Reparaturbonus 2026: Was sich jetzt wirklich ändert
Der beliebte Reparaturbonus war für viele Menschen in Österreich ein echter Hit. Im Jahr 2025 ist er aber ausgelaufen – und viele fragen sich jetzt: Kommt 2026 noch etwas? Und wenn ja, wie viel Geld gibt es dann noch für Reparaturen?
Die kurze Antwort: Ja, es geht weiter – aber anders. Der klassische Reparaturbonus wird ab 2026 durch eine neue Förderung ersetzt: die „Geräte-Retter-Prämie“. Sie startet für Konsument:innen am 12. Jänner 2026 und ist deutlich abgespeckt im Vergleich zum alten Modell.
Vom Reparaturbonus zur Geräte-Retter-Prämie
Der ursprüngliche Reparaturbonus lief im Mai 2025 aus. Er wurde 2022 gestartet und hat rund 1,8 Millionen Reparaturen mitfinanziert.
Jetzt kommt ab 2026 das Nachfolgemodell, die Geräte-Retter-Prämie. Sie ist sozusagen die „Light-Version“ des alten Reparaturbonus – mit weniger Geld und weniger geförderten Geräten, dafür laut Regierung gezielter und „budgetschonend“.
Reparaturbonus vs. Geräte-Retter-Prämie: Die wichtigsten Unterschiede
- Höhe der Förderung: Früher bis zu 200 Euro pro Reparatur, ab 2026 maximal 130 Euro. Gefördert wird weiterhin rund die Hälfte der Reparaturkosten.
- Geräte-Auswahl: Früher auch Fahrräder, Smartphones und Unterhaltungselektronik – diese sind ab 2026 nicht mehr dabei.
- Neue Zielgruppe: Neu ist, dass bestimmte Pflege- und Medizinprodukte gefördert werden, etwa Rollstühle oder Pflegebetten.
- Name: Statt „Reparaturbonus“ heißt das Programm ab 2026 offiziell Geräte-Retter-Prämie.
Was bringt der „Reparaturbonus 2026“ konkret?
Viele geben in Suchmaschinen noch „Reparaturbonus 2026“ ein, meinen aber eigentlich die neue Geräte-Retter-Prämie. Schauen wir uns an, was sie dir tatsächlich bringt.
Wie viel Geld gibt es ab 2026?
Ab 12. Jänner 2026 gilt:
- Du bekommst bis zu 130 Euro pro Reparatur erstattet.
- Gefördert wird höchstens 50 % der Reparaturkosten.
- Der Staat stellt dafür pro Jahr 30 Millionen Euro (von 2026 bis 2028) zur Verfügung.
Beispiel: Deine Waschmaschine ist kaputt und die Reparatur kostet 220 Euro. 50 % davon wären 110 Euro – du bekommst also 110 Euro Förderung. Kostet die Reparatur 400 Euro, wären 50 % schon 200 Euro. Da aber maximal 130 Euro ausbezahlt werden, sind es in diesem Fall eben 130 Euro.
Welche Geräte werden 2026 noch gefördert?
Die Regierung will sich auf Geräte konzentrieren, die im Haushalt „am häufigsten benötigt werden“ und viele Ressourcen binden.
Laut aktuellen Infos gehören dazu vor allem:
- Große Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen, Geschirrspüler, Kühlschränke, Tiefkühler
- Staubsauger
- Elektrowerkzeuge wie Akkuschrauber und ähnliche Handwerkzeuge
- Elektrische Pflege- und Hilfsgeräte, z. B. Rollstühle, Pflegebetten oder medizinische Kleingeräte, sofern sie elektrisch betrieben werden
Nicht mehr gefördert werden laut den bisher veröffentlichten Regeln unter anderem:
- Fahrräder und E-Bikes
- Smartphones, Tablets und andere Mobilgeräte
- Unterhaltungsgeräte wie Fernseher, Konsolen oder Luxus-/Wellnessgeräte
Für viele wird das ein Dämpfer sein. Wer auf eine Förderung für das kaputte Handy oder das E-Bike gehofft hat, schaut ab 2026 leider durch die Finger.
Wie läuft die Förderung ab 2026 ab?
Die Abwicklung funktioniert ähnlich wie beim alten Reparaturbonus – aber mit neuem Portal.
1. Nur registrierte Partnerbetriebe
Reparaturen müssen bei offiziell registrierten Partnerbetrieben gemacht werden. Die Registrierung für Betriebe ist laut Umweltministerium seit 10. Dezember 2025 möglich.
Wichtig für alle Firmen: Auch wer beim alten Reparaturbonus dabei war, muss sich für die Geräte-Retter-Prämie neu registrieren. Infos und Anmeldung gibt es nur über die offizielle Seite www.geraete-retter-praemie.at.
2. Start für Konsument:innen
Für Privatpersonen beginnt der neue „Reparaturbonus 2026“ am 12. Jänner 2026. Ab dann können Anträge gestellt und Reparaturen mit Förderung durchgeführt werden.
Laut den bisher bekannten Informationen wird die Förderung direkt an die Antragsteller:innen ausbezahlt.
3. So könnte der Ablauf für dich aussehen
Auch wenn die detaillierten Online-Schritte noch im Detail am Portal erklärt werden, dürfte der Ablauf ungefähr so sein:
- Du suchst auf der offiziellen Seite einen registrierten Partnerbetrieb in deiner Nähe.
- Du lässt dir einen Kostenvoranschlag machen.
- Du beantragst die Förderung online (oder der Betrieb macht das gemeinsam mit dir).
- Das Gerät wird repariert, du bezahlst deinen Anteil.
- Die Förderung wird dir gutgeschrieben oder ausbezahlt – je nach System.
Genauere Details werden noch vom zuständigen Ministerium und der Abwicklungsstelle KPC (Kommunalkredit Public Consulting) veröffentlicht.
Warum wird der Reparaturbonus 2026 gekürzt?
Viele fragen sich: Wieso wird das Angebot kleiner, wenn Reparieren doch eigentlich gut für Umwelt und Geldbörse ist?
Umweltminister Norbert Totschnig begründet die neue Ausrichtung damit, dass man sich auf Geräte konzentrieren wolle, die im Haushalt besonders wichtig sind und viele Materialien enthalten. Gleichzeitig soll das Modell „kosteneffizient und budgetschonend“ sein.
Anders gesagt: Österreich muss sparen, möchte aber trotzdem ein Signal für Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft setzen.
Wirtschaftskammer: Gut für Betriebe und Umwelt
Die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) begrüßt die Geräte-Retter-Prämie. Sie sieht darin einen wichtigen Impuls für Gewerbe und Handwerk: Mehr Reparaturen bedeuten mehr Aufträge für heimische Betriebe.
In einfachen Worten: Statt das alte Gerät wegzuwerfen und ein neues zu kaufen, lässt du es reparieren – das spart Rohstoffe, reduziert Müll und stärkt heimische Unternehmen.
Lohnt sich der „Reparaturbonus 2026“ für dich noch?
Ob sich die neue Förderung für dich auszahlt, hängt von deiner Situation ab. Ein paar typische Beispiele:
Beispiel 1: Die alte Waschmaschine
Deine zehn Jahre alte Waschmaschine spinnt, aber das Gehäuse ist top, der Motor läuft noch gut. Die Reparatur kostet 240 Euro.
- Ohne Förderung: 240 Euro
- Mit Geräte-Retter-Prämie (50 %, max. 130 Euro): 120 Euro Förderung
- Dein realer Preis: 120 Euro
Das kann sich durchaus lohnen – vor allem, wenn die Maschine danach noch einige Jahre läuft.
Beispiel 2: Das kaputte Smartphone
Früher gab es für Handy-Reparaturen eine Förderung. Ab 2026 allerdings nicht mehr. Hast du ein gesprungenes Display oder einen schwachen Akku, musst du das alleine zahlen – oder auf ein neues Gerät umsteigen.
Gerade hier wird man die Kürzungen wohl besonders stark spüren.
Beispiel 3: Pflegegeräte in der Familie
Neu und für viele Familien extrem wichtig: Pflege- und Medizinprodukte. Wenn etwa ein elektrisches Pflegebett oder ein Rollstuhl repariert werden muss, kann die Förderung ab 2026 helfen, die hohen Kosten ein wenig abzufedern.
Wie findest du seriöse Infos zum Reparaturbonus 2026?
Rund um Förderungen tauchen im Internet gerne fragwürdige Seiten auf, die schnelle Anmeldung oder „geheime Tipps“ versprechen. Deshalb ein paar einfache Regeln:
- Verlass dich nur auf offizielle Stellen wie Ministerien, Wirtschaftskammer und das Förderportal.
- Nutze die Originalseite zur Prämie: www.geraete-retter-praemie.at.
- Bei Fragen zur Abwicklung hilft meist auch dein Reparaturbetrieb, wenn er als Partner registriert ist.
Reparieren statt Wegwerfen: Mehr als nur Geldfrage
Auch wenn der neue „Reparaturbonus 2026“ finanziell kleiner ausfällt: Die Grundidee bleibt stark.
Jedes reparierte Gerät bedeutet:
- weniger Elektroschrott
- weniger Ressourcenverbrauch für neue Geräte
- weniger CO₂-Ausstoß durch Produktion und Transport
- mehr Wertschöpfung in Österreich, weil heimische Betriebe die Arbeit machen
Vielleicht kennst du das aus deinem eigenen Alltag: Früher hat man den Fernseher oder die Waschmaschine viel eher reparieren lassen. In den letzten Jahren war der Neukauf oft nur ein paar Euro teurer – oder sogar billiger. Förderungen wie der Reparaturbonus und jetzt die Geräte-Retter-Prämie sollen diesen Trend wieder ein wenig umdrehen.
Fazit: Was du dir für 2026 merken solltest
- Der alte Reparaturbonus ist 2025 ausgelaufen.
- Ab 12. Jänner 2026 startet die neue Geräte-Retter-Prämie – oft auch als „Reparaturbonus 2026“ gesucht.
- Pro Reparatur gibt es bis zu 130 Euro, maximal 50 % der Kosten.
- Gefördert werden vor allem Haushaltsgeräte und bestimmte Pflegeprodukte, aber keine Fahrräder, E-Bikes, Smartphones oder Unterhaltungselektronik mehr.
- Betriebe müssen sich neu registrieren, Infos gibt es auf www.geraete-retter-praemie.at.
Wenn du also 2026 vor der Frage stehst: „Reparieren oder neu kaufen?“, lohnt es sich, zuerst zu schauen, ob dein Gerät unter die neue Förderung fällt. Dann kann der „Reparaturbonus 2026“ – sprich die Geräte-Retter-Prämie – deine Rechnung spürbar drücken.




































