Johannes Lamparter startet Goldjagd: Österreichs Kombi-Held im Höhenflug
Österreich hat wieder einen neuen Wintersport-Helden – und er heißt Johannes Lamparter. Der Tiroler dominiert die Nordische Kombination wie kaum ein anderer seiner Generation und sorgt vom ersten Schnee in Ruka bis zum Saisonfinale in Lahti für Schlagzeilen. Doch wer ist dieser ruhige Typ aus Tirol, der die Langlaufloipe zum Wohnzimmer macht und auf der Schanze regelmäßig „eine Bombe zündet“?
Wer ist Johannes Lamparter?
Johannes Lamparter, Jahrgang 2001, kommt aus Tirol und zählt zu den größten Talenten, die der österreichische Skiverband in der Nordischen Kombination je hervorgebracht hat. In den letzten Jahren hat er sich vom Junioren-Weltmeister zum absoluten Weltklasse-Athleten entwickelt. Heute ist er fix im Kreis der Topstars rund um Jarl Magnus Riiber und Vinzenz Geiger angekommen.
Was viele nicht wissen: Seit 1. Mai 2024 ist Lamparter auch Teil des Polizeispitzensportkaders. Er absolviert seine Ausbildung in Graz und verbindet damit Profi-Sport mit einer beruflichen Laufbahn bei der Polizei. Ein Vollgas-Leben zwischen Trainingsplan, Weltcupstress und Lernunterlagen – nicht unbedingt der klassische Sportleralltag.
Triumphserie: Von Lahti über Oslo bis Ruka
Seine Ergebnisse der letzten Saisonen lesen sich wie eine Highlight-Show.
Lahti: Doppelsieg zum Saisonfinale
Im März 2025 feierte Lamparter in Lahti seinen 16. Weltcupsieg – und legte tags darauf gleich nach. Mit einem Doppelsieg in Lahti verabschiedete er sich in die Sommerpause und fixierte Platz drei im Gesamtweltcup. Besonders auffällig: Immer wieder schwärmt er von seinen „mega Sprüngen“ und den starken Ski. Wer ihm zuschaut, sieht einen Athleten, der Gleitpassagen wie ein Uhrwerk nutzt und die Konkurrenz mit langen, kräftigen Schritten stehen lässt.
- Lahti 2025: zwei Siege an zwei Tagen
- klarer Vorsprung im Langlauf
- Gesamtweltcup-Rang drei hinter Geiger und Riiber
Oslo und Trondheim: Ganz vorne dabei
Auch am legendären Holmenkollen in Oslo mischte Lamparter vorne mit. Ein dritter Platz hinter Geiger und Riiber zeigte einmal mehr: Wenn es ernst wird, ist Johannes im Kampf um das Podest fast immer dabei.
Bei der Nordischen Ski-WM 2025 in Trondheim verpasste er im Kompaktbewerb als Fünfter nur knapp eine Medaille. Im Ziel sah man die Enttäuschung – aber auch den Biss. Genau diese Mischung aus Ehrgeiz und Bodenständigkeit macht ihn für viele Fans so sympathisch.
Ruka 2025: Perfekter Saisonstart mit Doppelsieg
Im November 2025 dann die nächste Ansage: Doppelsieg in Ruka. Erst gewinnt er den Kompaktbewerb, dann legt er im Einzel nach – sein insgesamt 19. Weltcupsieg. Im Rennen drückt er von Anfang an aufs Tempo, setzt sich ab und bringt das Ding mit großem Vorsprung heim. „Mega, es war so ein cooler Tag“, sagt er danach. Man nimmt es ihm ab – die Freude ist echt, nicht einstudiert.
Was macht Johannes Lamparter so stark?
Wer Nordische Kombination kennt, weiß: Es braucht zwei Sportarten in Perfektion – Skispringen und Langlauf. Die meisten sind in einem Bereich etwas stärker. Lamparter fällt vor allem dadurch auf, dass er in beiden Disziplinen extrem stabil ist.
- Auf der Schanze: technisch sauber, oft mit Topweiten.
- In der Loipe: aggressiver, aber kontrollierter Laufstil, kluges Tempo.
- Mental: ruhig, fokussiert, kein Showman – eher der stille Killer.
Man hat oft das Gefühl, er sei einer, der lieber liefern als reden will. Wenn er doch einmal mehr sagt, kommt selten eine große Kampfansage, eher Sätze wie: „Ich hoffe, ich kann dieses Gefühl in die Olympiasaison mitnehmen.“ Genau diese Bodenständigkeit kommt in Österreich besonders gut an.
Polizeispitzensport: Blaulicht und Weltcup-Podium
Ein spannender Aspekt in seiner Karriere ist seine Tätigkeit im Polizeispitzensport. Während andere nach der Saison erstmal wegfliegen, steht bei ihm zusätzlich Ausbildung am Programm. Er trainiert, reist, startet in Weltcups – und baut sich gleichzeitig eine berufliche Zukunft bei der Polizei auf.
Ein bisschen kann man sagen: Auf der Loipe jagt er Sekunden, im Job später vielleicht Verbrecher. Der Weg ist natürlich noch lang, aber diese Kombination zeigt, dass Spitzensport in Österreich auch mit Perspektive nach der Karriere möglich ist. Für junge Sportlerinnen und Sportler, die von unsicherer Zukunft im Profisport abgeschreckt sind, ist Lamparter damit ein echtes Vorbild.
Rivalen und Idole: Riiber, Geiger & Co.
Wer die Namen Jarl Magnus Riiber und Vinzenz Geiger kennt, weiß: In der Nordischen Kombination gibt es eine kleine, aber extrem starke Weltspitze. Riiber galt jahrelang als das Maß aller Dinge. Geiger sicherte sich die große Kristallkugel. Und mitten in diesem Duo mischt Lamparter als österreichischer Hoffnungsträger mit.
Viele Rennen der letzten Jahre liefen auf ein Dauerdrei- oder Viererduell hinaus: Riiber, Geiger, ein weiterer Norweger – und Lamparter. Mal landet er knapp hinter dem Norweger, mal schiebt er sich vor den Deutschen. So entstehen Rivalitäten, die eine Sportart spannend machen. Und genau diese Geschichten brauchen Boulevard und Fans: klare Gesichter, wiederkehrende Duelle, Emotionen im Zielraum.
Warum Österreich Johannes Lamparter liebt
Was macht ihn in Österreich so beliebt? Ein paar Punkte stechen heraus:
- Erfolg: Weltcupsiege, Podestplätze, eine feste Rolle im Spitzenfeld.
- Typ: freundlich, höflich, ohne Star-Allüren.
- Story: Tiroler Bursch, der Weltcup und Polizeiausbildung unter einen Hut bringt.
- Spannung: Viele seiner Rennen werden erst auf der letzten Runde oder im Zielsprint entschieden.
Wer erinnert sich nicht an eigene Tage im Winter, an denen man als Kind die ersten Versuche auf Langlaufskiern oder am Hügel hinterm Haus gemacht hat? Natürlich ist das ein anderer Level, aber genau dieses Gefühl von Schnee unter den Füßen und kalter Luft im Gesicht verbindet viele Österreicherinnen und Österreicher mit Athleten wie Lamparter.
Persönliche Note: Warum seine Rennen Spaß machen
Wenn man seine Rennen öfter schaut, merkt man: Johannes ist keiner für billige Show. Man sieht die Emotion eher in Details: ein kurzer Jubel an der Ziellinie, ein erleichtertes Lächeln, ein dankbarer Blick zur Servicecrew. Gerade das macht ihn greifbar.
Stellen Sie sich vor, Sie laufen eine Hausrunde am Wochenende. Am Anfang fühlt es sich gut an, dann kommt ein Anstieg, die Beine werden schwer. Trotzdem beißt man sich durch. Genauso wirkt Lamparter auf der letzten Runde: sichtbar müde, aber mit klarem Ziel vor Augen. Nur dass bei ihm im Ziel keine Stoppuhr am Handy wartet, sondern eine Weltcupkamera.
Ausblick: Goldhoffnung für die Olympiasaison
Mit seinen Erfolgen, dem Doppelsieg in Ruka 2025 und den vielen Podestplätzen zuvor ist klar: Johannes Lamparter gehört zu den großen österreichischen Goldhoffnungen für die kommende Olympiasaison. Er selbst spricht selten offen von Gold, aber seine Ergebnisse tun es für ihn.
Bleibt er gesund, stabil in Sprung und Lauf, und findet er dieselbe Lockerheit wie in Lahti oder Ruka, ist alles möglich – vom Weltcup-Gesamtsieg bis zu Olympiamedaillen.
Fazit: Ein Kombinierer, der Österreich noch viel Freude machen wird
Ob man nun eingefleischter Fan der Nordischen Kombination ist oder nur im Fernsehen hängen bleibt, wenn Österreich vorne mitläuft: Johannes Lamparter ist ein Name, den man sich merken sollte.
- Mehrfache Weltcupsiege und Podestplätze
- Souveräne Rennen wie die Doppelsiege in Lahti und Ruka
- Starker Charakter, bodenständig, zielstrebig
- Spannende Doppelrolle als Spitzensportler und Polizeizögling
Wer mehr über ihn und die aktuellen Ergebnisse erfahren möchte, findet laufend News auf österreichischen Sportportalen wie SN.at oder Salzburg24, sowie auf der offiziellen Seite des internationalen Skiverbands FIS.
Eines scheint schon jetzt klar: Der Tiroler ist noch lange nicht am Ende seiner Reise. Die Goldjagd von Johannes Lamparter hat gerade erst richtig begonnen – und ganz Österreich schaut zu.




































