Lindsey Vonn startet unglaubliches Ski-Comeback Richtung Cortina
Sie war schon weg, eigentlich für immer. Und jetzt das: Lindsey Vonn, die legendäre Speed-Queen des Ski-Weltcups, ist mit 40 plus noch einmal zurück – und mischt die Abfahrtsszene wieder auf. Ihr großes Ziel: die Olympischen Winterspiele 2026 in Cortina d’Ampezzo.
Die Ski-Ikone, die einfach nicht aufgibt
In Österreich kennt jeder ihren Namen. Lindsey Vonn, 82-fache Weltcup-Siegerin, Olympiasiegerin, mehrfache Weltmeisterin – eine, die im selben Atemzug wie Franz Klammer oder Hermann Maier genannt wird. Ihre Karriere schien 2019 nach unzähligen Stürzen und Knie-OPs vorbei zu sein.
Doch nach einer Teil-Knieprothese und Jahren ohne Rennen kam der Paukenschlag: Vonn kündigte ihr Comeback im Weltcup an. Zuerst tastete sie sich langsam heran, dann folgte im März 2025 gleich ein zweiter Platz im Super-G beim Weltcupfinale in Sun Valley – ihr erstes Podest seit der Rückkehr. Inzwischen ist sie wieder schnell wie früher und sorgt mit Topzeiten im Training für Schlagzeilen.
Warum ausgerechnet jetzt das Comeback?
Viele fragen sich: Warum macht sich Lindsey Vonn das noch einmal an? Geld braucht sie nicht, Ruhm hat sie genug. Die Antwort ist simpel – und sehr menschlich.
- Sie liebt das Gefühl der Geschwindigkeit.
- Sie will sich selbst beweisen, dass noch mehr geht.
- Sie möchte andere Frauen inspirieren, nicht zu früh aufzugeben.
- Und sie verbindet mit Cortina und Österreich ganz persönliche Erinnerungen.
In Interviews erzählt sie, dass ihre Knie sich nach der Operation „wie neu“ anfühlen und sie zum ersten Mal seit vielen Jahren schmerzfrei Ski fährt. Genau deshalb sei dieses Comeback kein verzweifelter Versuch, sondern ein bewusst gewähltes Abenteuer.
Österreich spielt in ihrer Geschichte eine Hauptrolle
Für österreichische Fans ist spannend: Lindsey Vonn hat einen besonderen Bezug zu Österreich. Sie hat hier nicht nur Weltcup-Rennen gewonnen, sie kennt die Stimmung an der Piste und die gnadenlosen Expertenmeinungen.
Rund um ihr Comeback wurde in heimischen Medien kräftig diskutiert. In einem Bericht von Eurosport wurde etwa zitiert, wie frühere Ski-Größen ihr Comeback kritisch sehen. „Vollschuss“, „Verarschung“ – harte Worte, wie man sie aus dem Stammtisch kennt.
Und was sagt Vonn selbst dazu? Kurz gesagt: Es ist ihr „wurscht“. Jede negative Aussage mache sie nur noch schneller, erzählte sie in einem Interview. Eine Einstellung, mit der sie in Österreich durchaus Sympathiepunkte sammelt – denn wer sich gegen Kritiker durchsetzt, wird hierzulande gerne zur Heldin.
Vom Krankenhaus zurück aufs Podest
Man darf nicht vergessen: Diese Frau hat Dinge überstanden, bei denen andere ihre Karriere längst beendet hätten. Mehrere Kreuzbandrisse, komplizierte Frakturen, Operationen im Doppelpack. Viele hätten sich gesagt: Danke, das war’s.
Vonn nicht. Sie ließ sich das Knie teilweise ersetzen, trainierte sich Schritt für Schritt zurück – und stand im Winter 2024/25 plötzlich wieder im Starthaus. In Saalbach, St. Moritz, Cortina – überall dort, wo sie früher Serien-Siege gefeiert hatte.
Ein besonders starkes Signal an die Szene war der Podestplatz beim Weltcupfinale in Sun Valley: Dort fuhr sie im Super-G auf Rang zwei, mit 40 Jahren, nach einer sechsjährigen Pause. Ein klarer Hinweis: Das Comeback ist nicht Show – Vonn ist wieder konkurrenzfähig.
Cortina 2026: Der große Kreis schließt sich
Der Olympia-Schauplatz Cortina d’Ampezzo ist fast so etwas wie ihr zweites Wohnzimmer. Dort holte sie als Teenager ihre erste Weltcup-Spitzenplatzierung und brach später Rekorde, etwa den langjährigen Bestwert von Annemarie Moser-Pröll bei den Weltcupsiegen.
Jetzt will Lindsey Vonn genau dort ihre Karriere endgültig beenden. Sie spricht offen davon, nach den Olympischen Winterspielen 2026 noch einmal Schluss zu machen – aber diesmal zu ihren eigenen Bedingungen. Kein Abschied im Schmerz, sondern im Renndress, mit voller Fahrt, möglichst um die Medaillen mitfahrend.
Der Plan ist klar:
- Qualifikation über den Weltcup – vor allem in Abfahrt und Super-G.
- Start bei Olympia mit 41 Jahren.
- Möglichst eine Medaille – wäre sie die älteste Olympiamedaillengewinnerin im alpinen Ski der Geschichte.
Klingt verrückt? Vielleicht. Aber wenn jemand „unmögliche“ Dinge möglich gemacht hat, dann Lindsey Vonn.
Glanz, Glamour – und brutal ehrliche Einblicke
Parallel zum Comeback sorgt Lindsey Vonn auch abseits der Piste regelmäßig für Schlagzeilen. Ein Beispiel: Ein viel beachtetes Shooting für das Magazin Players, bei dem sie sich selbstbewusst und sehr offen präsentierte. Dort sprach sie auch darüber, wie befreiend es sei, wieder schmerzfrei Ski fahren zu können und wie wichtig es ist, den eigenen Körper zu akzeptieren.
Sie arbeitet außerdem an eigener Skibekleidung und Mode-Projekten, ist auf Social Media präsent und zeigt sich mal im Fitnessstudio, mal mit Hunden, mal auf dem Boot. Das Bild, das entsteht: eine Frau, die beides sein will – Sportlerin und Mensch. Keine unantastbare Legende, sondern jemand, der mit 40+ noch einmal neu anfängt.
Was macht Lindsey Vonn so faszinierend?
Warum interessiert uns in Österreich das Comeback einer US-Amerikanerin so sehr? Ganz einfach: Ihre Geschichte erinnert stark an unsere eigenen Ski-Mythen.
- Stürze, Verletzungen, Comebacks – das kennt man von Maier & Co.
- Die direkte Art, mit Kritik umzugehen, wirkt sehr „österreichisch“.
- Ihr Mut, mit einem künstlichen Knie wieder Vollgas zu geben, fasziniert Fans und Experten gleichermaßen.
Wenn sie sagt, jede negative Schlagzeile mache sie nur schneller, dann spürt man: Diese Frau fährt nicht mehr nur für Medaillen. Sie fährt für sich selbst, für ihre Geschichte, für das Gefühl, noch einmal alles zu geben.
Was können wir von ihr lernen?
Man muss kein Profisportler sein, um aus Lindsey Vonns Weg etwas mitzunehmen. Vielleicht stehst du gerade selbst vor einem „Comeback“ – beruflich, privat oder gesundheitlich. Ein paar Dinge fallen bei ihr besonders auf:
- Sie definiert Erfolg neu. Nicht nur Gold zählt, sondern das Gefühl, wieder dabei zu sein.
- Sie akzeptiert Schwächen. Das Knie ist nicht mehr wie mit 20 – also wird darum herum trainiert und geplant.
- Sie nutzt Kritik als Treibstoff. Spott und Zweifel werden zur Motivation.
- Sie bleibt sie selbst. Ob Fotoshooting, TV-Auftritt oder Startnummer – Vonn spielt keine Rolle, sie zieht ihr Ding durch.
Genau diese Mischung aus Verletzlichkeit und Härte macht sie so interessant – nicht nur für Ski-Fans, sondern auch für alle, die gerne starke Lebensgeschichten verfolgen.
Wie geht es für Lindsey Vonn jetzt weiter?
In den kommenden Wintern wird Lindsey Vonn vor allem im Speedbereich unterwegs sein: Abfahrten und Super-G-Rennen, oft auch in bekannten Klassikern wie St. Moritz, Cortina oder Saalbach. Dort können Fans aus Österreich sie live anfeuern – entweder direkt an der Piste oder via TV-Übertragungen, etwa bei Eurosport oder den öffentlich-rechtlichen Sendern.
Spannend wird sein:
- Wie stabil hält ihr Knie über eine volle Saison?
- Wie gut kommt sie mit dem Material zurecht?
- Kann sie im Weltcup wieder um Siege fahren oder bleibt es bei Podien und Spitzenplätzen?
- Reicht es tatsächlich für ein Olympia-Ticket 2026?
Schon jetzt ist klar: Ihr Comeback sorgt jede Woche für neue Schlagzeilen – sportlich wie privat.
Fazit: Die Speed Queen schreibt ihr eigenes Märchen weiter
Lindsey Vonn ist mehr als eine frühere Weltcup-Dominatorin, die sich nicht verabschieden kann. Sie ist zur Symbolfigur für zweite Chancen geworden. Gerade in einem Ski-verrückten Land wie Österreich verfolgt man ihre Rennen mit besonderem Interesse – ein bisschen, als würde eine von „uns“ noch einmal alles riskieren.
Ob sie am Ende in Cortina 2026 wirklich auf dem Olympia-Podium steht oder „nur“ noch einmal mit Startnummer und breitem Grinsen am Starttor steht: Ihre Geschichte trifft einen Nerv. Sie zeigt, dass man:
- auch nach Rückschlägen wieder aufstehen kann,
- Kritik aushält und sogar nutzen kann,
- und Träume nicht automatisch mit 30 oder 35 begraben muss.
Und vielleicht denkst du das nächste Mal, wenn Lindsey Vonn in der Startposition steht und in die Kamera lächelt: Wenn sie sich mit 40+ noch einmal traut – was traue ich mir dann eigentlich zu?




































