Die große Bühne: Olympia, WM und Weltcup
Olympiasieger mit 22 Jahren
Viele Fans verbinden den Namen Andreas Wellinger vor allem mit Olympia. 2018 in Pyeongchang holte er Gold auf der Normalschanze und Silber auf der Großschanze, dazu Team-Silber. Schon 2014 hatte er mit der deutschen Mannschaft Gold im Teambewerb geholt.
Spätestens da war klar: Dieser Typ ist ein Mann für die ganz großen Momente.
Rückschläge, Verletzungen – und ein langer Weg zurück
Die Karriere lief aber nicht nur gerade nach oben. Nach schweren Verletzungen musste Wellinger lange kämpfen, um wieder Anschluss zu finden. In einem Porträtfilm spricht er offen darüber, wie hart der Weg zurück an die Spitze war – mental und körperlich.
Genau das macht ihn für viele Fans so sympathisch: Er ist kein Überflieger, dem alles zufliegt, sondern ein Arbeiter auf der Schanze, der sich immer wieder zurückbeißt.
Andreas Wellinger in der Saison 2024/25
In der aktuellen Saison zeigt Wellinger wieder groß auf. Er sammelt Weltcup-Punkte, steht regelmäßig auf dem Podest und gewann unter anderem das Skifliegen in Vikersund, wo er zwei Monsterflüge auf über 220 Meter zeigte.
Im Gesamtweltcup 2024/25 landet er am Ende in den Top Ten, als bester Deutscher auf Rang sieben – in einer Saison, die von starken Österreichern wie Daniel Tschofenig und Jan Hörl dominiert wird.
WM-Silber und Raw-Air-Titel
Bei der Nordischen Ski-WM in Trondheim holt Wellinger Silber auf der Großschanze – hinter Marius Lindvik – und zeigt, dass er bei Großereignissen immer noch ein Faktor ist.
Besonders bemerkenswert: Er gewinnt als erster Deutscher überhaupt die Gesamtwertung der Raw Air, der brutalen norwegischen Tour mit vielen Sprüngen in kurzer Zeit.
Für einen Springer ist das wie ein Marathon im Eiltempo – und Wellinger zeigt, dass er die Nerven und die Konstanz dafür hat.
Was macht Wellinger als Skispringer so besonders?
Technik, Ruhe und Nerven aus Stahl
Wer ihn springen sieht, merkt schnell: Wellinger ist kein „Kraft-Springer“, der einfach alles mit Gewalt löst. Er lebt von feiner Technik, Gefühl am Tisch und Stabilität in der Luft. Trainer und Experten loben immer wieder seine saubere Sprungausführung.
Gleichzeitig behält er oft die Ruhe, wenn es drauf ankommt. Ob Olympia-Finale, WM-Entscheidung oder Raw-Air-Schlussbewerb – Wellinger hat schon oft gezeigt, dass er seine besten Sprünge dann auspackt, wenn andere nervös werden.
Der „sympathische Nachbar von nebenan“
Was man in Interviews sofort spürt: Er wirkt nicht wie ein abgehobener Star. Viele Fans beschreiben ihn als Typen, der auch der Nachbar von nebenan sein könnte – freundlich, bodenständig, ohne große Show. Genau das passt gut in die meist ruhige Skisprung-Welt, in der Leistung mehr zählt als große Sprüche.
Ein Beispiel: Nach einem Podestplatz sagt er nicht „Ich bin der Größte“, sondern spricht lieber darüber, was noch besser gehen könnte. Dieses Understatement kommt gerade im deutschsprachigen Raum gut an – auch bei vielen Fans in Österreich.
Warum ist Andreas Wellinger auch für Österreich spannend?
Als Österreicherin oder Österreicher fiebert man natürlich in erster Linie mit dem eigenen Team mit – Namen wie Stefan Kraft, Daniel Tschofenig oder Jan Hörl dominieren hier die Schlagzeilen. Aber genau deshalb ist ein starker Andreas Wellinger für den Sport so wichtig.
- Spannung im Gesamtweltcup: Nur mit starken Deutschen, Norwegern, Slowenen und Japanern bleibt es im Kampf um die Kugel richtig eng.
- Rivalität auf Augenhöhe: Duelle zwischen Österreich und Deutschland bringen Emotionen, Quoten und Gesprächsstoff.
- Show für die Fans: Je öfter Springer wie Wellinger Top-Sprünge zeigen, desto spektakulärer sind Bewerbe in Innsbruck, Bischofshofen oder am Kulm.
Ganz ehrlich: Ein Skifliegen am Kulm mit einem heiß laufenden Wellinger und einem heimstarken ÖSV-Team – das ist genau die Mischung, die wir im Winter sehen wollen.
So funktioniert Skispringen – kurz erklärt
Vielleicht bist du gerade erst durch die aktuellen Schlagzeilen zu Andreas Wellinger zum Skispringen gekommen. Darum ein kurzer Überblick, was da eigentlich passiert, wenn er von der Schanze „runtersticht“.
Der Anlauf
Der Springer sitzt auf dem Balken, wartet auf grünes Licht und stößt sich ab. Im Anlauf geht es darum, so aerodynamisch wie möglich zu sein. Jede unnötige Bewegung kostet Geschwindigkeit.
Der Absprung
Am Schanzentisch kommt der entscheidende Moment. In Bruchteilen einer Sekunde muss der Springer Druck aufbauen, sich explosiv aus den Beinen abdrücken und genau den richtigen Timing-Punkt treffen. Man sagt oft: Der Sprung wird am Tisch gewonnen oder verloren.
Die Flugphase
In der Luft geht es darum, eine stabile Position zu finden – die berühmte V-Position mit gespreizten Ski. Je ruhiger der Körper, desto weiter geht der Flug. Wind, Luftdruck, Material – das alles spielt rein.
Die Landung
Dann der Telemark: ein Bein vorne, eines hinten, schön ausbalanciert. Hier gibt es Haltungsnoten. Ein wackliger Aufsprung kostet Punkte, auch wenn der Sprung weit war.
Wenn du das alles einmal verständlich erklärt sehen willst: Red Bull hat dazu einen eigenen Guide, in dem Andreas Wellinger selbst erzählt, wie sich Skispringen anfühlt. Schau z.B. auf a href=“https://www.redbull.com/“ vorbei und such nach „Ski Jumping Guide“ oder „Andreas Wellinger“.
Medien, Sponsoren und Social Media
Ein moderner Topspringer ist längst nicht mehr nur Athlet. Wellinger ist auch in Medien und Werbung präsent, etwa durch Partnerschaften mit Marken, die ihn als Olympiasieger und sympathisches Gesicht nutzen.
Auf Social Media nimmt er Fans gelegentlich mit hinter die Kulissen: Trainingsalltag, Reisen, Teamstimmung. Gerade junge Skisprung-Fans erleben so, wie viel Arbeit hinter ein paar Sekunden Flug steckt.
Persönlicher Blick: Warum fasziniert uns jemand wie Wellinger?
Wenn man Wintersport in Österreich verfolgt, kommt man an Skispringen kaum vorbei. Viele erinnern sich an eigene Kindheitserinnerungen: Neujahrsspringen, Vierschanzentournee, vielleicht der erste Besuch live auf einer Schanze.
Persönlich erinnert mich Andreas Wellinger an einen Schulkameraden, der auch im Leistungssport war. Von außen sah das immer nach „Traumleben“ aus – viel reisen, große Bühnen. Aber wenn man näher hinsieht, merkt man: Es ist ein Vollzeitjob mit Druck, ständigen Vergleichen und dem Risiko, mit einem Sprung alles zu verlieren.
Vielleicht ist es genau das, was Wellinger so greifbar macht: Er zeigt, dass hinter den Fernsehbildern echte Menschen stehen, mit Selbstzweifeln, Hoffnung und der Suche nach dem perfekten Moment. Und wenn dann ein Sprung in Vikersund oder bei der WM sitzt, fühlt es sich fast so an, als wäre man selbst ein bisschen mitgeflogen.
Wie geht es mit Andreas Wellinger weiter?
Bleibt Wellinger gesund, ist er auch in den kommenden Jahren ein Kandidat für Siege und Medaillen. Der Blick geht Richtung weitere Großereignisse und natürlich immer wieder Richtung Gesamtweltcup.
Für österreichische Fans lohnt es sich also, neben den eigenen Helden auch auf die Startnummer von Andreas Wellinger zu achten. Oft entscheidet genau die Konkurrenz aus Deutschland darüber, wie groß der Jubel im ÖSV-Lager am Ende des Tages ist.
Fazit: Ein Springer, der den Wintersport reicher macht
- Olympiasieger und mehrfacher Weltmeisterschafts-Medaillengewinner
- Raw-Air-Gesamtsieger und Weltcup-Sieger im Skifliegen
- Rückkehrer nach Verletzungen – mit viel Biss und Geduld
- Wichtiger Rivale für Österreichs Top-Springer
Andreas Wellinger ist mehr als nur ein Name auf der Ergebnisliste. Er ist einer der Athleten, die das Skispringen spannend, menschlich und unberechenbar machen. Und genau deshalb werden wir seinen Namen wohl noch oft hören – ob beim Skifliegen, bei der WM oder an einem kalten Wintertag irgendwo zwischen Innsbruck, Bischofshofen und Planica.




































